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An die Pfanne, fertig, los!

Unsere Welt ist ohne Fernsehen nicht mehr vorstellbar. Kein Wunder, dass auch der Kleinkunstwettbewerb um die „Sankt Ingberter Pfanne“ mit diesem Medium eng verbunden ist. Seit vielen Jahren werden nämlich die Siegerbeiträge über die Bildschirme im ganzen deutschsprachigen Raum ausgestrahlt. Das ist 2011 nicht anders, doch einige wichtige Änderung gibt es bei der 27. Woche der Kleinkunst vom 3. bis 9. September in der Sankt Ingberter Stadthalle doch.

Bisher rückten die Kameras des SR-Fernsehens immer zur Preisverleihung an, wo die Sieger des Wettbewerbs erneut ihren in der Woche zuvor gezeigten Beitrag zum Besten gaben. In diesem Jahr wollen die Kameraleute die Spontaneität der Künstler ausnutzen und filmen so jeden Beitrag des Wettbewerbs. Die Preisverleihung am Freitag, 9. September ist somit „fernsehfrei“, was bedeutet, dass die Preisträger durchaus andere Beiträge aus ihrem Programm präsentieren dürfen als bereits zuvor geschehen.

Bekanntlich ist der Besuch der Sankt Ingberter Pfanne auch für das Publikum mit Stress verbunden. Um den etwas zu reduzieren, ist man in der Ingobertusstadt wieder zum bereits in der Vergangenheit bewährten Viertage-Rhythmus zurückgekehrt. Das heißt, an vier Wettbewerbstagen treten jeweils drei Künstler auf. Neu ist, dass nicht nur während der Preisverleihung, sondern auch an jedem Abend der Vorjahresgewinner Phillipp Scharri die Moderation der Beiträge übernehmen wird. Es werden am Ende zwei Jury- und ein Publikumspreis vergeben, jeweils mit einem Anerkennungsbetrag von 4000 Euro verbunden.

Was unverändert blieb: die Jury hatte wieder viele Stunden Arbeit investiert, um die zwölf Beiträge aus über 120 Bewerbungen auszusuchen, die an den vier Wettbewerbstagen für spannende Auftritte sorgen. Gleich zum Auftakt am Freitag, 3. September gibt es Nachhilfe in Sachen Steuerfahndung. Chin Meyer erklärt unter dem Motto „Der Jubel rollt“ das verzwickte System öffentlicher Finanzen und wie man sich davor schützt. Stefan Waghubinger, Bayer mit österreichischen Wurzeln, verliert beim Blick auf die aktuelle Weltlage jede gute Laune, kein Wunder also, dass er sein Programm „Langsam werd‘ ich ungemütlich“ überschrieben hat. Nach diesen beiden wortgewaltigen Beiträgen konzentriert sich am Ende das „Duett Complett“ ganz auf die Kunst des Instrumentenspielens. Da wird man sicherlich bestätigen können: „Musik fliegt in der Luft

Zwei couragierte Damen und ein gelenkiger Herr bestreiten das Programm am Sonntag, 4. September. Margie Kinsky ist eine wahre Urgewalt, wenn sie in verschiedene Rollen schlüpft und ganz nach der Devise „Kinsky legt los“ handelt. Scheinbar zart und zerbrechlich kommt die „Liederfee“ auf die Bühne. Aber der Schein trügt, trotz des sanften Titels „Fee-minin“. Der Abschluss des zweiten Wettbewerbstages entführt schonungslos in die Servicewüste Deutschland. Dass die schon bald grün und fruchtbar wird, dafür sorgt Waldemar Müller, besser bekannt als „der Powerdienstleister“.

Einen Tag Pause gönnen die Künstler dem Publikum, doch am Dienstag, 6. September geht es weiter. Susanne Pätzold, bekannt aus der TV-Parodie „Switch reloaded“, beweist mit Partner Alex Burgos, dass ein perfektes Paar möglich ist – „bis dass der Tanz uns scheidet“. Dass Politiker oftmals das Geschehen auf der Kleinkunstbühne toppen, weiß auch Anny Hartmann. Logisch, dass sie sagt: „Humor ist, wenn man trotzdem wählt“. Musiksport ist anschließend mit der jungen A-Capella-Formation „High Five“ angesagt, denn die fünf talentierten Twens veranstalten auf der Bühne atemberaubende „Mundesjugendspiele“.

Ein wenig ist auch Bob Marley zu Gast in Sankt Ingbert, wenn zu Beginn des vierten und letzten Wettbewerbstages am Mittwoch, 7- September Henning Schmidtke die Bühne der Stadthalle betritt und sehr frei übersetzt: „No Wumme, no cry!“ Wem alles bisher höchst rätselhaft erschienen ist, dem hilft Bernd Regenauer, der meint: „Alles eine Frage der Antwort“. Den Wettbewerb beschließen zwei Damen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das „Duo luna-tic“ hat nämlich viele musikalische Vorbilder, wie schon der Titel des Programms “obladioblada“ erahnen lässt.

Wer es am Ende wirklich ist, der die Pfannen einheimst, das stellt sich bei der Preisverleihung am Freitag, 9. September heraus, wenn die Gewinner zu einem weiteren Auftritt in die Stadthalle kommen.

Abonnements für alle fünf Veranstaltungstage kosten je nach Platzkategorie zwischen 55 und 35 Euro. Es gibt Ermäßigungen für Schüler, Studierende, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger. Abo-Karten ab dem 11. Juli bei allen Proticket-Vorverkaufsstellen in Deutschland oder unter 01803/776842, im Internet unter www.proticket.de. Einzelkarten zwischen 16 und 12 Euro ab dem 8. August. Weitere Informationen auch unter www.sanktingbert.de.

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1865–2017