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Regionale Tourismuskonzeption für den Saarpfalz-Kreis und das Biosphärenreservat Bliesgau

Die touristischen Ziele und Leitlinien, sowie die einzelnen Projekte und Maßnahmen werden in einer reich bebilderten Broschüre auf 44 Seiten in kompakter Form vorgestellt. Ergänzt wird die Broschüre durch einen 164-seitigen Katalog in dem die touristischen Maßnahmen- und Projekte detailliert beschrieben werden. Die einzelnen Maßnahmen wurden in 4 verschiedenen Schwerpunktarbeitskreisen entwickelt. Über 80 engagierte Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Hotellerie, Gastronomie und Verwaltung haben in den verschiedenen Themenarbeitskreisen Ideen und Projekte für die Entwicklung der Tou-rismuskonzeption eingebracht. Der Saarpfalz-Kreis hat die ift Freizeit- und Touris-musberatung GmbH in Köln mit der Erstellung der Konzeption beauftragt. Der Ge-schäftsführer Jan-F. Kobernuß und sein Mitarbeiter Nils Möller haben die Arbeitskreise vor Ort geleitet und die Ergebnisse in der Konzeption zusammengefasst.
Im Vorfeld der Erstellung wurden bestehende Angebote intensiv analysiert und mögliche Chancen im Tourismus ermittelt. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass für eine künftig erfolgreiche Vermarktung, die Region qualitativ gute Angebote präsentie-ren muss, das touristische Profil zu schärfen und eine klare Positionierung im Tou-rismus notwendig ist. Nur so haben der Saarpfalz-Kreis und die Biosphäre Bliesgau eine Chance, im Wettbewerb mit anderen Destinationen bestehen zu können.

Für das Regionale Entwicklungskonzept wurden in den Arbeitskreisen touristische Themen besetzt, mit denen der Saarpfalz-Kreis und die Biosphäre Bliesgau ihr touristisches Profil nachhaltig schärfen und sich von Wettbewerbern abgrenzen können. Künftig spielen die drei Segmente Kultur-, Natur- und Geschäftstourismus die zentrale Rolle. Im Schnittstellenbereich dieser drei großen Themen liegen die Segmente Aktivtourismus, Umweltbildung, Kulinarik und grenzüberschreitender Tourismus. Die einzelnen Marktsegmente wurden in vier Arbeitskreisen intensiv behandelt. Als Ergebnis wurden 70 Projekte und Maßnahmen mit touristischem Zukunftspotential erarbeitet.
Im Bereich des Aktivtourismus wurde zum Beispiel die Weiterentwicklung des Wander- und Radwegenetzes in der Region vorgeschlagen. Im grenzüberschreitenden Tourismus sollen touristische Attraktionen an der Grenze aufgewertet werden, wie zum Beispiel das Zollmuseum in Habkirchen und neue Attraktionen geschaffen werden, wie ein Europapavillon direkt auf der Grenze im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Die grenzüberschreitende touristische Nutzung der Blies ist ebenfalls ein Projektthema. Im Bereich Naturtourismus beabsichtigt man unter anderem dezentrale Informationsstellen im Biosphärenreservat einzurichten und Aussichtspunkte im Bliesgau zu installieren. Ein weiteres Thema ist der Bau naturnaher Übernachtungsmöglichkeiten wie zum Beispiel ein Baumhaushotel. Im Bereich Kulinarik ist ein Ziel die Etablierung einer „Bliesgau-Produktlinie“ durch die Weiterentwicklung des Bliesgauregals und die Entwicklung weiterer regionaler Produkte. Eng mit diesem Projekt verzahnt, ist das Projekt „Partnerbetriebe des Biosphärenreservates“, das im Juli starten wird. Das Projekt hat das Ziel, ein Netzwerk von touristischen Leistungsträgern zu bilden, um gemeinsam touristische Standards und eine Marketingstrategie für das Biosphärenreservat zu entwickeln. Hierzu gehört auch der Einsatz regionaler Produkte in der Gastronomie. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die nachhaltige Mobilität im Biosphärenreservat. Hierzu gehören unter anderem die Einführung eines „Bliesgau-Ticket“ und ein gutes Angebot bei Bus und Bahn für Gäste und Einheimische. Im Rahmen der nachhaltigen Mobilität wird sich das Biosphärenreservat Bliesgau für 2012 als „Fahrtziel Natur“ bei der Deutschen Bahn und den teilnehmenden Umweltverbänden bewerben. Die Optimierung und der Ausbau barrierefreier Angebote ist ebenfalls ein Projekt, das vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für die Region eine wichtige Rolle spielt.
Ein wichtiges Ziel der Tourismuskonzeption ist die Orientierung über die Handlungsschwerpunkte in den nächsten Jahren für Politik, Verwaltung, Organisationen und Tourismuswirtschaft. Für die Umsetzung der Maßnahmen benennt sie entsprechende Zuständigkeiten und Zeithorizonte für die Realisierung. In den weiteren Umsetzungsschritten werden die Maßnahmen und Projekte in den Arbeitskreisen detailliert ausgearbeitet, um sie anschließend im operativen Geschäft, am aktuellen Marktgeschehen orientiert, zu realisieren.

Die Saarpfalz-Touristik und der Saarpfalz-Kreis, der die Konzeption initiiert hat, werden in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die Realisierung begleiten und selbst tatkräftig mitwirken. Selbstverständlich werden die Projekte im Rahmen der Umsetzung mit den Zielen und Vorgaben der Tourismusstrategie Saarland in Zusammenarbeit mit der Tourismus Zentrale Saarland und dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft abgestimmt. Nicht zuletzt wird es auch auf die touristischen Akteure vor Ort ankommen, dass aus Ideen Realität wird und die Region touristisch vorankommt.
Die Broschüre kann kostenfrei bei der Saarpfalz-Touristik, Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Tel. 06841/1047174, Fax. 06841/1047175 oder per E-Mail: touristik@saarpfalz-kreis.de bestellt werden. Auch in den Kultur- und Verkehrsämtern im Saarpfalz-Kreis und Biosphärenreservat ist die Broschüre erhältlich.

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