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Erstes Mehrgenerationenprojekt im Kolpinghaus Falkenstein!

Bekocht wurde die Gruppe von 6 Senioren/-innen der Kolpingfamilie Rohrbach im Alter von 74-84 Jahren

Nach dem ersten Kennen lernen, Zimmer beziehen und gemeinsamen Mittagessen mit allen Generationen von 4-84 an einem Tisch, ging es zum Esel- und Maultierhof der Familie Thomas. 6 Esel und 4 Maultiere eroberten für eine Woche die Herzen der Kinder, Pflegetiere wurden ausgesucht, zum Putzen und zum ersten näheren Kontakt zu den liebenswerten Langohren.
Am ersten Tag gab es Kleinstgruppen!
Die erste Gruppe lernte die Eselweiden und die Koppelpflege kennen.
Die zweite Gruppe übte sich in Jonglieren mit Tüchern und Bällen, Diabolo, Einrad fahren und anderen Zirkusaktivitäten mit einem Betreuer. Die 3. Gruppe bastelte Jonglierbälle aus Luftballons, töpferte, malte….
Auf dem kleinen Reitplatz durfte immer im Wechsel eines der Kinder seine ersten Erfahrungen in allen Gangarten auf dem Esel oder Maultierrücken an der Longe machen.
Die Gruppen wurden gewechselt, so dass alle Kinder in alle Angebote hineinschnuppern und im kleinen Kreis die Betreuer und Kinder sich kennen lernen konnten.

Lagerfeuer, Geschichten, Lieder, erste Eselwanderungen rund um Falkenstein, eine spannende Schatzsuche auf der Burgruine Falkenstein, eine Kutschfahrt mit einem Esel/ Maultiergespann zur weißen Grube nach Imsbach mit anschließender Bergwerksführung und… jede Menge Kübel von Wasser, die aus dem Himmel gossen.

Ein gemeinsamer Esel-Videoabend mit Jung und Alt, allabendliches Vorlesen aus dem spannenden Buch „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren, Zirkuskunststücke und Voltigierübungen auf dem Maultier und Eselrücken, Gesellschaftsspiele, eine Nachtwanderung rund um Falkenstein, der Besuch beim Imker Karl Wilding in Falkenstein mit Begegnung der Bienen und Probieren des Honigs, Ernte von leckeren Gemüse bei Familie Thomas im Garten, das auf dem Eselrücken in Körben durchs Dorf zu den fleißigen Köchinnen gebracht wurde, erste kleine Ausritte in allen Gangarten auf den Eseln in kleiner Gruppe ohne geführt zu werden, im Wald, an Seil- und Sicherheitsgurt eine 10 Meter hohe Buche unter Hilfe und Anleitung von Martin Mettner (Kletterspezialist) erklimmen, Höhenängste überwinden, sich etwas zutrauen und mutig auf neue Abenteuer zu gehen, Hunde an der Leine spazieren führen, mit Eseln schmusen und ihnen ihre Sorgen anvertrauen, sich an der Kronbuchhütte von Christa Baum im Wald mit gespendeten Getränken und Suppe verwöhnen lassen.
Die ersten Tage vergingen wie im Fluge. Schnell war das Heimweh vergessen, eine innige Gemeinschaft entwickelte sich und Selbstbewusstsein, Vertrauen zu den Betreuern und der Gruppe, die Liebe zu den Tieren und Freude am gemeinsamen Miteinander prägte das Gruppengeschehen und färbte auf die gesamte Gemeinschaft ab.

Für den letzten Abend meldeten sich einige Besucher an: Mitglieder des Lions Club St. Ingbert, der Kolpingfamilie sowie einige interessierte Falkensteiner, unter ihnen der Ortsbürgermeister Volker Demmerle.

Spontan entstand die Idee, mit einer kleinen Vorführung auf dem Reitplatz auf dem Hof von Familie Thomas, die Besucher eintauchen zu lassen, ihnen einen Einblick in die Erlebnisse der Woche und die Freude am gemeinsamen Tun und Miteinander zu vermitteln. Es entstand eine gelungene, anspruchsvolle und abwechslungsreiche „Zirkusvorstellung“.
Nach einem leckeren gemeinsamen Grillen mit allen Gästen, Köchen, Betreuern und Kindern am Kolpinghaus, rundete ein weiteres kleines Abendprogramm die Freizeit ab. Mit einer, von zwei Mädels eigenständig einstudierten Tanzvorführung, einer Diabolo- Nummer und einer spritzigen Einradvorführung von Raphael Thomas, gemeinsames Vortragen von unseren Lagerliedern, der Überreichung des „Goldenen Kochlöffels“ und mit gebastelten Bienchen geschmückte Honiggläser an die „fleißigen Bienchen“, die eine Woche so lecker und liebevoll jede Mahlzeit kochten und vorbereiteten, sowie der Überreichung einer großen Wanderkartentafel an das Kolpinghaus, bedankten sich die Kinder und Betreuer bei den Sponsoren und der Kolpingfamilie für die wunderschöne Woche.

Als Andenken durfte sich jedes Kind von seinem Lieblingstier ein Hufeisen mitnehmen und einen Kunstdruck der Burg Falkenstein und dem Kolpinghaus, auf dem alle Lagerteilnehmer unterschrieben.

Der Abschied fiel uns Betreuern, sowie den Kindern und den Helfern der Kolpingfamilie richtig schwer. In kurzer Zeit waren wir zu einer innigen, vertrauten Gemeinschaft zusammengewachsen. In gegenseitiger Achtung und Dankbarkeit begegnete man sich, an einer großen Tafel wurde gemeinsam gedankt und gespeist, und die Kinder konnten ein Gefühl von „Großfamilie“ und Geborgenheit erleben.
Als sie am Samstagvormittag dann noch ein letztes Mal ihre ans Herz gewachsenen Langohren drückten, da liefen die Tränen und der Busfahrer hatte seine Mühe, die Kinder wieder für den Heimweg zu motivieren.

Nun hoffen alle auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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