Nachrichten

Sonntag, 17. Dezember 2017 · bedeckt  bedeckt bei 0 ℃ · Weihnachtsfeier der Bergkapelle in der RohrbachhalleX-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter Handke

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Schutz vor EHEC-Bakterien: Hygiene im Haushalt oberstes Gebot

Die meisten Menschen infizieren sich vorrangig über Lebensmittel. Die Erreger werden insbesondere über rohes oder unzureichend erhitztes Fleisch (vor allem von Wiederkäuern und Wild) sowie über Rohmilch(-produkte) aufgenommen. Allerdings verlieren die Keime bei Rohmilch-Hartkäse durch den Reifeprozess von mindestens drei Monaten ihre krankmachende Wirkung.

Auch pflanzliche Lebensmittel können belastet sein, wenn sie fäkal verunreinigt oder der Boden mit organischem Dünger (Rindermist) gedüngt wurden. Deshalb empfiehlt Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale Saarland auch Obst und Gemüse, vor allem das, das bodennah wächst, gründlich zu säubern, bevor es roh verzehrt wird. Auf diese Infektionsquelle richtet sich auch momentan das Augenmerk – zumal derzeit ungewöhnlich viele Frauen erkranken und es denkbar ist, dass die Keime beim Zubereiten von Lebensmitteln weitergegeben wurden.
Um eine EHEC-Infektion zu vermeiden, sollten grundsätzliche Hygieneregeln im Haushalt beachtet werden, insbesondere die Trennung von rohen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln sowie die persönliche Hygiene. Beim Kontakt von Kleinkindern mit Wiederkäuern sollte auf gründliches Händewaschen geachtet werden.

Wichtige Hygieneregeln
• Transportieren Sie Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, rasch nach Hause und lagern Sie diese sofort im Kühlschrank oder Tiefkühlfach! Empfehlenswert ist es, für den Transport Kühl- bzw. Isoliertaschen zu nutzen.
• Überprüfen Sie die Temperatur in Ihrem Kühlschrank, die sollte max. bei 6-8 °Celsius liegen! Das Mindesthaltbarkeitsdatum für zu kühlende Lebensmittel bezieht sich oft auf einen angegebenen Bereich, der eingehalten werden sollte.
• Fleisch, Gehacktes, Geflügel, Bratwurst und Fisch sollten vor dem Verzehr unbedingt völlig durcherhitzt werden.
• Tauen Sie tiefgefrorenes Fleisch und Geflügel im Kühlschrank auf und schütten Sie die Auftauflüssigkeit weg! Die Flüssigkeit darf nicht auf rohe, nicht mehr erhitzbare Speisen tropfen.
• Rohmilch (direkte Abgabe ab Hof) sollte vor dem Verzehr abgekocht werden.
• Vor und nach der Zubereitung von Speisen – insbesondere im Umgang mit rohem Fleisch oder Geflügel – sollten Sie immer die Hände waschen.
• Reinigen Sie die Schneidebretter und anderen Gerätschaften, sofort mit heißem Wasser und Spülmittel!
• Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich, insbesondere wenn Sie Obst und Gemüse als Rohkost oder Salat verzehren! Waschen empfiehlt sich auch, wenn sie es noch schälen, damit vorhandene Keime nicht auf die geschälte Oberfläche wieder übertragen werden.
• Vermeiden Sie den Kontakt roh zu verzehrender Produkte mit den zuvor genannten Lebensmitteln,
• Stellen Sie Speisen, die rohe Eier enthalten, wie Tiramisu oder Zabaione, sofort nach der Zubereitung in den Kühlschrank und bewahren Sie sie maximal 24 Stunden auf! Ältere Menschen, kleine Kinder oder Schwangere sollten auf Speisen mit rohen Eiern besser verzichten.
• Wechseln Sie regelmäßig, am besten täglich, Spüllappen und -bürsten sowie Handtücher und waschen diese bei mindestens 60°C! Spülbürsten können regelmäßig in der Spülmaschine mit gewaschen werden.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017