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Buchvorstellung „Blicke wie Pfeile“

Zum Jahresende darf sich die Öffentlichkeit auf eine neue Publikation zum Werk des Malers Albert Weisgerber (1878-1915) freuen.

Die im Reimer-Verlag erschienene Publikation (280 Seiten mit 31 Farb- und 60s/w-Abbildungen) des Kunsthistorikers Bernd Apke beschreibt anhand der Selbstporträts und zahlreichen Darstellungen des Hl. Sebastian erstmals die innere Biografie von Albert Weisgerber und setzt dessen Werk in Beziehung zu Werken unter anderem von Egon Schiele, Edvard Munch und Odilon Redon. Damit erhält die Forschung zu Albert Weisgerber, dem „süddeutschen Beckmann“, eine neue Grundlage.

Seit 1900 setzten sich Künstler in Selbstporträts verstärkt mit ihrem Körper auseinander. Neben Egon Schiele oder Richard Gerstl experimentiert auch der aus St. Ingbert kommende und in München arbeitende Albert Weisgerber damit.

Seine ungewöhnlichen Selbstinszenierungen sind Ausdruck einer Krise im Rollenverständnis als Mann und Künstler. In den Darstellungen des Hl. Sebastian entwickelt Weisgerber dann Lösungen, die er auf die Selbstporträts überträgt.

Bernd Apke studierte Kunstgeschichte, mittelalterliche sowie neuere und neueste Geschichte und Katholische Theologie in München, Basel und Frankfurt am Main. Bis 2006 war er Wissenschaftler am Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Bernd Apke ist zeitweise Lehrbeauftragter der Fachhochschule Münster und Kunstkritiker.

Die im Rahmen einer Dissertation entstandene Publikation wird am Donnerstag, 21. Dezember, um 19 Uhr von Bernd Apke im Museum Sankt Ingbert vorgestellt.

Zur Veranstaltung im Museum Sankt Ingbert in Kooperation mit der Unionstiftung sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017