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Fünf Tipps für ein erfolgreiches Schuljahr im Ausland

1. Lächeln und höflich sein

Der erste Eindruck zählt. Für ihn gibt es keine zweite Chance. Daher ist es
wichtig zu wissen, dass in den USA auf Offenheit und positive Ausstrahlung
besonders großen Wert gelegt wird. „Lächeln strahlt immer etwas Positives
aus. Es ist nicht schwer und vereinfacht das Leben in Amerika ungemein“,
sagt Natalie V. (18), die ein Jahr als Austauschschülerin in Kalifornien
verbracht hat.

2. Verhalten der Anderen beobachten

Andere Länder, andere Sitten. Um Fettnäpfchen zu vermeiden, hilft es oftmals
das Verhalten der anderen zu beobachten. So ist der in Deutschland
verbreitete Handschlag in den USA unüblich. „Amerikaner haben zur Begrüßung
und Verabschiedung gerne Körperkontakt. Jeder gibt jedem ‚hugs and kisses‘.

Ich habe mich schnell daran gewöhnt und es hat mir ein Gefühl der
Dazugehörigkeit vermittelt. Nach kurzer Zeit fühlt man sich wie zu Hause“,
so Natalie weiter.

3. Interesse zeigen

Wer aufgeschlossen und neugierig ist, baut schnell Beziehungen auf. „Die
Neuseeländer sind sehr offen und freundlich. Aber es ist auch wichtig,
selber auf die Leute zuzugehen. Dann können richtige Freundschaften
entstehen, wie es bei mir der Fall war“, sagt Julia H. (17), die mit den
Carl Duisberg Centren ein halbes Jahr in Auckland war. „Gut eignet sich dazu
Sport – einfach mitmachen, auch wenn man kein Profi ist und Spaß haben“, so
Julia weiter.

4. Die Kultur respektieren

Alle Kulturen haben ihre eigenen Regeln und Gebräuche. Das sollte man
respektieren, auch wenn sie einem vielleicht seltsam oder fremdartig
erscheinen. Wichtig ist auch, sich nicht über die andere Kultur lustig zu
machen. „In Neuseeland wird man in den Schulen häufig mit dem traditionellen
‚Haka‘ begrüßt, einem Kriegstanz der Maori. Über diese Tradition zu spotten,
ist für viele sehr verletzend. Man soll offen sein und Interesse zeigen,
denn auch wir haben für die ‚Kiwis‘ seltsame Angewohnheiten und Bräuche“, so
Julia.

5. Ein guter Botschafter Deutschlands sein

Ein Schuljahr im Ausland ist nicht zu vergleichen mit einer Pauschalreise.

Die Jugendlichen sollten ihren Aufenthalt aktiv mitgestalten, Freude daran
haben, Neues zu entdecken und sich als Botschafter Deutschlands verstehen.

„Am Anfang meines Aufenthaltes wurde ich oft von den Kanadiern angesprochen
und gefragt, wer ich denn sei und wo ich herkomme. Sie zeigten großes
Interesse und waren sehr offen“, sagt Paulina S. (15), die ein Semester in
Kanada zur Schule ging. „Ich habe mich gefreut, den Menschen auf der anderen
Seite des Atlantiks etwas über meine eigene Heimat, die in diesem Moment so
weit entfernt war, erzählen zu können“, sagt Paulina.

Während eines High School Years in einem anderen Land, lernen die jungen
Menschen ganz unbekannte Seiten an sich kennen. Sie schließen neue
Freundschaften, probieren neue Sportarten aus und meistern unbekannte
Situationen selbstständig. „Unsere Tipps sollen den Schülern ihren Start im
Ausland erleichtern. Einige mögen auf den ersten Blick selbstverständlich
klingen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sie den Jugendlichen erst
anhand von praktischen Beispielen richtig bewusst werden,“ sagt Tasja
Frenzel, Leiterin Carl Duisberg Centren Internationale Schulprogramme.

Darüber hinaus ist eine länderspezifische Vorbereitung sehr wichtig. „Wenn
sich Schüler für einen Auslandsaufenthalt entscheiden, sollte auf jeden Fall
ein länderspezifisches Vorbereitungsseminar Teil des Austauschprogramms
sein,“ so Frenzel weiter. Dort werden die Jugendlichen umfangreich über die
Kultur des Ziellandes und das jeweilige Schulsystem informiert. Außerdem
erhalten sie Tipps zum Alltags- und Familienleben.

Weitere Informationen: Carl Duisberg Centren Internationale Schulprogramme,
Tasja Frenzel, Hansaring 49-51, 50670 Köln, Tel. 0221/16 26 245, E-Mail
frenzel@cdc.de

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017