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219 Mal Fitmachen von Senioren-Wohnungen gefördert

Bessere Chancen, in den eigenen vier Wänden alt zu werden: Es werden deutlich mehr Senioren-Wohnungen im Saarpfalz-Kreis gebraucht, stellt die IG BAU Saar-Trier fest. Andernfalls drohe eine „graue Wohnungsnot“.

Denn: „Der Saarpfalz-Kreis wird älter. Im Jahr 2035 werden hier bereits rund 46.700 Menschen leben, die zur ‚Generation 65plus‘ gehören“, sagt Marc Steilen. Der Bezirkschef der Bau-Gewerkschaft beruft sich dabei auf eine Regional-Untersuchung zur „Wohnsituation im Alter“ vom Pestel-Institut in Hannover.

Viele dieser Menschen seien dann auf eine altersgerechte Wohnung angewiesen – ohne Barrieren. „Das bedeutet, dass man keine Treppenstufen mehr gehen muss und mit einem Lift in die Wohnung kommt“, so Steilen. Die Senioren-Wohnungen sollten Türen haben, durch die ein Rollator oder Rollstuhl passe. Ebenso eine schwellenfreie Dusche. Das „Senioren-Sanieren“ ganzer Wohnhäuser liege „voll im Trend“. Im vergangenen Jahr habe die staatliche KfW-Förderbank genau 219 Mal den altersgerechten Umbau von Wohnungen im Saarpfalz-Kreis unterstützt. Und das mit rund zwei Millionen Euro Fördergeld, das es als günstigen Kredit oder als direkten Zuschuss gibt. Trotzdem gebe es noch eine Menge zu tun, so die IG BAU.

„Jede Sanierung lohnt sich. Übrigens nicht nur beim Senioren-Wohnen. Denn auch junge Familien können davon profitieren: Wo heute ein Kinderwagen durch die extra breite Zimmertür rollt, da passt dann in vierzig Jahren auch ein Rollator durch“, sagt Marc Steilen. Es komme darauf an, rechtzeitig vorzubeugen. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Saar-Trier weiter: „Es kann nicht sein, dass ältere Menschen nur deswegen ins Heim müssen, weil sie zu Hause keine seniorengerecht ausgebaute Wohnung haben.“

Von den gesamten Kosten für den altersgerechten Umbau, die gefördert werden können, zahlt die KfW immerhin bis zu 12,5 Prozent als direkten Zuschuss – maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit, so die IG BAU.

Mehr Informationen über die KfW-Förderung beim altersgerechten Umbau gibt es für Mieter, Haus- und Wohnungseigentümer im Internet: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Barrierereduzierung

Titelbild:
Alltagsszene im Alter: mit dem Rollator zur bodengleichen Dusche. Ein Leben in den eigenen vier Wänden – ohne Barrieren. Die IG BAU plädiert
dafür, die eigene Wohnung möglichst frühzeitig „fit fürs Alter“ zu machen.

 

PM: A. Kasten

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