Nachrichten

Samstag, 24. Juni 2017 · sonnig  sonnig bei 24 ℃ · Sommerfest der MusikschuleGesundheitstag im InnovationsparkSchulanfängern das Leben „Fair-süßen“

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Saarland setzt auf moderne Seniorenpolitik: Alternative Wohnformen und Modellprojekte im Mittelpunkt.

„Das Saarland setzt auf eine moderne Seniorenpolitik, bei der Betreuung, Vorsorge, aber auch Selbstbestimmung im Mittelpunkt stehen. Daher wird die Landesregierung alles daran setzen, seniorengerechte Dienstleistungsangebote weiterzuentwickeln“, so Sozialminister Josef Hecken anlässlich der Eröffnung der Woche der Vorsorge des Seniorennetzwerkes im Foyer des Völklinger Rathauses. „Wir werden alles daran setzen, die Kurzzeit- und Tagespflege attraktiver zu gestalten, damit möglichst lange das Verbleiben in der eigenen Wohnung gewährleistet werden kann. Auch wird die Landesregierung Projekte für demenziell erkrankte Menschen ebenso weiter fördern wie die Kooperation der Pflegeeinrichtungen mit den Hospizgruppen“. Auch werde man sich verstärkt alternativen Wohnformen und der Umsetzung im Saarland widmen. Gemeinsam mit den Leitstellen „Älter werden“ würden entsprechende Einrichtungen in Bielefeld im Februar besucht, so Minister Hecken.

Auch der Landesaltenplan, den man in diesem Jahr fortschreibe, werde sich mit der Gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen befassen. Dabei gelte es, Zielvorstellungen hinsichtlich sozialer Kontakte, soziale Beziehungen, kultureller Angebote, der Mobilität und dem Dialog der Generationen zu formulieren und mögliche Wege aufzuzeigen, wie diese Ziele erreicht werden können. Die gesellschaftliche Teilhabe werde aber auch von einer altersgerechten Verbesserung der Mediennutzung und Mediengestaltung sowie insgesamt von bedienungsfreundlichen Industrieprodukten abhängig sein, so Minister Hecken.

Sozialminister Hecken appellierte an die Besucher, auch rechtliche Vorsorge zu treffen: „Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder Alter plötzlich in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann. Natürlich werden oftmals Angehörige und Freunde helfen; wenn aber rechtsverbindliche Erklärungen oder Entscheidungen gefordert sind, dürfen Ehegatten oder Kinder den Betroffenen ohne weiteres nicht gesetzlich vertreten. Eine Vorsorgevollmacht bzw. eine Betreuungsverfügung und eine Patientenverfügung könnten schon im Vorfeld die notwendige Sicherheit und Rechtsklarheit schaffen“.

Die „Woche der Vorsorge“ der Arbeitsgemeinschaft Seniorennetzwerk Völklingen gibt unter der Schirmherrschaft des saarländischen Sozialministers Josef Hecken einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten, Vorsorge zu treffen. Wie Hecken ausführte, denken viel zu wenige Bürgerinnen und Bürger daran, rechtzeitig Vorsorge für weniger gute Zeiten zu treffen. Es sei daher wichtig, schon frühzeitig schriftlich eine Entscheidung zu treffen, wer das Vermögen verwalte, Bankgeschäfte erledige, ambulante oder stationäre Hilfe organisiere und für den Betroffenen entscheide. „Ehegatten oder Kinder dürfen die Betroffenen nur vertreten, wenn sie eine rechtsgeschäftliche Vollmacht haben oder durch das Gericht zum Betreuer bestellt wurden“. Sozialminister Josef Hecken bat auch jüngere Menschen, eine Entscheidung bezüglich einer Vorsorgevollmacht bzw. einer Patienten- und Betreuungsverfügung nicht auf die lange Bank zu schieben: infolge eines Unfalls könne unerwartet der Fall eintreten, da ss eine Vertretung in allen Angelegenheiten notwendig wird“.

Umfassende Informationen biete die Broschüre „Vorsorge und Betreuung“, die bei der Pressestelle des Ministeriums für Justiz, Gesundheit und Soziales telefonisch unter Tel. 0681-501-3666 bzw. unter pressestelle@justiz-soziales.saarland.de kostenlos bestellt werden kann.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017