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Die Sonne gekonnt anzapfen!

Diese Photovoltaik- Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Kalkwerkes wurde zusammen mit dem Zweckverband „Saar-Blies-Gau / Auf der Lohe“, der Gemeinde Gersheim und der SEG realisiert. Speziell in Gersheim wird die erneuerbare Energie ganz im Einklang mit der dortigen Natur erzeugt. Sowohl zwei Fledermausstollen als auch magere Grasflächen für seltene Schmetterlinge konnten direkt neben den Silizium-Modulen erhalten werden.
Landrat Clemens Lindemann ist damit in die bundesdeutsche Solarbundesliga aufgestiegen, denn vor Jahren installierte der Saarpfalz- Kreis auf seine Initiative hin an den Schulen des Saarpfalz-Kreises bereits rund 480 Kilowatt Sonnenstrom-Leistung. Vor allem in St. Ingbert auf den Dächern des Berufsbildungszentrums, der Erweiterten Realschule und der Sport- und Spielhalle Wallerfeld nutzen bereits viele Solarzellen die Sonne zur Gewinnung von Strom. Von Bexbach bis Gersheim betreibt der Saarpfalz- Kreis an jetzt 16 Schulstandorten Photovoltaikanlagen, die auf 3.600 Quadratmetern Dachfläche Strom erzeugen, und Solarkollektoren, die Wärme erzeugen. Allein die PV-Anlagen auf den Dächern der Schulen erzeugen pro Jahr fast 500.000 Kilowattstunden Strom, soviel wie 110 Vier-Personen-Haushalte Strom verbrauchen. „Inzwischen erzeugen wir auf den Dächern der Schulen fast 20 Prozent des Strombedarfs unserer Schulen selbst und sparen pro Jahr mehr als 300 Tonnen CO2 ein“, freut sich der Umwelt- und Baudezernent des Saarpfalz- Kreises Dr. Gerhard Mörsch über die Entwicklung. Allein die neue Freiflächen PV- Anlage des Zweckverbandes „Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe“ und der Standort Entwicklungsgesellschaft Saarpfalz (SEG) erzeuge auf dem Gelände des ehemaligen Kalkwerkes Gersheim jetzt zusätzlich pro Jahr 1,6 Millionen Kilowattstunden Strom, was ungefähr dem Stromverbrauch von rund 375 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Und nebenbei werden noch mehr als 1000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.
Die Anlage bei Gersheim hat eine Gesamtkollektorfläche von rund 2,5 Hektar. Wie die beiden Geschäftsführer der SEG, Karl-Heinz Linn und Uwe Hunsicker, betonten, habe die Anlage rund 5 Millionen Euro gekostet, wobei in diesen Kosten neben der gewaltigen Technik auch große Anpflanzungen auf dem Terrain eingerechnet sind. KSK-Vorstand Rainer Marx unterstrich, dass bei solchen Projekten gleich ein doppelter Nutzen erzielt werde: zum einen werde ökonomisch gedacht, zum zweiten aber auch
ökologisch – im Sinne der Umwelt und Natur wie der Bewohner der Saarpfalz.
Staatssekretär Klaus Borger vom saarländischen Umweltministerium beglückwünschte den Kreis, die Gemeinde Gersheim und den Zweckverband für die gelungene Anlage. „Eine gelungene Konversion eines Industriebetriebs in eine fortschrittliche und ökologische Energieanlage, wobei auch Pflanzen- und Tierschutz bei Planung und Umsetzung vorbildlich umgesetzt wurden.“
„Wenn wir unser Klimaschutzkonzept, das vom Kreistag mitgetragen wird, zukünftig zielstrebig verfolgen“, so ist sich Landrat Lindemann abschließend sicher, „werden wir bald uneingeschränkter Spitzenreiter in Sachen Energieeffizienz, Klimaschutz und regenerativer Energien im Saarland sein“.

[I]Per Knopfdruck gestartet mit Bürgermeister Alexander Rubeck, Landrat Clemens Lindemann, Staatssekretär Klaus Borger, Karl-Heinz Linn von der SEG, Bürgermeister Herbert Kessler und Uwe Hunsicker von der SEG.[/I]

[I]Die Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Kalkwerks in Gersheim.[/I]

[I]Die Eröffnung der Anlage unter freiem Himmel – passend: von der Sonne
verwöhnt.[/I]
Fotos: Steigner /Saarpfalz-Kreis

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017