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Gitarrenland im Endspurt

Das diesjährige Programm hat einen Eindruck von der unendlichen Vielfalt vermittelt, die es im Gitarrenrepertoire zu entdecken gilt. Das Publikum zwischen Kusel und Sarreguemines zeigte sich begeistert von den Themen, Programmen und Interpreten.

Am Samstag, 29. April, 20 Uhr gastiert in der AULA Lehnstraße in Kusel eine der herausragenden Figuren der jüngeren Generation von Gitarristinnen, Heike Matthiesen, zusammen mit dem jungen Kammerorchester QUATTRO aus Prag. Dirigent ist der international renommierte Thomas Germain. Matthiesen, die unter anderem bei Pepe Romero in Los Angeles studiert hat, macht international durch ihre Virtuosität ebenso wie durch ihre künstlerische Eleganz aufmerksam.
Thomas Germain, der neben seiner Tätigkeit als Leiter der Kuseler Musikschule international als Dirigent geschätzt wird, hat sich gerade in der Arbeit mit Streich- und Kammerorchestern große Verdienste erworben.

Das Programm in der Reihe „Große Frauen der Gitarre“ trägt den Titel böhmische Impressionen und stellt zwei Kompositionen der Prager Komponistin Sylvie Bodorova für Gitarre und Streicher ins Zentrum und verbindet diese mit Streicherkompositionen von Antonin Dvorak, Leos Janacek und Ignaz Franz Biber.

Die 1954 geborene Komponistin Sylvie Bodorova gehört zu den international renommiertesten Vertretern der heutigen Musikszene in der tschechischen Republik. Ihr inniges Verhältnis zur Gitarre zeigt sich in einem vielseitigen Katalog an Werken für Gitarre in Kammermusikbesetzungen und drei Konzerte mit Orchester. Bodorova steht in der ebenso reichen wie hierzulande kaum bekannten Tradition böhmisch/mährischer Musik, die von Ignaz Biber über eine reiche Musiktradition in der Barockzeit zu Dvorak, Smetana, Janacek bis in die Neuzeit reicht. Komponisten wie Bohuslav Martinu, Vaclav Kucera, Jan Novak und viele andere waren lange hinter dem eisernen Vorhang versteckt und bieten heute reichlich Stoff für musikalische Entdeckungen. Neben der 1930 geborenen und 1987 gestorbenen Komponistin Jana Obrowska gehört Sylvie Bodorova zu den ganz wenigen weiblichen Komponisten des 20. Jahrhunderts, die es zu internationaler Anerkennung geschafft haben.

Am 30. April um 20 Uhr stellen Wolfgang Weigel (Gitarre), Jan Weigel (elektronisches sounddesign) und Marta Bala (elektronische Bild- und Medienkunst) ihre Vision einer gitarristischen Klangwelt dar. In ihrem gemeinsamen Programm „Ritus und Ekstase“ werden in der Médiathèque in Saargemünd Gitarrenkompositionen von J.S.Bach, Leo Brouwer, Dusan Bogdanovic und Máximo Pujol in eine elektronische Klang- und Bildumgebung eingefügt, die die Fantasie der Zuschauer und Zuhörer visuell ebenso wie akustisch anregen wird. Es ereignet sich darin eine Art Hörfilm, der ein gänzlich neues und innovatives künstlerisches Genre erzeugt. Das Zusammenwirken der drei Akteure changiert zwischen geplanter Dramaturgie und jazz-ähnlicher gemeinsamer Improvisation.

[i]Kartenverkauf[/i]
Karten für die Konzerte am 29. und 30. April sind erhältlich über das
Bürgerbüro der Kreisverwaltung Kusel, Telefon 0 63 81 / 4 24-0,
Fax 0 63 81 / 4 24-4 40, buergerbuero@kv-kus.de oder im Internet unter
http://www.ticket-regional.de.

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