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Squash: Erster Saisonsieg verpasst – Unentschieden gegen Bremen

Nichts war es mit dem ersten Sieg in dieser Saison für den 1. SRC Wiesental, St.Ingbert. Gegen Koblenz schlug sich die Truppe um den Profi Bradley Ball wacker und schrammte an einem Punktgewinn vorbei, kam zu Hause aber gegen einen starken Bremer SC nicht über ein Unentschieden hinaus.

In der Freitagsbegegnung gegen Koblenz standen die Vorzeichen nicht sehr günstig: Stammspieler Simon Krewel musste mit einer noch nicht ganz auskurierten Erkältung antreten, da die Ersatzspieler Tobias Baab und Christian Bernard ebenfalls krank oder nicht verfügbar waren. Unter diesen Bedingungen hatte er gegen den ohnehin schon hochfavorisierten Tim Weber keine großen Chancen: Weber, der als aktuelle Nummer Acht der deutschen Rangliste auf Position 4 in der Bundesliga kein Spiel verlieren dürfte, gab sich zu keiner Zeit eine Blöße und besiegte Krewel glatt mit 3:0.
Markus Voit auf Position 3 musste nun gegen den neuen Bundestrainer Oliver Pettke für den Ausgleich sorgen, allerdings zeigte sich sehr schnell, dass Voit einen schlechten Tag erwischt hatte: Sein Spiel war nicht flüssig, es unterliefen ihm zu viele Fehler. Am Ende stand es erneut 3:0 für Koblenz.
Damit blieb der Punktgewinn wieder den beiden St. Ingberter Spielern auf den Toppositionen, Johannes Voit und Bradley Ball, überlassen. Letzterer legte in seinem Match gegen Laurens Jan Anjema auch los wie die Feuerwehr. Der erste Satz ging deutlich mit 11:6 an den Engländer. Doch im Verlauf der Partie fing sich der Niederländer Anjema und zwang Ball mit seinem variablen Spiel immer wieder zu Fehlern. Mit jeweils 11:3 gingen Satz zwei und drei an Anjema. Auch im vierten Satz zeichnete sich ein klarer Sieg für den Niederländer ab, aber Ball zeigte Kampfgeist und wehrte sechs Matchbälle ab, um auf 10:10 auszugleichen. Ein Fehler und eine – beider Seiten zufolge – krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters entschieden aber schließlich die Partie für Anjema.
Das Spiel an Position 2 hatte damit erneut nur statistischen Wert. Johannes Voit siegte in einem hart umkämpften Match mit 3:2 gegen Hansi Seestaller, der am Ende kein Mittel gegen die zermürbend langen Ballwechsel von Voit fand.

Mehr Spannung versprach dagegen die Partie am zweiten Adventstag. Zu Gast war der 1. Bremer SC, gegen den der 1. SRC Wiesental, St.Ingbert den ersten Saisonsieg feiern wollte. Der Grundstein sollte dabei von einem der beiden Spielern auf den hinteren Positionen gelegt werden.
Simon Krewel erwartete in seiner Partie mit Norman Junge ein Mitglied der Jugendnationalmannschaft mit bereits beachtlichen Erfolgen. Doch die Titel seines Gegners ließen Krewel ziemlich unbeeindruckt. Mit druckreichem Angriffsspiel versuchte Krewel von Beginn an Akzente zu setzen, allerdings versäumte er es in den Ballwechseln den Schlusspunkt zu setzen. Es entwickelte sich ein unterhaltsames, abwechslungsreiches Spiel, das von guten Volley-Shots und Dropshots geprägt war. Zum Leidwesen der Zuschauer konnte Gästespieler Junge aber die Sätze jeweils knapp für sich entscheiden. Er verwandelte seinen ersten Matchball im Tie-Break des dritten Satzes zum 3:0-Erfolg.
Auf Position 3 traf Markus Voit auf Heiko Schwarzer, was zumindest dem Papier nach eine vielversprechende Begegnung hätte sein müssen. Doch Voit konnte wie bereits am Freitag seine Leistung nicht abrufen und wurde mit 0:3 unter Wert geschlagen. Durch die fehlende Konstanz im Spiel hatten sich vermehrt Fehler eingeschlichen, die Schwarzer durch eigene Punktgewinne zu einem komfortablen Vorsprung und schließlich zum Sieg verarbeiten konnte.
Gegen den Südafrikaner Clinton Leeuw ging man von einer einfachen Partie für den englischen Profi Bradley Ball aus. Doch auch die in dieses Spiel gesetzten Erwartungen wurden nicht erfüllt: Ball dominierte die Begegnung selten und hatte starke Probleme mit dem wieselflinken Leeuw. Die Partie kippte ein ums andere Mal und beide Spieler kamen abwechselnd zum Satzerfolg, bis schließlich der 5. Satz die Entscheidung bringen musste. Mit dem unbedingten Willen seiner Mannschaft noch ein versöhnliches Weihnachtsfest zu bescheren ließ Ball im finalen Satz aber seine Klasse doch nochmals aufblitzen und deklassierte Leeuw mit 11:5.
Dieser 3:2-Erfolg bot Johannes Voit für das letzte Match die Gelegenheit, mit einem Sieg noch ein 2:2-Unentschieden und damit auch einen Punktgewinn zu sichern. Dabei traf er ausgerechnet auf André Haschker. Jener Haschker, der im September bei den 25. Wiesental Open das Finale gegen Voit mit 3:1 gewonnen hatte.
„Hochkonzentriert und diszipliniert“, nannte Voit im Vorfeld seine Mittel zum Sieg gegen den konditionell starken Haschker. Und es wurde eine enge Partie.
Voit konzentrierte sich einmal mehr darauf, die Ballwechsel so lange wie möglich zu machen, um sich eine optimale Möglichkeit zum Punktgewinn herauszuarbeiten. Diese Taktik ging im ersten Satz voll auf, den er knapp mit 11:9 für sich entschied. Im Folgesatz jedoch kam Haschker besser zurecht und zog schnell auf 9:2 weg. Mit viel Herzblut kämpfte sich Voit nochmals auf 9:8 heran, jedoch musste er schließlich der Aufholjagd Tribut zollen und konnte zwei Punktgewinne Haschkers nicht verhindern.
Was folgte war pure Ausdauer und Kampf. Die Ballwechsel zogen sich ewig hin, während Haschker im Verlauf des Satzes seine Fehlerrate unnötig erhöhte, ohne dabei einen Ball aufzugeben. So kam es, dass Voits hart erarbeiteter Vorsprung von 9:1 nochmals auf 9:7 schrumpfte, als Haschker seine Spielweise defensiver ausrichtete. Doch Voit gab den Satz nicht mehr aus der Hand und siegte mit 11:8. Mit großem Selbstvertrauen startete er auch daraufhin im vierten Satz und entschied diesen souverän mit 11:6 für sich.
„Ich bin hochzufrieden. Das es so gut geklappt hat, hätte ich im Vorfeld nicht erwartet. Mit dem Unentschieden können wir im Endeffekt zufrieden sein, da Bremen heute eine starke Leistung gezeigt hat und wir auf den hinteren Positionen leider keinen guten Tag erwischt haben.“, bewertete ein am Ende glücklicher Johannes Voit die Partie gegen die Weser-Städter.

