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32. Deutsche Squash Einzelmeisterschaft – Ergebnisse

Wie im Vorfeld berichtet nahmen vom 24. bis 28. Januar gleich fünf Squasher des 1. SRC Wiesental, St.Ingbert an den 32. Deutschen Squash Einzelmeisterschaften teil. Eine große Überraschung blieb bei der Meisterschaft aus. Die jeweils topgesetzten Kathrin Rohrmüller (SC Taufkirchen / BAY) und Simon Rösner (Paderborner SC / NRW) sicherten sich den Titel.

Das unglücklichste Los des Turniers zog in jedem Fall Johannes Voit. Das Halbfinale war für den St. Ingberter durchaus machbar, doch eine kurzfristige Abmeldung warf die Auslosung nochmals gänzlich über den Haufen. So kam es, dass Voit bereits im Achtelfinale auf den Deutschen Meister des vergangenen Jahres traf: Simon Baker (SI Stuttgart / BW) war lediglich auf Position 23 gesetzt, entsprechend seiner Ranglistenposition. Dieser bestach nach eher schwächeren Auftritten in der laufenden Bundesligasaison vor allem durch ein sehr fintenreiches Spiel, in dem er seine Schläge oftmals stark verzögerte, um Voit auf dem falschen Fuß zu erwischen. Seine Taktik schien aufzugehen: Ein ums andere Mal konnte Voit die genauen Longlines und Cross-Court-Schläge Bakers nur knapp erreichen, ohne dabei eigene Akzente setzen zu können. Die Folge war eine komfortable 2:0-Satzführung für Baker. Im dritten Durchgang verlor Bakers Spiel an Präzision, wodurch Voit ins Spiel fand und sofort konstant Druck auf den Altmeister ausübte. Unter großem Applaus der mitgereisten Fans sicherte er sich souverän den Satz mit 11:8.
Die geleistete Laufarbeit der ersten beiden Sätze machte sich jedoch im vierten Durchgang langsam im Spiel des 25jährigen bemerkbar. Baker schien seine Chance zu wittern und setzte seine Täuschungsmanöver verstärkt fort. Im Verlauf des Satzes setzte sich der Stuttgarter deutlich ab, zwischenzeitlich auf 7:1. Auch der aufopferungsvolle Schlussspurt des St. Ingberters konnte den 11:6-Satzerfolg und damit 3:1-Sieg Bakers nicht mehr verhindern.
„Leider konnte ich meine Leistung nicht komplett abrufen“, entschuldigte Voit das frühe Ausscheiden. Sein Auftaktmatch gegen Paul Herbertz (SRC Hünxe / NRW) in der 3. Runde hatte Voit zuvor klar mit 3:0 für sich entschieden

Einen ähnlichen Turnierverlauf konnte auch Johannes’ jüngerer Bruder Markus Voit verbuchen. Während sich das erste Spiel gegen Dominik Braunfels (SSC Koblenz / RPF) als einfache Hürde erwies, musste Voit bereits im anschließenden Match all sein Können in die Waagschale werfen. Sein Kontrahent Lars Osthoff (Paderborner SC / NRW) ging jedoch nach drei hart umkämpften Sätzen schlussendlich als Sieger hervor. Mit einem großen und variantenreichen Schlagrepertoire hielt sich Voit während der Partie gekonnt über Wasser, verzeichnete allerdings immer öfter individuelle Fehler, die Osthoff zu nutzen wusste.
Dies nennt er auch als Grund für die Niederlage: „Ich habe deutlich zu viele Fehler gemacht“, so Voit .

Ebenfalls in der 3. Runde ausgeschieden ist Simon Krewel, für den das Erreichen dieser allerdings schon ein Erfolg ist. Damit konnte der 19jährige nochmals seine guten Leistungen bestätigen. Durch ein sicheres 3:0 gegen Felix Göbel (ST Hückelhoven / NRW) qualifizierte sich Krewel für die Runde der letzten 32 und traf dort auf den an Position 2 gesetzten Stefan Leifels (Paderborner SC / NRW).
Es war kein Geheimnis, dass Leifels als absoluter Favorit in die Partie ging und dementsprechend befreit konnte Krewel aufspielen. Mit dem für ihn typischen Kampfgeist trotzte er dem späteren Finalisten Leifels ein ums andere Mal Punkte ab und verkaufte sich teuer. Eine glatte 3:0-Niederlage konnte er aber nicht abwenden, was Krewel jedoch wenig störte: „Mein Soll ist erfüllt, mit meinem Ergebnis kann ich zufrieden sein.“

Nicht zufrieden kann dagegen Tobias Baab sein. In seinem Erstrunden-Match traf er auf den an Position 61 gesetzten Julian Söhnchen (SC Osnabrück). Zu Beginn schien es zum erwarteten Sieg zu kommen: Mit 11:9 und 11:7 sicherte sich Baab zwar knapp, aber letztlich konzentriert die ersten beiden Durchgänge. Im dritten Satz kam es zur Wende, als Baab sich vermehrt Unkonzentriertheiten erlaubte und den sehr konstant spielenden Söhnchen zurück ins Spiel brachte. Gleich zwei Mal schaffte es Baab nicht, einen knappen Vorsprung in den rettenden dritten Satzerfolg umzumünzen. Im finalen Durchgang hatte er Söhnchen schließlich nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich deutlich mit 11:2 geschlagen geben.
„Das ist sehr enttäuschend“, muss Baab zugeben. „Die vielen Fehler waren unnötig und ich war dadurch nicht mehr imstande, meine Konzentration aufrecht zu erhalten. Mein Mangel an Fitness tat am Ende sein übriges.“

Die einzelnen Partien im Überblick:

Runde 1

Julian Söhnchen Tobias Baab 9:11 7:11 11:9 11:9 11:2 3:2
Simon Krewel Freilos 3:0
Markus Voit Freilos 3:0
Johannes Voit Freilos 3:0

Runde 2

Simon Krewel Felix Göbel 11:7 11:9 11:7 3:0
Markus Voit Dominik Braunfels 11:7 11:0 11:5 3:0
Johannes Voit Freilos 3:0

Runde 3

Stefan Leifels Simon Krewel 11:4 11:5 11:8 3:0
Lars Osthoff Markus Voit 11:7 11:8 11:9 3:0
Johannes Voit Paul Herbertz 11:6 11:8 11:7 3:0

Achtelfinale

Simon Baker Johannes Voit 11:8 11:6 8:11 11:6 3:1

Der einzige Teilnehmer des 1. SRC Wiesental, St.Ingbert bei den Amateur-Meisterschaften, Ralf Buchmüller, musste bereits nach seinem ersten Spiel das Handtuch werfen.
Im Auftaktmatch gegen Frank Nestler (Halle an der Saale / SAC) zeigte Buchmüller eine fantastische Leistung und zog mit einem 3:1-Sieg in die 2. Runde ein. Während der Partie zog sich der 42jährige jedoch eine Verletzung am Fuß zu. Nach Rücksprache mit dem Turnierarzt gab Buchmüller wegen Verdachts auf Entzündung der Achillessehne vorzeitig auf.
„Meine Gesundheit geht vor“, stellte Buchmüller klar, wenn auch enttäuscht. „Nächstes Jahr werde ich wieder mitspielen und dann hoffentlich verletzungsfrei.“

Runde 1

Ralf Buchmüller Frank Nestler 9:1 9:3 5:9 9:2 3:1

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