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Kinowerkstattprogramm vom 22.-25. April (Karfreitag – Ostermontag)

Nach „Bal“ und „Süt“ jetzt „Yumurta“
„Yumurta“(Türkei 2007, 93 Minuten) mit Nejat İşler (Yusuf), Saadet Işıl Aksoy (Ayla), Ufuk Bayraktar (Haluk), Gülçin Santırcıoğlu (Gül) ist der dritte Film von Semih Kaplanoglu, dem aufsteigenden Stern des türkischen Gegenwartskinos und läuft an Karfreitag, den 22. April, um 19 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49.
Auch dieser Film begeistert mit betörend schönen Bildern in langen Einstellungen.
Der Titel bedeutet auf Deutsch „Ei“ und ist der zuerst fertig gestellte, aber chronologisch dritte Teil einer Trilogie, deren zweiter Film „Milch“, der erste „Honig“ heißt und die Hauptfigur Yussuf als 18-Jährigen, bzw. als Kind zeigt. In „Yumurta“ sieht man ihn als einen nicht mehr ganz jungen urbanen Intellektuellen, vielleicht um die 40, dessen Träume sich nicht ganz erfüllt haben. Er hat ein Buch mit Gedichten veröffentlicht und führt nun eine Buchhandlung. Als seine Mutter stirbt, kehrt er für ein paar Tage in sein Heimatdorf aufs Land zurück und sucht ihr heruntergekommenes Haus auf. Dort trifft er überrascht auf Ayla, seine Cousine zweiten Grades, die viele Jahre mit seiner Mutter zusammengelebt hat, ohne dass er davon wusste. Sie verlangt von ihm die Ausführung einer Opferzeremonie, die seine Mutter zu Lebzeiten nicht mehr realisieren konnte. Yusuf, von Schuldgefühlen geplagt und auch angezogen von der ländlichen Atmosphäre mit ihrem ganz anderen Lebensrhythmus, willigt ein. Zusammen mit Ayla macht er sich auf zu der Grabesstätte eines heiligen Mannes, wo die Opfer – Zeremonie stattfinden soll. Im Lauf der Zeit kommen sich Yusuf und Ayla immer näher. Am Ende werden sie ein Paar.
Kaplanoglu verfügt über eine seltene Fähigkeit, in kleinsten Andeutungen, quasi zwischen den Bildern alles zu erzählen. So weiß man im Prinzip schon nach der ersten Begegnung, das Yussuf und Ayla für einander bestimmt sind. Aber erst in der letzten Szene wird es klar, und noch da bleibt alles angedeutet. Ayla bringt ihm einfach ein Ei aus dem Hühnerstall.

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„Krabat“
Am Ostersonntag um 16 Uhr läuft im Familienkino „Krabat“ (Deutschland, 2008) von Marco Kreuzpaintner, Drehbuch: Michael Gutmann und Marco Kreuzpaintner nach dem gleichnamigen Roman von Otfried Preußler mit David Kross, Daniel Brühl, Christian Redl, Robert Stadlober, Paula Kahlenberg u.a. (BJF-Empfehlung: ab 12 Jahren, FSK: ab 12 (besonders wertvoll))
Elternlos streift der junge Krabat durch das hungernde, vom Dreißigjährigen Krieg verwuüstete Deutschland. Eines Nachts dringt eine unheimliche Stimme in seine Träume ein und führt ihn zur dunklen Mühle am Koselbruch. Dort bietet ihm der strenge, aber charismatische Meister eine Lehre als Müllerbursche an, die Krabats Leben für immer verändern soll. Erst lernt er unter elf Mitgesellen seinen besten Freund Tonda kennen, dann durch den Meister die Macht der Schwarzen Magie. In zwei Sommern eignet sich Krabat große Kräfte und die Fähigkeit an, in einen Raben verwandelt mit den Wolken über die Hügel, Berge und Täler zu gleiten. Noch verführerischer aber als die Schwarze Kunst ist der Zauber von Kantorka, einem Bauernmädchen, in das Krabat sich auf den ersten Blick verliebt. Damit jedoch riskiert er ihr Leben und auch das seine. Denn der Meister duldet niemanden neben sich, fordert Gehorsam und fürchtet die Liebe. Nur sie nämlich kann seinen geheimnisvollen Bund mit dem Tod und damit den Fluch der Mühle brechen, der jedes Jahr einem der Gesellen das Leben nimmt …

