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Einweihung der neuen Wohneinrichtung in St. Ingbert

„Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft stehen im Mittelpunkt aller Anstrengungen“, erklärte Sozialminister Josef Hecken anlässlich der Einweihung der neuen Wohneinrichtung der Lebenshilfe Saarpfalz. Die Landesregierung habe neben der Selbst- und Mitbestimmung den Grundsatz „ambulant vor stationär“ sowie die wohnortnahe Versorgung als behindertenpolitische Leitlinien formuliert. Oberstes Ziel sei es, Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft zu integrieren und Ausgrenzungen zu vermeiden. „Jeder behinderte Mensch soll die Hilfen erhalten, die seinem jeweiligen Fall angemessen sind“, so Hecken.

Mit der neuen Wohnanlage in St. Ingbert, Am Gesundheitspark, stehen nun mehr 20 behindertengerechte Plätze für Menschen mit schwersten Behinderungen sowie 6 Plätze für Menschen, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten, zur Verfügung. Eine Versorgung und Betreuung älterer behinderter Menschen ist hier ebenfalls möglich. Zusammen mit den anderen Wohneinrichtungen in St, Ingbert, Im Schiffelland, und in Homburg-Erbach verfügt die Lebenshilfe Saarpfalz nun über 99 Wohnheimplätze.

Sozialminister Hecken prognostizierte eine Zunahme der Anzahl von Menschen mit altersbedingten körperlichen und geistigen Behinderungen. Neben einer gestiegenen Lebenserwartung würden künftig weniger Menschen mit Behinderungen durch ihre Eltern auf Dauer betreut. Als alternatives und ergänzendes Angebot zu stationären Wohneinrichtungen wird daher das selbstbestimmte Wohnen für geistig und körperlich behinderte Menschen aufgebaut. Für schätzungsweise bis zu 500 behinderte Menschen, die bisher in ihrer Familie oder in einer Wohneinrichtung leben, bestehe Bedarf. Mit dem neu eingerichteten Hilfeplanausschuss „Wohnen“ soll künftig für jeden Einzelfall gemeinsam mit dem Sozialleistungsträger, dem Träger der Behindertenhilfe und mit dem behinderten Menschen eine passgenaue Hilfe gefunden werden.

Der Gesamtbetrag zum Bau des neuen Wohnheimes wurde mit ca. 3,2 Millionen Euro veranschlagt. Von den anerkannten Gesamtkosten seitens des Sozialhilfeträgers in Höhe von rd. 2,5 Mio. Euro hat sich das Land in der Form beteiligt, dass 1,76 Mio. Euro über den Entgeltsatz refinanziert werden. Die bauliche Planung weicht von den geltenden Richtwerten ab; jedoch hatte die Lebenshilfe sich bereit erklärt, die Überschreitungen der Raumprogrammvorgaben selbst zu tragen.

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