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Programm der Kinowerkstatt vom 22. – 25. Juli 2011

„Der Mann, der über Autos sprang“ in der Kinowerkstatt.

Die Kinowerkstatt zeigt am Freitag, den 22. Juli, um 19 Uhr, am Samstag, den 23. Juli, um 21 Uhr, sowie am Montag, den 25. Juli, um 18 Uhr „Der Mann, der über Autos sprang“ (Deutschland 2010) von Nick Baker-Monteys mit Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Martin Feifel, Anna Schudt, Mark Waschke, Robert Schupp, Irene Rindje, Justus Carrière (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 6 – Länge: 105 min.)
Das Festivalpublikum von Hof und Saarbrücken war gleichermaßen begeistert, Publikumsrenner war „Der Mann, der über Autos sprang“: Ein Rucksack fliegt über eine Mauer. Kurz darauf klettert ein junger Mann, Julian (Robert Stadlober), über die Mauer und macht sich davon. Es ist der Anfang einer Pilgerreise der ganz besonderen Art: Julian geht zu Fuß von Berlin bis nach Süddeutschland, um durch die Kraft des Gehens den herzkranken Vater seines besten Freundes zu heilen.
Unterwegs trifft er, ein Träumer mit einer Vision auf Ju (Jessica Schwarz), eine Assistenzärztin und pragmatische Realistin, die sich gerade in einer Sinnkrise befindet und nicht mehr vernünftig sein mag.
Die beiden treffen auf Ruth (Anna Schudt), die eigentlich mit Mann und Kinder in die Herbstferien fahren soll, aber sich ihnen einfach zu Fuß anschließt.
Man sieht den geheimnisvollen Julian, gut gespielt von Robert Stadlober, wie er frohen Mutes vorneweg wandert und dabei wirkt wie ein freundliches Alien und zugleich wie der einzig normale Mensch auf der Welt. Stadlober ist es zu verdanken, daß die Gratwanderung des Films letztlich dauerhaft gelingt. Ihm und Baker-Monteys’ ruhiger, pointierter Inszenierung, die es versteht, eine skurrile und gleichsam interessante Atmosphäre aufzubauen und dabei manch erklärendes Wort überflüßig macht.
„Der Mann, der über Autos sprang“ erzählt eine ungewöhnliche Geschichte über Menschen, die auf der Suche nach einer Auszeit unverhofft am Scheideweg ihres Lebens landen.

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Der junge Goethe

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Freitag, den 22. Juli, um 21:45 Uhr, am Sonntag, den 23. Juli, um 20 Uhr, sowie am Montag, den 25. Juli, um 20 Uhr „Goethe“ (Deutschland 2010) von Philipp Stölzl mit Alexander Fehling, Miriam Stein, Moritz Bleibtreu, Volker Bruch, Burghart Klaußner, Henry Hübchen, Hans-Michael Rehberg, Vitus Wieser (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 6 – Länge: 99 min.)
Philipp Stölzls „Goethe!“ zeigt den Dichter in seiner Sturm-und-Drang-Phase. Im Mittelpunkt steht der junge Goethe, der spätpubertierende Stürmer und Dränger. Gerade ist er in Frankfurt durch die Juristenprüfung gefallen, der Vater hat ihn für seine brotlose Dichterei gemaßregelt und zum Praktikum an das Reichskammergericht in Wetzlar verbannt. Dort soll er zwischen staubtrockenen Aktenstapeln einen ebensolchen Beruf erlernen. Doch anstatt sich dem Studium von Paragraphen zu widmen, verliebt er sich.
Zum Film zitieren wir Vielleicht mal keinen Kritiker, sondern die Stimme eines Zuschauers: Meilenstein auf ZEIT – online schrieb:“Ich habe den Streifen gestern im Kino gesehen. Obwohl ich als 18-Jähriger mich ausschließlich zwischen einem Publikum befand, das 30 Jahre alt war, hat mich der Film unglaublich begeistert. Die Komposition zwischen Bild und Szene war hinreißend. Ich habe selten Filme gesehen, dessen Bilder die Handlung so sehr unterstützen wie in „Goethe!“. Freundschaft, Liebe und Trauer – jedes dieser Gefühle wird für den Zuschauer so deutlich, dass die Hälfte der Zuschauer so lange sitzen blieb, bis der Abspann vorbei war. Ich weiß leider nicht inwiefern man die Handlung vollkommen ernst nehmen kann und wie viel für den Film dazugedichtet wurde – aber ich kann nicht mehr tun als ihn zu empfehlen. Ein sehr überzeugender deutscher Film, mit frischen Schauspielern und einem Moritz Bleibtreu in einer selbstironischen Rolle. Letztendlich sehr modernes Kino aus einer alten Zeit, interessant für Schüler, um vielleicht doch mal den Werther zu lesen, und ausgezeichnet für Filmliebhaber und literarisch Interessierte, da unter anderem viel von Goethes Poesie mit in den Film einfließt.“

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