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Kinowerkstatt St Ingbert: Programm vom 24. – 27. Juni 2011

Hangover – Teil 1

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt „Hangover“ – den ersten Teil (USA 2009 – Originaltitel: The Hangover – Regie: Todd Phillips – Darsteller: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Heather Graham, Sasha Barrese, Jeffrey Tambor, Ken Jeong, Rachael Harris, Mike Epps auf der großen Leinwand, am Freitag, den 24. Juni, um 19 Uhr und 21:45 Uhr. (FSK: ab 12 – Länge: 100 min.)
Zwei Tage vor seiner Hochzeit fährt Doug (Justin Bartha) mit seinen Freunden Phil (Bradley Cooper) und Stu (Ed Helms) und seinem zukünftigen Schwager Alan (Zach Galifianakis) nach Las Vegas, um richtig einen draufzumachen: Diese Junggesellenparty wollen sie ihr Leben lang nicht vergessen. Doch als die drei Trauzeugen am nächsten Morgen mit dröhnenden Schädeln aufwachen, erinnern sie sich an nichts mehr. Ihre Luxushotelsuite ist ein Trümmerfeld, der Bräutigam spurlos verschwunden.
Weil die drei einen totalen Filmriss haben und die Zeit knapp wird, versuchen sie die fatalen Ereignisse der vergangenen Nacht zu rekonstruieren: Irgendetwas ist fürchterlich schief gelaufen. Jedenfalls muss Doug schleunigst zurück nach L.A., wenn der Hochzeitstermin nicht platzen soll. Doch mit jedem Puzzleteil, das sie finden, wird deutlicher, wie tief sie wirklich im Schlamassel stecken..
Das Beste kommt nach dem Schluss: Trotz der hohen Gag-Dichte von Hangover lohnt es sich, für den Abspann noch sitzen zu bleiben. So nämlich kommt der Zuschauer von Hangover in den Genuss, das ein oder andere Rätsel der vergangenen Nacht aufgeklärt zu bekommen, so z. Beispiel: Woher das Baby im Zimmer kommt, was der Tiger im Badezimmer und der Chinese im Kofferraum zu suchen und wo Stu seinen Schneidezahn verloren hat.
Der Begriff des Überraschungshits wird gerne strapaziert; doch für Hangover trifft die Bezeichnung zu. Bereits am Startwochenende spielte Hangover zehn Millionen Dollar mehr ein, als er gekostet hatte.

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Am Samstag, den 25. Juni, wäre Sidney Lumet 87 Jahre alt geworden. Anlaß für die Kinowerkstatt an diesem Tag einen wichtigen Film dieses außergewöhnlichen Regisseurs zu zeigen: Um 21 Uhr läuft „Network“ – ein Film, der die Arbeitsweise des Privatfernsehens zum Thema hat, zwar 1976 gedreht, aber heute mit Sicherheit genauso aktuell wie damals!
Als der Nachrichtensprecher Howard Beale erfährt, dass er wegen Restrukturierungsmaßnahmen entlassen werden soll, kündigt er vor laufender Kamera seinen Selbstmord in der nächsten Sendung an, was große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nach sich zieht. Es kommt nicht dazu, doch am Ende seiner vermeintlich letzten Sendung sagt Beale den Zuschauern offen seine Meinung und bringt seine Wut zum Ausdruck. Das Publikum reagiert begeistert auf diese Rede und lässt die Einschaltquoten, die Bewertungen und somit auch die Einnahmen der Nachrichtensparte in die Höhe schießen. Der Sender macht sich diese Entwicklung zu Nutze und hält an Beale fest…

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„Lina Braake“
„Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat“
Lange vor der letzten sogenannten Bankenkrise, nämlich 1975, schuf Berhard Sinkel diesen wunderbaren Film mit Lina Carstens als Lina Braake, Fritz Rasp als Gustav Härtlein, in weiteren Rollen: Herbert Bötticher, Ellen Mahlke, Benno Hoffmann, Rainer Basedow, Erica Schramm, Walter Sedlmayr „Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat“ ist noch einmal am Sonntag, den 26. Juni, um 20 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen.
Lina Braake ist 81 Jahre alt. Sie lebt in einem Mietshaus, wo sie durch den Eigentümer ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt bekommen hat. Als dieser jedoch stirbt, werden seine Schulden mit dem Wert des Hauses aufgerechnet. Das Haus gehört jetzt der Bank. Die Bank beginnt mit der Sanierung des Hauses und bringt Lina Braake in ein Altenheim. Die alte Frau ist darüber erbost, weiß sich allerdings nicht zu helfen. Im Altenheim lernt sie den 84-jährigen pensionierten Bankkaufmann Gustav Härtlein kennen, der wegen diverser Bankbetrügereien entmündigt ist und strafrechtlich nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann. In ihm hat sie den richtigen Partner gefunden, um sich an der Bank zu rächen. Gustav kann Lina davon überzeugen, dass ein Landhaus auf Sardinien der viel bessere Platz für die letzten Lebensjahre sei. Es fehlt ihnen für die Realisierung des Traumes nur das nötige Geld. Aber hierzu hat Gustav eine Idee…

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Inside Job

In seinem Film „Inside Job“, am Montag, den 27. Juni, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen, beleuchtet Oscar-Gewinner (Bester Dokumentarfilm 2011) Charles Ferguson („No End In Sight“) die Hintergründe der globalen Finanzkrise, deren Folgen immer noch nicht ausgestanden sind. Beim perfektesten Verbrechen wurden 20 Billionen US-Dollar vernichtet und Millionen von Menschen verloren ihre Arbeitsplätze und auch ihr Heim, doch niemand scheint wirklich verantwortlich zu sein. In seinem Film verfolgt Ferguson den Aufstieg verantwortungsloser Finanzjongleure und untersucht das korrupte Geflecht aus Banken, Politik, Behörden und Wissenschaft. „Inside Job“ gewann den Oscar 2011 als Bester Dokumentarfilm!
…der mit weitem Vorsprung beste Film zur Bankenkrise, der in Cannes zu sehen war, weil er mit bemerkenswerter Klarheit analysiert, Ursachen, Abläufe und Konsequenzen. Er ist hervorragend recherchiert. Hanns-Georg Rodek in DIE WELT

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