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Zum literarischen Werk von Ludwig Meidner

Als Maler, Graphiker und Schriftsteller gehörte Ludwig Meidner (1884 -1966) zum Mittelpunkt der expressionistischen Szene Berlins.

Ein Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Sauder gibt nun Gelegenheit, den renommierten Künstler auch als Literaten wieder neu zu entdecken. Am Donnerstag, 25.Januar, 19 Uhr, spricht der Literaturwissenschaftler über den Ausnahmeexpressionisten als Maler und Autor. Der bedeutende Beitrag findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung des Museums Sankt Ingbert „Ludwig Meidner. Weltentaumel. Die expressionistische Werkphase im Museum (4. OG), Am Markt 7, statt.

Meidners literarisches Oeuvre umfasst neben seinen beiden Prosasammlungen „Septemberschrei“ (veröffentlicht 1920 bei Paul Cassirer) und „Im Nacken das Sternemeer“ (1918 herausgegeben bei Kurt Wolff), kleine Gedichte und Aufsätze. Diese sind der Ertrag der im Jahr 1913 regelmäßig stattfindenden „Jour fixe“ in Meidners Atelier. Bei diesen Diskussionsabenden in Meidners Dachkammer kamen Künstler und Literaten der expressionistischen Avantgarde zusammen. Teilnehmer waren etwa Jakob von Hoddis, Kurt Hiller, Albert Ehrenstein, Paul Zech und andere.

Die Prosatexte sollen im Mittelpunkt des Vortrages stehen. Sie sind Ausdruck der Verbundenheit Meidners mit den expressionistischen Autoren. Die enge Beziehung Meidners zur Literatur schlägt sich gleichwohl in zahlreichen Dichterporträts nieder, die auch in der St. Ingberter Ausstellung zu sehen sind. Wenn man zu Meidner ins Atelier kam, wurde man gezeichnet. In diesen eindrucksvollen Bildnissen erforschte er die menschliche Psyche und dokumentierte die psychische Gestimmtheit maßgeblicher Protagonisten der literarischen und künstlerischen Avantgarde. Damit schuf er eine Galerie bedeutender Autoren des Expressionismus und setzte Ihnen mit seiner Kunst ein frühes Denkmal.

Die Albert-Weisgerber-Stiftung und das St. Ingberter Literaturforum (ILF) laden alle Interessierten zu dem Vortrag ein. Der Eintritt ist frei

Die Ausstellung, die noch bis zum 11. Februar dauert, ist auch an diesem Abend für Besucher geöffnet.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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