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‚Einbahnregelung in Elversberger Straße ist Unsinn‘

Das Wohngebiet rund um die Elstersteinstraße muss täglich enormen Durchgangsverkehr ertragen. Aus diesem Grunde haben die Anwohner nun gefordert, Maßnahmen zur Verbannung dieses Verkehrs zu ergreifen. Christian Haag, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft St. Ingbert (FWG) im St. Ingberter Stadtrat, hält diese Forderung für berechtigt: ‚Es handelt sich bei diesen Straßen um ausgewiesene Wohnstraßen. Der tägliche Abkürzungsverkehr zwischen Elversberger- und Josefstaler Straße gehört definitiv nicht dort hinein.‘

Die FWG unterstützt deshalb ausdrücklich die Forderung der Anwohner nach Sperrung der beiden Straßen und wird diesbezügliche Anträge in den zuständigen Gremien des Stadtrates entsprechend unterstützen.

FWG-Fraktionschef Haag, selbst Anwohner der Josefstaler Straße, beobachtet die Entwicklung in den umliegenden Wohnstraßen bereits seit längerem mit Argwohn. Im Nordteil der Stadt, so seine Einschätzung, ist die Verkehrsbelastung vieler Wohnstraßen inzwischen über dem erträglichen Maß angelangt. Neben der Elstersteinstraße sind dies zum Beispiel auch Johannisstraße, Rischbachstraße oder die als Schulweg relevante Straße ‚In der Laabdell‘.

Hauptursache hierfür sehen die Freien Wähler in der wenig zielführenden Verkehrspolitik der vergangenen Jahre. ‚Statt durchdachter Lösungen bestimmt Flickschusterei das Verkehrsnetz.‘, bewertet Haag die aktuelle Situation. Symptomatisch hierfür ist nach seiner Einschätzung auch der Vorschlag, den CDU-Kreistagsmitglied Kurt Schwan bei einer kürzlich abgehaltenen Bürgerversammlung als vermeintliche Lösung des Problems Elstersteinstraße unterbreitet hat: Dieser forderte die Umwandlung der Elversberger Straße in eine Einbahnstraße in Richtung Kreiskrankenhaus. Dies würde zwar den Durchfluss des Verkehrs aus Richtung Elversberg im Wohngebiet Elstersteinstraße unweigerlich unterbinden. Die betroffenen Verkehrsteilnehmer müssten sich dann aber einen anderen Weg suchen.

‚Die von Herrn Schwan vorgeschlagene Lösung ist Unsinn, denn sie leitet den Verkehr lediglich um.‘, meint deshalb auch Christian Haag. ‚Logische Ausweichstrecke ist dann wahrscheinlich der ohnehin schon stark strapazierten Neunkircher Weg.‘

An diesem aktuellen Vorschlag wird nach Ansicht der Freien Wähler die seit Jahren praktizierte Konzeptlosigkeit der St. Ingberter Verkehrspolitik deutlich. Statt einer übergreifenden zielführenden Planung wird immer wieder versucht, Detailprobleme zu lösen. Die FWG fordert deshalb die Kommunalpolitiker auf, endlich die tatsächlichen Probleme im St. Ingberter Verkehrsnetz effektiv anzugehen.

‚So lange Problemlösungen wie Kohlenstraße und Nordumgehung einfach ignoriert werden, müssen die Bürger im St. Ingberter Norden darunter leiden.‘, meint FWG-Sprecher Haag. ‚Ich habe deshalb langsam das Gefühl, man gibt das Geld lieber für so genannte Leuchtturmprojekte als für die Bürger unserer Stadt aus.‘

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017