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Prävention und rechtzeitige Behandlung von Diabetes unerlässlich. Jeder Dritte trägt das Risiko, im Laufe des Lebens an Diabetes zu erkranken.

Die Vermeidung und Behanldung von Diabetes wird in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe werden, denn allein in Deutschland werden bis zum Jahr 2010 schätzungsweise 10 Millionen Menschen an Diabetes leiden. Weltweit trage jeder Dritte das Risiko, im Laufe seines Lebens an Diabetes zu erkranken“, so Gesundheitsminister Josef Hecken anlässlich eines Symposiums im Rahmen der Einweihung eines interdisziplinären diabetologischen Zentrums in Saarlouis. Jedes Jahr erkrankten in Deutschland 350.000 Menschen an Diabetes. Im Saarland lebten rund 60.000 Personen mit der Stoffwechsel-Erkrankung.

An Diabetes erkrankt zu sein bedeute für die Betroffenen nicht nur persönliche Einschränkungen im alltäglichen Leben, wie Diät halten, Gewicht reduzieren oder Insulin zu spritzen, sondern auch körperliche Komplikationen erleiden zu müssen, wie beispielsweise Erblindung, Nierenschäden oder Amputationen, so der Gesundheitsminister. „Neben dem Leid der Betroffenen geht diese Erkrankung auch mit enormen Kosten einher, die die Solidargemeinschaft tragen muss. Bei den Diskussionen um die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssys-tems ein nicht zu vernachlässigender Punkt. Die mittleren jährlichen Kosten eines Diabeti-kers beliefen sich im Jahre 2001 auf 5262 Euro. Die zum Vergleich herangezogenen Nicht-Diabetiker verursachten hingegen Kosten in Höhe von 2755 Euro. Minister Hecken: „Der zu erwartende weitere Anstieg der von Diabetes betroffenen Menschen wird unser Gesundheitssystem zunehmend stärker belasten und vor sehr große Herausforderungen stellen. Die Stoffwechselerkrankung sei
bei drei Prozent aller Todesursachen in Deutschland verantwortlich. Mit 60 Gestorbenen je 100.000 Personen habe das Saarland bundesweit sogar die höchste Sterblichkeit.“

Für den Minister ist es daher unabdingbar, langfristige Lösung für eine effiziente Versorgung im Bereich Diabetes zu schaffen. Hierzu bedarf es geeigneter Strategien, welche die Entste-hung der Erkrankung verhindern bzw. die Folgeschäden vermeiden. „Aufklärung und Präven-tion, zum Beispiel im Hinblick auf fett- und kalorienarme, ausgewogene Ernährung und aus-reichend Bewegung, sowie frühzeitige Behandlung können hier einen deutlichen Beitrag leisten“ so der Gesundheitsminister. Aus diesem Grund begrüßt Gesundheitsminister Hecken das Symposium und das Engagement der Ärztinnen und Ärzte, „diese sind es, die die medi-zinische Versorgung der Diabetiker leisten müssen und durch Ihr Wissen und Können maß-geblichen Anteil an der Vermeidung von Folgeerkrankungen haben“ so der Minister ab-schließend.

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