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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert vom 12. – 14. August 2011

Mütter und Töchter

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49 zeigt am Freitag, 12. August, un 19 Uhr, am Sonntag, den 14. August, um 20 Uhr, sowie am Montag, den 15. August, um 20 Uhr „Mütter und Töchter“ (USA / Spanien 2009 – Originaltitel: Mother and Child – Regie: Rodrigo García mit Naomi Watts, Annette Bening, Kerry Washington, Samuel L. Jackson, Jimmy Smits, S. Epatha Merkerson, Cherry Jones, David Morse (FSK: ab 12 – Länge: 126 min. – Start: 28.4.2011)

'Mütter und Töchter' – selten wird das Kernpublikum eines Films so klar im Titel definiert. Schließlich handeln alle drei Geschichten, die Rodrigo García in seinem 2009 produzierten Drama zusammenfließen lässt, von nichts anderem: von Müttern und von Töchtern, verfangen in einem komplizierten Beziehungsgeflecht, gespielt von starken Schauspielerinnen. Ein paar Männer tauchen trotzdem auf. Der Vollständigkeit halber.

Alejandro González Iñárritu hat es vorgemacht. Mit „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“ hat der mexikanische Filmemacher drei international ausgezeichnete Werke geschaffen, die vor allem durch ihre raffinierte Episodenstruktur beeindrucken. Die kunstvoll miteinander verstrickten Episoden werfen Fragen nach der Schicksalhaftigkeit menschlichen Lebens und den Konsequenzen menschlichen Verhaltens auf. Iñárritus Landsmann Rodrigo García, Sohn des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez, hat es ihm nachgemacht. Zuvor schon hatten die beiden zusammengearbeitet, nun hat sich Regisseur García für seinen aktuellen Film erneut Iñárritu als verantwortlichen Produzenten ins Boot geholt und sich dessen formales Markenzeichen ganz offensichtlich zum Vorbild genommen: Mütter und Töchter erzählt von drei Frauen, deren Schicksale eng miteinander verknüpft sind.
„Subtil, lakonisch und sensibel beschäftigt sich MÜTTER UND TÖCHTER mit Mutter-Tochter-Beziehungen in unterschiedlichsten Facetten. Dabei erweist sich Regisseur Rodrigo García („Nine Lives“) als Meister im Erkunden von Seelenlandschaften. Naomi Watts („21 Gramm“), Annette Bening („American Beauty“) und Kerry Washington („Ray“) spielen drei Frauen, die auf ganz verschiedene Weise versuchen, mit den Verletzungen aus ihrer Vergangenheit umzugehen. MÜTTER UND TÖCHTER ist eine intensive Studie über verpasste Chancen, neue Möglichkeiten, unerfüllte Träume und über das Streben nach Glück.“

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Full Metal Village – Max-Ophüls-Preis Gewinner 2007

Immer am ersten Wochenende im August findet in einem kleinen schleswig-holsteinischen Dorf (Wacken) das gleichnamige Metal-Festival statt. Dann stehen 2000 gutbürgerliche Einwohner 40.000 und mehr ausgewachsenen Schwermetallern gegenüber. Zwei Kulturen prallen aufeinander, symbolisiert durch Kirchenchor und gotteslästerliche Combos. Aber der kleine Ort lebt auch von den Nebeneinkünften. Und manchen begeistert der Mentalitätswandel gar. Der Film „Full Metal Village“ (Deutschland 2007 – Regie: Sung-Hyung Cho – Darsteller: (Mitwirkende) Uwe Trede, Lore Trede, Klaus H. Plähn, Norbert Venohr, Birte Venohr, Ann-Kathrin Schaack, Malena Schaack Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ohne Altersbeschränkung – Länge: 90 min., der am Freitag, den 12. August, um 21:45 Uhr und am Montag, den 15. August, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt läuft, ist eine
witzige Doku über ein verschlafenes Dorf, das alljährlich zum Metal-Mekka mutiert. Die Koreanerin Sung Hyung Cho gewann mit ihren skurrilen Einsichten über den Umgang der Bewohner mit dem Massenphänomen den renommierten Max-Ophüls-Preis 2007.
Die erste Stunde widmet sie sich dem beschaulichen Leben im Dorf an Hand einiger ausgewählter Charaktere.
Unter ihnen: Bauer Uwe Trede und seine Frau Lore, die die Felder für Festival und Camping zur Verfügung stellen und die als einzige den Überblick behalten. Der hochbetagte Bauer Plähn, der es nicht stehen lassen kann, wenn man den Unterschied zwischen Kuh und Kalb nicht erkennt und sich auch nicht beim rauchen stören lässt, wenn seine Katze aus der gerade abgefüllten Milchkanne trinkt. Der arbeitslose Prolet Norbert, der einst das Festival mit ins Leben rief, aber bevor es groß wurde ausstieg, weil erglaubte, man würde sich finanziell verheben. Sowie seine Söhne. Und ja, sie heißen Kevin und David. Hinreißend sind auch Oma Irmchen und ihre sechzehnjährige Enkelin Katrin, die eine seltsame Fixierung auf den zweiten Weltkrieg mit sich herumträgt…
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„The Masters Touch – Hitchcocks meisterliche Handschrift“ (Dokumenation,57:32 min)

Zum Geburtstag von Alfed Hitchcock zeigt die Kinowerkstatt die Dokumentation „The Masters Touch – Hitchcocks meisterliche Handschrift“ am Samstag, den 13. August, um 20 Uhr.

