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Neue gemeinsame Qualifizierungsmaßnahme des Saarpfalz-Kreises und der

Dabei handelt es sich um eine zertifizierte und anerkannte Weiterbildungsmaßnahme, die mit einem trägerinternen oder auch mit einem IHK-Zertifikat abschließt.

Walter Meyer, Leiter der UKS Service GmbH: „Es ist das erste gemeinsame Projekt dieser Art zwischen dem Saarpfalz-Kreis und der UKS Service GmbH, seitdem die Zusammenarbeit durch die Beteiligung des Kreises an der Tochtergesellschaft des UKS in 2009 eine neue Qualität erreicht hat.“ Für Walter Meyer war es selbstverständlich, die Bemühungen des Landrates zur verstärkten Vermittlung von Arbeitsstellen zu unterstützen.

Grundlage der Weiterbildungsmaßnahme ist ein bereits Anfang 2008 von Walter Meyer entwickeltes Modell, das auf der Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsprüfung durch Roland Berger im UKS basiert. Dieses Modellprojekt steht für intelligente Einsparmöglichkeiten durch die Übertragung von Tätigkeiten von kostenintensiven zu weniger kostenintensiven Berufsgruppen. Hintergrund ist die zunehmend problematische Krankenhausfinanzierung, die nach intelligenten, krankenhausinternen Lösungen verlangt.

So erstellte Meyer zusammen mit seinem Leitungsteam einen Leistungskatalog zur Übernahme von Pflege-entlastenden Tätigkeiten durch einen speziellen Patientenservice. Zielrichtung war zum einen die Entlastung des Pflegedienstes, damit dieser seiner eigentlichen Pflegeaufgabe gerechter werden kann, und zum anderen die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, da der Pflegedienst für viele Tätigkeiten einfach zu teuer ist. Zu diesen Tätigkeiten zählen unter anderem die Hilfe beim Kofferauspacken, das Aufladen von Telefonwertkarten, das Bettenmachen von mobilen Patienten, Patientenbegleitung zum Beispiel zur Diagnostik und die Darreichung von Speisen und Getränken.

Im vergangenen Jahr beauftragte der Saarpfalz-Kreis die Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums mit der Erstellung der zur erfolgreichen Zertifizierung der Weiterbildungsmaßnahme erforderlichen Rahmenbedingungen. In Zusammenarbeit der Projektleiterin der UKS Service GmbH, Martina Grunder, und der Geschäftsführerin der AQUIS, Dr. Ulrike Zawar, wurde sowohl die Zertifizierung als auch die Anerkennung durch die IHK erreicht.

Die erste Ausbildung begann am 1. August und läuft über vier Monate bis zum Abschluss dieser bundesweit ersten Qualifikation ihrer Art. Der erste Kurs mit zehn Auszubildenden wird auch von Fachdozenten der Tochtergesellschaft des UKS in deren Räumlichkeiten betreut, wobei die praxisbezogene Fachausbildung am Krankenhaus des Saarpfalz-Kreises in St. Ingbert stattfindet. Diese qualifizierte Ausbildung gliedert sich in drei Blöcke theoretischen Unterricht zu je vier Wochen und drei Blöcke zu je zwei Wochen Praxisanleitung im Krankenhaus. Zum Lehrinhalt gehören die Vermittlung der Hygienevorschriften genau so wie die Vermittlung der Fach- und Sozialkompetenz.

Landrat Clemens Lindemann und Walter Meyer von der UKS Service GmbH unisono: „Wir sind davon überzeugt, dass diese neue Qualifizierungsmaßnahme sowohl bei den Krankenhäusern als auch bei der Arbeitsvermittlung auf sehr viel Gegenliebe stoßen wird. Diese neue Perspektive für Arbeitssuchende einerseits und die Entlastung des stark geforderten Pflegepersonals andererseits, ist sowohl aus sozialpolitischer Sicht als auch in Bezug auf Qualität und Wirtschaftlichkeit im Krankenhaus nicht hoch genug einzuschätzen.“

Von besonderem Gewicht wird diese neue Qualifizierungsmaßnahme voraussichtlich auch im Hinblick auf einen zusätzlichen Personalbedarf in den Krankenhäusern sein, der dadurch entstehen könnte, dass die Zivildienststellen ab 1. Oktober. diesen Jahres wegfallen und ein gleichwertiger Ersatz durch Freiwillige derzeit nur schwer abschätzbar ist.

Abrunden lässt sich diese Entwicklung mit dem Kommentar des Landrates Clemens Lindemann: „Ein richtiges Signal zur richtigen Zeit!“

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