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„Weniger, älter, grüner – Bauen im Spannungsfeld von Demographie und Ökologie“

Beide Zukunftsthemen haben Konsequenzen für die Tätigkeit von Architekten und Ingenieuren und damit für das Bauen in Deutschland. Die Lösung dieser Aufgaben wird mit darüber entscheiden, unter welchen Rahmenbedingungen unsere Kinder und wir zukünftig leben können.

Im Fokus stehen die Hinwendung zur Nutzung regenerativer Energien und die Intensivierung aller Maßnahmen zur Energieeinsparung und CO2-Reduktion. Die Energiewende, so Hans Georg Wagner, Präsident des BDB, wird auch das Gesicht unserer Städte nachhaltig verändern Die Tendenz wird sein, die Städte weg vom Energieverbraucher verstärkt zu Energieproduzenten zu entwickeln:
– Die energetische Nachrüstung der baulichen Bestände muss eine zentrale Aufgabe der nächsten 15 bis 20 Jahre sein. Es steht außer Frage, dass der Einsatz von Energie, Rostoffen und Boden um ein Vielfaches verringert werden muss. Schätzungen besagen, dass rund 40 % der in Deutschland aufgewendeten Primärenergie im Bausektor und hier insbesondere in der Beheizung unserer Wohnungen verbraucht wird.

– Mehr als 80 % der Gebäude in Deutschland sind vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet worden und entsprechen längst nicht mehr heutigen energetische Standards und Möglichkeiten. Demgegenüber beträgt die Sanierungsquote derzeit etwa 1 % des Bestandes pro Jahr.
– Im Jahr 2050 wird mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland über 60 Jahre alt sein und es werden bis dahin ca. 12 Millionen seniorengerechte Wohnungen benötigt, von denen heute nur rund 300.000 vorhanden sind. Außerdem wird bis dorthin die Lebenserwartung beachtlich zunehmen und der Anteil der pflegebedürftigen Bevölkerungsgruppen von gegenwärtig 2,2 Mio. Einwohner auf 4,8 bis 5 Mio. Einwohnern steigen.
– Trotzdem schrumpft der überwiegende Teil der deutschen Städte und Gemeinden, was besondere Anforderungen an die Ver- und Entsorgung sowie die Infrastruktur mit sich bringt.

Um diese Probleme zu lösen, reicht es nicht Fördermitteln bereit zu stellen. Es müssen sowohl Förderprogramme aufgelegt werden, die diesen Aufgaben gerecht werden, als auch privates Kapital über Abschreibungsmöglichkeiten aktiviert werden, das zu wirtschaftlichen Ergebnissen für diese Maßnahmen führt.

Diese prognostizierten Entwicklungen zeigen, wie Hans Georg Wagner ausführte, dass die Gesellschaft für den ökologischen und demografischen Umbau das Know-how, die Beratung und die Planung der technischen Berufe der Architekten und Ingenieure sowie die Umsetzung durch das mittelständische Bauhandwerk benötigt.

Zu diesem Thema wurde einstimmig eine Resolution verabschiedet. Der gesamte Wortlaut wurde auf der Internetseite www.baumeister-online.de veröffentlicht.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017