Hitchcock persönlich erklärt seinen Stil und sein Kino: „… im Kino hägt eine rechteckige Leinwand und es gilt, diese rechteckige Leinwand mit einer Bildfolge zu füllen, ein Bild nach dem anderen.“ (Originalton). Hollywood-Regisseure wie Martin Scorsese, Curtis Hanson, u.v.a. äußern in dieser faszinierenden umfassenden Dokumentation ihre Bewunderung für Hitchcock, diesen Meister der visuellen Erzählkunst. Hitchcock erklärt anhand des berühmten Beispiels mit der Bombe unterm Tisch den Unterschied zwischen Spannung und Überraschung, die nach 10 Sekunden verpufft ist. Spannung dagegen kann man beliebig lange aufrecht erhalten. Dies alles ist in selten gezeigten Originalinterviewszenen mit dem Meisterregisseur und Originalfilmausschnitten zu sehen.

Im Anschluß um 21 Uhr läuft
„Der unsichtbare Dritte“ – „North by Northwest“

Alfed Hitchcock, Autorenfilmer und Meister des Suspense, hat Geburtstag: Er wäre am 13. August 2011 102 Jahre alt geworden. Ein Termin, den die Kinonowerkstatt mit einem seiner Lieblingsfilme würdigt: „North by Northwest“ mit Cary Grant, Eva Marie Saint, James Mason, Jessie Royce Landis, Leo G. Carroll, in einer in Bild und Ton restaurierten Fassung. Und er muss in der Originalversion gezeigt werden (natürlich mit deutschen Untertiteln). Nur in der Original Tonfassung ist der volle Stereo-Dolby-Ton einer eigens angefertigten englischen Dolby Digital 5.1-Abmischung zu geniessen.
Der Inhalt ist ein klassisches „Der-falsche-Mann“-Szenario: Gary Grant ist Roger O. Thornhill (Initialien ROT), ein leitender Angestellter in der Werbebranche, der von feindlichen Spionen für einen verdeckten Ermittler der USA namens George Kaplan gehalten wird. Überzeugt davon, dass diese finsteren Gesellen (James Mason als Boss und Martin Landau als sein Handlanger) ihn töten wollen, flieht Roger und trifft eine anziehende Fremde im Zug (Eva Marie Saint), mit der er einen der längsten und verschlungendsten Küsse der Filmgeschichte austauscht.
Und es gibt natürlich auch die berühmten Schauplätze: den Mord durch ein Messer im Gebäude der Vereinten Nationen, die Attacke des Giftmittel spritzenden Flugzeugs im Kornfeld (wo der Fußgänger keine Möglichkeit hat, sich zu verstecken) und das spannende Finale auf den steinernen Gesichtern des Mount Rushmore. Dazu das glänzende Drehbuch von Ernest Lehman und die den Puls beschleunigende Filmmusik von Bernard Herrmann.

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Wiederholung: „Was du nicht siehst“
Den Debutfilm des Österreichers Wolfgang Fischer, den viele wegen der Ferienzeit verpasst haben, zeigt die Kinowerkstatt auf vielfachen Wunsch noch einmal am Sonntag, den 14. August, um 18 Uhr. Sommer in der Bretagne

„Was du nicht siehst“ (Deutschland / Österreich 2009) von Wolfgang Fischer mit Ludwig Trepte, Frederick Lau, Alice Dwyer, Bibiana Beglau, Andreas Patton, Bernhard Baron Boneberg (Prädikat: wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 89 min. ist ein beeindruckendes Sommerspiel (FAZ), ein kleines Meisterwerk (DER SPIEGEL), ein imposanter Psychothriller (VARIETY) –
„Tosende Brandung an der französischen Atlantikküste. Sommer in der Bretagne: Ein junger Mann. Seine Mutter. Ein Mann an ihrer Seite, der sich wie ein Vater benimmt. Ein Haus am Meer. Ein Hund. Ein roter Ball. Strandspaziergänge. Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Wald mit hohen Bäumen. Eine heruntergekommene Nachbarvilla. Ein schönes Mädchen. Ein anderer junger Mann. Alle im gleichen Alter. Die Bühne ist bereitet für ein Psychodrama.
Der 17-jährige Anton ist neugierig auf die seltsamen Nachbarn. Irgendetwas Geheimnisvolles geht von ihnen aus. David wirkt provozierend, rau, gewalttätig und so frei, wie es nur ein Geist sein kann…
„Was du nicht siehst“ ist einer dieser Filme, über den man nicht allzu viele Details der Geschichte verraten darf: Die Intensität der Stimmungen in diesem Film, soviel darf jedoch verraten werden, ist außergewöhnlich in der deutschen Kinoszene.“(Josef Schnelle, dradiokultur)

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