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Stille und heimlich Quälgeister- Vortrag über Bienenzucht am kommenden Samstag im Forum

Bekannt ist, dass die Honigbiene schon seit Jahren von einer Milbe,
Varroa destructor genannt, als Parasit, der auf den Bienen und Ihrer
Brut lebt, geplagt wird. Einst vor Jahren aus fremdem Landen in
Mitteleuropa eingeschleppt, können sich die heimischen Bienen nicht
selbst gegen den Parasiten wehren, der ihnen quasi „still und heimlich“
das „Bienenblut“ aussaugt. Verhaltensweisen, die Milben einfach
abzustreifen oder kaputt zu beißen, haben unsere Honigbienen in der
kurzen Zeit nicht entwickeln können. In der Forschung versucht man
diesen Evolutionsschritt durch Züchtung zu beschleunigen.

Die sogenannte Varroa-Toleranzzucht soll Bienen finden, die sich selbst
gegen den Parasiten wehren können. Da die Varroa in Verdacht steht,
zusammen mit anderen Krankheiten auch für das inzwischen auch bekannten
„Bienensterben“ im Winter verantwortlich zu sein, geht der Vortrag auch
auf weitere Bienenkrankheiten ein wie die Nosema-Krankheit.

Dr. Ralph Büchler zeigt eine aktuelle Bestandaufnahme der
Varroatoleranzzucht und stellt den Zusammenhang zwischen Völkerführung,
Varroabefall und auch der Erkrankung „Nosema ceranae“ vor. Büchler
behauptet, dass Selektion und der züchterische Erfolg sich nur
einstellen, wenn die Imker selbst genau hinschauen. Varroa und Nosema
ceranae haben seiner Meinung nach viel zu tun mit den Lebensbedingungen
der Bienen und der Völkerführung durch den Imker. Eine
Wunderzuchtkönigin scheint nicht die Lösung aller Probleme zu
bringen. Die Kreisverwaltung und der Kreisverband der Imker im
Saarpfalz-Kreis freuen sich auf einen regen Besuch der
Vortragsveranstaltung.

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