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Dresscodes und Musik – die Zeichen und Symbole der radikalen Rechten

Während das Bild des rechtsradikalen Skinheads zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet, gibt es eine wahre Flut an neuen Kleidungsstilen und Symboliken der politischen Rechten, die deshalb nicht mehr ohne weiteres als solche erkennbar sind. Welche das sind, zeigt der Vortrag in der St. Ingberter Stadtbücherei am Freitag, 9. Februar, 10 Uhr im Rahmen der Ausstellung „Hass ist ihre Attitüde“.

Selbst Profis aus der Jugendarbeit sehen sich zunehmend mit dem Problem konfrontiert, die Selbstetikettierung der Jugendlichen nicht mehr deuten zu können. Doch gerade diese Entwicklung der dynamische Veränderung der Kommunikationsmittel Kleidung und Symbole gibt Auskunft über weitergehende gesellschaftliche Veränderungsprozesse, welche erkannt und gedeutet werden müssen, um notwendige „Gegenstrategien“ gegen den „neuen Rechtsradikalismus“ Erfolg haben zu lassen.

Zudem, die NPD und die Freien Kameradschaften setzen bei der Rekrutierung neuer Aktivisten verstärkt auf das Propagandamittel „Rechts-Rock“. Neonaziorganisationen wie etwa das Aktionsbüro Saar oder das Aktionsbüro Rhein-Neckar nutzen zudem das Internet zum Vertrieb der Propagandasongs. Durch das Verteilen so genannter „Schulhof CDs“ wird versucht, bei Jugendlichen Interesse zu wecken und an Attraktivität zu gewinnen.

Neben den Dresscodes und Symbolen rechter Gruppierungen befasst sich der vom Bildungswerk Saar e. V. konzipierte Vortrag besonders mit der Musik als Propaganda der radikalen Rechten. Anhand von Beispielen werden die unterschiedlichen neonazistischen Ideologiemerkmale in Form von Songtexten dargestellt und beleuchtet. Handlungsmöglichkeiten und Gegenaktivitäten werden aufgezeigt.

Die Veranstaltung dauert rund 90 Minuten und ist multimedial gestaltet.
Der Vortrag wendet sich sowohl an Jugendliche, als auch an Erwachsene.
Es wird gebeten, Schulklassen beim Kulturamt (Tel.: 13514) anzumelden.
Der Eintritt ist frei.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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