Durch das Unentschieden gelang dem 1. SRC Wiesental, St.Ingbert zur Winterpause auch der Sprung von den Abstiegsplätzen auf Platz 6. Da München-Solln mit 0:4 gegen Stuttgart unter die Räder kam, profitiert die Mannschaft von dem besseren Match-Verhältnis.

Begegnung des 5. Spieltags:

Schängel SC Koblenz – 1. SRC Wiesental, St. Ingbert
3:1

Spieler Satz1 Satz2 Satz3 Satz4 Satz5 Punkte Sätze
LJ Anjema : Bradley Ball 6:11 11:3 11:3 12:10 39:27 3:1
Hansi Seestaller : Johannes Voit 7:11 11:9 11:7 2:11 9:11 40:49 2:3
Oliver Pettke : Markus Voit 11:7 11:4 11:2 33:13 3:0
Tim Weber : Simon Krewel 11:9 11:5 11:1 33:15 3:0

Begegnung des 6. Spieltags:

1. SRC Wiesental, St. Ingbert – 1. Bremer SC
2:2

Spieler Satz1 Satz2 Satz3 Satz4 Satz5 Punkte Sätze
Bradley Ball : Clinton Leeuw 11:8 5:11 11:6 7:11 11:5 45:41 3:2
Johannes Voit : André Haschker 11:9 8:11 11:8 11:6 41:34 3:1
Markus Voit : Heiko Schwarzer 9:11 6:11 2:11 17:33 0:3
Simon Krewel : Norman Junge 6:11 9:11 10:12 25:33 0:3

Die aktuelle Tabelle

Platz Mannschaft Einzelp. Sätze Matches Punkte
1 Sport-Insel Stuttgart 853:616 68:19 21:3 11:1
2 Paderborner Squash Club 837:574 64:19 20:4 10:2
3 Schängel Squash Club Koblenz 830:654 57:30 16:8 9:3
4 Black & White RV Worms 795:796 44:45 12:12 8:4
5 1.Bremer SC 747:823 40:50 10:14 5:7
6 1.SRC Wiesental, St. Ingbert 676:847 27:61 7:17 2:10
7 SC München-Solln 580:845 19:63 5:19 2:10
8 Squash Insel Taufkirchen 671:834 27:59 5:19 1:11

Die Bundesliga-Saison überwintert für kurze Zeit, ehe es im neuen Jahr am 12. und 14. Januar mit dem nächsten Doppel-Spieltag weitergeht.
An dem Wochenende findet schon traditionell der nahtlose Übergang in die Rückrunde statt: im letzten Heimspiel der Hinrunde trifft der 1. SRC Wiesental, St. Ingbert am 12. Januar auf den bayrischen Konkurrenten aus Oberbayern, die Squash Insel Taufkirchen. Sonntags reist das St. Ingberter Team dafür in die Münchner Vorstadt, um gegen denselben Gegner die Rückrunde einzuläuten.

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