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Vortragsveranstaltung „Gut Freund mit Bienen, Hummeln und Hornissen“

Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Man freut sich auf einen gemütlichen Nachmittag im Garten mit frischem Erdbeerkuchen und Schlagsahne. Die Kinder schlecken Eis oder trinken Fruchtsaft und noch ehe man den ersten Bissen getan hat, sind sie da: Wespen! Man kann machen was man will, die Plagegeister wollen sich nicht vertreiben lassen, sind immer in Anflug auf die Sahne, sitzen frech auf den Erdbeeren oder schwimmen im Saftglas. Der Nachmittag ist gelaufen, die gute Stimmung dahin.
Am Abend, man ist in bester Laune bei Freunden zum grillen, plötzlich der absolute Horror: ein dumpfes Brummen kündigt die unmittelbar bevorstehende Ankunft von Hornissen an. Der Gedanke ist noch nicht ausgesprochen, da sind sie schon da. Gut ein Dutzend dicke Brummer umschwirren als ungeladene Gäste die Runde. Unbehagen macht sich breit, sagt doch ein Sprichwort, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd töten und bestimmt auch einen Menschen, der meist nicht über „eine Rossnatur“ verfügt.
Dabei ist es eher umgekehrt: Ein einziger Pferdetritt genügt, um eine Hornisse zu töten, sagt Loriot. Zudem kann eine Hornissenkolonie ein sehr wirksamer Schutz vor Wespenplagen und manch anderem Getier sein, das, mangels Fressfeinden schnell überhand nehmen und zur Plage werden kann.
Hans-Werner Krick, der fast täglich mit hunderttausenden von Bienen zu tun hat, zeigt in seinem Vortrag, dass die gefürchteten Insekten nicht nur nützliche sondern auch liebenswerte Zeitgenossinnen – ja, es sind ausschließlich die weiblichen Tiere, die stechen! – sein können. Er entführt sie in eine Welt, die vielen Menschen unbekannt ist, erzählt spannendes über die Lebensbedingungen und Gewohnheiten dieser Hautflügler und gibt Ihnen nicht zu letzt eine Menge Tipps, wie sie in den meisten Fällen gut und entspannt mit Bienen, Hummeln und Hornissen leben können. Ein Wildinsektenhotel im Garten, eine Hummelhöhle, eine Hornissenkasten an der richtigen Stelle, können sich zu einer Attraktion im unmittelbaren Wohn- und Lebensumfeld entwickeln, ähnlich wie Nachbars Bienenstöcke. Man sollte, wie immer im Zusammenleben, einige Grundregeln beherzigen und dann klappt die Sache; meistens jedenfalls. Aber auch dort, wo die Nachbarschaft beim besten Willen nicht konfliktfrei verlaufen kann, beispielsweise im Rollladenkasten am Kinderzimmer, gibt es Alternativen zum Kammerjäger mit der Giftspritze.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017