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Sonntag, 17. Dezember 2017 · bedeckt  bedeckt bei 0 ℃ · Weihnachtsfeier der Bergkapelle in der RohrbachhalleX-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter Handke

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Kinowerkstatt: Little Miss Sunshine

(USA 2006 R: Jonathan Dayton, Valerie Faris D: Greg Kinnear, Toni Collette, Steve Carell, Paul Dano, Abigail Breslin, Alan Arkin, Jill Talley, Justin Shilton, Paula Newsome, Wallace Langham 99 Min.), zu sehen am Freitag, den 5. Januar, um 19 und 21.45 Uhr, am Samstag, den 6. Januar, um 21 uhr, am Sonntag um 16 und 20 Uhr, sowie am Montag um 20 Uhr.

Im runtergekommenen VW-Bus macht sich die Familie Hoover auf den langen Weg nach Redondo Beach in Kalifornien, wo das jüngste Familienmitglied Olive an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen will. Auf dem Weg dorthin muss die Familie mit sich selbst klar kommen, was sich angesichts der zahlreichen Probleme schwierig gestaltet. Vater Richard ist erfolgloser Motivator und geht seiner Frau Sheryl damit mächtig auf den Nerv. Olives Bruder Dwayne hat das Reden hingegen komplett aufgegeben, der Großvater kämpft unverdrossen gegen seine Heroinsucht und der Bruder von Sheryl hat gerade einen Suizidversuch wegen Liebeskummer hinter sich.

Es lohne sich „allein der Schlusssequenz wegen, Little Miss Sunshine anzugucken. Denn hier schlägt der Film noch einmal einige sehr vergnügliche Haken“.

Die Moral dieser „bissigen, heiteren und durchaus realistischen Satire auf den American Way of Life“ sei es, „dass es in Zeiten eines übersteigerten Neoliberalismus und seines grotesken Zwangs zum Erfolg letztlich auszeichnungswürdig ist, wenn man als glücklicher, aber humaner Loser durch die Welt stolpert.“

Zu entdecken ist in diesem Film, wie auch in Borat, eine „neue Tendenz, humanistische Werte in der Verpackung schriller Grotesken zu verkaufen“. Der Kritiker weist auf eine bestimmte Quelle für den Film hin: Michael Arndts „klug gebautem Drehbuch“ sei es gelungen, Figuren, die einem Robert-Crumb-Comic entstammen könnten, eine einnehmende Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Insgesamt ist Litte Miss Sunshine eine wunderbar humorvolle Komödie, die jeden Cent des Eintrittsgeldes wert ist. Glücklicherweise wird hier nicht nur unterhalten, sondern auch eine Message mitgegeben, die aber gekonnt platziert ist und eher unterschwellig als mit der Brechstange kommuniziert wird.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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