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Bilanz 2005 der Saar-Auffangstationen: Turmfalken waren die häufigsten „Pflegekinder“

Insgesamt konnten im vergangenen Jahr mehr als 620 Tiere in den saarländischen Auffang- und Pflegestationen aufgenommen und vor dem sicheren Tod gerettet werden. Für die Betreuer der vier saarländischen Auffang- und Pflegestationen gab es deshalb jede Menge Arbeit: die Aufnahme, Pflege, Betreuung und nicht zuletzt auch die Auswilderung von Wirbeltieren der besonders geschützten Arten erforderten von den ehrenamtlichen Tierschützern eine Menge Einsatz und Engagement.

„Die Arbeit, die von den ehrenamtlichen Betreuern in den Auffang- und Pflegestationen geleistet wird, ist nicht nur sehr zeitintensiv. Sie ist außerdem auch äußerst anspruchsvoll und erfordert von den Mitarbeitern ein großes Maß an Sachverstand und Fachkenntnis. Denn jedes Tier hat seine eigene Geschichte und bedarf im Einzelfall einer individuellen Pflege“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. „Auch die Artenvielfalt der Tiere, die in den Auffang- und Pflegestationen betreut werden, ist erstaunlich: denn die mehr als 620 Einzeltiere, die in den vier Auffang- und Pflegestationen aufgenommen wurden, verteilten sich auf insgesamt 72 verschiedene Arten.“

„Von den 626 Tieren konnten rund 60 Prozent (373 Tiere) wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Diese hohe Auswilderungsquote belegt, mit sehr viel Sachverstand und Fachkenntnis sich die Betreuer um ihre Findelkinder kümmern“, so Umweltminister Mörsdorf.

Weil die Pflege und Betreuung kranker und hilfloser Wildtiere ein großes Maß an Fachwissen erfordert, stoßen insbesondere ungeschulte Privatpersonen mitunter schon bei der Auswahl und der Bereitstellung von artgerechtem Spezialfutter sehr schnell an ihre Grenzen.

In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich bei den aufgenommenen Tierarten um wildlebende Vögel. Zu den häufigsten Vogelarten, die in den Auffangstationen aufgenommen wurden, zählten der Turmfalke (83 Tiere), der Mäusebussard (54), die Amsel (43), die Schleiereule (34), der Mauersegler (30), die Rabenkrähe (30), der Sperber (24), der Waldkauz (24), der Haussperling (21), die Blaumeise (20 Tiere) und die Stockente (17).

Eine vollständige Liste der im vergangenen Jahr in den Auffangstationen aufgenommenen Tierarten finden Sie im Internet auf den Seiten des Umweltministeriums.

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