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„Vincent will meer“
Am Ostersonntag und Ostermontag, jeweils um 20:30 Uhr läuft der Gewinner des diesjährigen deutschen Filmpreises „vincent will meer“, eine Komödie (D 2010) von Ralf Huettner, mit Florian David Fitz, der auch das Drehbuch schrieb. K: Andreas Berger. S: Kai Schröter. P: OLGA-Film. D: Florian David Fritz, Karoline Herfurth, Heino Ferch, Johannes Allmayer, Katharina Müller-Elmau. 96 Min. Hauptdarsteller Florian David Fitz wurde zudem mit der Lola für die beste männliche Hauptrolle ausgezeichnet.
Was passiert wohl, wenn man einen jungen Mann mit Tourette, dessen zwanghaften Zimmergenossen und eine magersüchtige Frau in ein Auto packt und sie nach Italien ans Meer fahren lässt? “ „..Eine Autofahrt in die Freundschaft, ein Roadtrip zu sich selbst, zu seinen Vorurteilen und seinen Sympathien. Und am Ende sind sich alle ein bißchen näher: Vincent und Alex, Alex und Marie, Vincents Vater und die behandelnde Ärztin, Vincent sich selbst, seinem Vater, Alex und natürlich auch Marie. Und auch der Zuschauer ist all ihnen ein bißchen näher – allein schon weil die Kamera ihn ständig in eins der beiden Autos versetzt hat, mit denen die drei Klinikausbrecher und ihre Verfolger auf dem Weg zu wasauchimmer sind.“ (schnitt.de)
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„Polnische Ostern“
Am Ostersonntag, den 24. April, und am Ostermontag, den 25. April, jeweils um 18 Uhr läuft die deutsch-polnische Komödie mit Henry Hübchen in einer Glanzrolle: „Polnische Ostern“ (freigegeben ab : 6 Jahre) „Polnische Ostern“ mit Henry Hübchen (Werner Grabosch), Paraschiva Dragus (Mathilda Grabosch), Adrian Topol (Tadeusz Błaszcykowski), Barbara Wysocka (Agnieszka Błaszcykowska), Grażyna Szapołoswka (Irena Błaszcykowska) u.a. lief beim diesjährigen Max-Ophüls-Wettbewerb und läuft jetzt als Vorpremiere in der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49.
Der Rendsburger Bäckermeister Werner Grabosch (Henry Hübchen) liebt seine siebenjährige Enkelin Mathilda über alles. Zu dumm nur, dass Mathilda nach dem Unfalltod ihrer Mutter bei ihrem polnischen Vater Tadeusz aufwachsen soll. Grabosch hält nicht viel von Tadeusz. Im Gegenteil. Er befürchtet das Schlimmste und will Mathilda um jeden Preis zurückholen. Sein Plan ist simpel: Damit Tadeusz das Sorgerecht wieder verliert, wird er sich in die polnische Familie einschleichen, sie ausspionieren und Beweise sammeln. So fährt der Atheist Grabosch ausgerechnet über die Ostertage in das Herz des polnischen Katholizismus: in den Wallfahrtsort Czestochowa. Anfangs läuft alles nach Plan, doch dann fühlt sich Grabosch immer wohler.

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„Chandani und ihr Elefant“
Noch einmal ist für alle Elefantenfreundinnen und -freunde der Gwinner des diesjährigen besten Kinderfilms „Chandani und ihr Elefant“ zu sehen, und zwar am Ostermontag, den 25. April, um 16 Uhr. Die 16-jährige Chandani aus Sri Lanka hat einen ungewöhnlichen Traum: Sie möchte ein Mahout, eine Elefantenführerin werden. Doch das ist entsprechend der Jahrhunderte alten Tradition ein reiner Männerberuf. Ihr Schicksal verbindet sich nun mit dem eines kleinen Elefanten, der gerade in das Elefanten-Waisenhaus des Pinnawela-Nationalparks eingeliefert wurde. Beweist sie ihre Ernsthaftigkeit bei der Pflege des jungen Tiers, wird ihr Vater – er ist der angesehene Chef-Mahout im Waisenhaus – sie zum ersten weiblichen Mahout in Sri Lanka ausbilden.
Schließlich hat er keinen Sohn; nur Chandani kann die Familientradition, mit Elefanten zu arbeiten, fortsetzen. Aber wenn sie sich im Umgang mit dem Elefantenkalb nicht bewähren kann, so wird sie ihren Traum begraben müssen und kann die lange Mahout-Tradition ihrer Familie nicht fortsetzen.

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