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Kinowerkstatt: Das Leben der Anderen, Wie im Himmel

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt am Freitag, den 22. Dezember, um 19 Und 21.45 Uhr noch einmal „Das Leben der Anderen“ (Deutschland 2005) von Florian Henckel von Donnersmarck mit Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Thomas Thieme u. a.
Florian Henckel von Donnersmarcks grandioses Regiedebüt über die Machenschaften der Stasi ‚Das Leben der Anderen‘ ist ein intensiver, packender Thriller und eine ergreifende Liebesgeschichte zugleich. Ostberlin, 1984. Stasi-Hauptmann Gerd Wiesel (Ulrich Mühe) ist ein ganz harter Hund. Eiskalt setzt er seinen Verdächtigen im Verhör so lange zu, bis sie alles und jeden verraten. Auf Wunsch des Kulturministers, der hinter der Schauspielerin Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) her ist, soll er sie und ihren Lebensgefährten, den Dramatiker Georg Dreymann (Sebastian Koch), überwachen. Für Wiesler ein Job wie tausend andere zuvor: Wohnung verwanzen, Nachbarn einschüchtern, observieren rund um die Uhr, dunkle Punkte finden. Doch diesmal läuft etwas aus dem Ruder. Zunehmend fasziniert ihn die freigeistige Clique rund um das Künstlerpaar. Die Gespräche über Kunst, Liebe, Freiheit und Wahrhaftigkeit geben ihm Einblicke in „Das Leben der Anderen“, die auch sein Leben verändern.
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Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, jeweils um 20 Uhr läuft „Wie im Himmel“ (Schweden 2004) von Kay Pollak mit Michael Nyqvist, Frida Hallgren, Helen Sjöholm u.a. Eine kleine Dorfgemeinde im abgelegenen Norden Schwedens erwacht durch den neuen Kantor Daniel Daréus aus einem Trott aus Konventionen, der dem Einzelnen jahrelang eine individuelle Entfaltung versagte. Dabei ist Daréus, der eine regelrechte Befreiungsbewegung unter den Chormitgliedern lostritt, nicht einmal eine richtige Lichtgestalt, sondern viel eher einer von ihnen. So wie sie ihr Leben in verlogenen Moralvorstellungen fristen, hat auch er sich vom Leistungsdruck seiner musikalischen Karriere vereinnahmen lassen. Im Grunde ist er, der sich nach einem Herzinfarkt von den Bühnen der Welt in das Dorf seiner Kindheit zurückzieht, sogar der Einsamste unter ihnen. Die Proben werden damit nicht nur für die Gesangsamateure, sondern vor allem für den Lehrer selbst zur Therapie, zum Ausweg aus der inneren Isolation.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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