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Einladung zur Einweihung des 1. Teils des westlichen Grenzsteinweges

Namensgeber für den Grenzsteinwanderweg sind die zum größten Teil im Original erhaltenen Grenzsteine, an denen der Weg entlang führt.
Dieser Wanderweg folgt dem historischen Grenzverlauf zwischen dem Fürstentum Nassau-Saarbrücken auf Sulzbacher Seite und dem Kurfürstentum Trier (bis 1661), bzw. später der Grafschaft von der Leyen auf Sankt Ingberter Seite (bis 1793). Diese Grenze verlief noch später als Kantonsgrenze unter der französischen Verwaltung im Department Sarre bis 1813, ab 1814 trennte sie Deutschland und Frankreich und ab 1816 bis 1919 Preußen und Bayern.
Diese Grenze und damit auch der Wanderweg verlaufen etwa neun Kilometer von Elversberg über Schnappbach und Sechseichen bis Rentrisch.
Einen kleinen Teil der Strecke wollen wir im Anschluss an die röffnungsfeierlichkeiten gemeinsam erwandern.

Eine genaue Vermessung des Sankt Ingberter Bannes in Gemeinschaft mit den
Nachbarn fand erst in den Jahren 1761, 1764 und 1768 statt,, wobei die alten
Grenzmarkierungen durch neue gehauene Grenzsteine ersetzt wurden.
Sankt Ingbert war in jener Zeit eine Enklave – ein von fremden Gebieten (Fürstentum Nassau-Saarbrücken, Herzogtum Zweibrücken, Herrschaft Hasel, Propstei Ensheim des Klosters Wadgassen) eingeschlossener Teil – der Grafschaft von der Leyen.
Der gesamte Sankt Ingberter Bann wurde neu abgesteint. Die Steine zwischen
Sulzbach und Sankt Ingbert wurden 1768 gesetzt.
Prof. Dr. Wolfgang Krämer schreibt in seinem geschichtlichen Heimatkundebuch „St. Ingbert und seine Vergangenheit“: „Mit ihren verschiedenen Wappen, Namen, Hoheitszeichen und Jahreszahlen gehören die Grenzsteine zweifellos zu unseren schönsten Heimatdenkmälern.“
Die noch vorhandenen alten Grenzsteine sind Bestandteil der Geschichte unserer Region, sind Zeugen der Vergangenheit, kleine Kulturdenkmale am Wegesrand.
Diese bedürfen eines besonderen Schutzes. Dazu ist die amtliche Denkmalpflege überfordert. Deshalb ist es an der Zeit, dass gemeinsam dafür etwas getan wird. Die Stadtverwaltungen von Sulzbach und Sankt Ingbert haben es mit Unterstützung des Saarforst-Landesbetriebes und der Heimat- und Verkehrsvereine so weit gebracht, dass am 30. August 2011 um 11 Uhr der 1. Teil des westlichen Grenzsteinweges von Sulzbach/Schnappach bis zum Gehnbach der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017