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Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt Oscar-Gewinner

Deutscher Jubel in Hollywood: Florian Henckel von Donnersmarck gewinnt mit seinem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film. Anlass für die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, an diesem Wochenende, Freitag, den 2. März um 19 Uhr, sowie am Sonntag, den 4. März den Oscar-Gewinner zu zeigen.

Florian Henckel von Donnersmarcks grandioses Regiedebüt über die Machenschaften der Stasi ‚Das Leben der Anderen‘ ist ein intensiver, packender Thriller und eine ergreifende Liebesgeschichte zugleich. Ostberlin, 1984. Stasi-Hauptmann Gerd Wiesel (Ulrich Mühe) ist ein ganz harter Hund. Eiskalt setzt er seinen Verdächtigen im Verhör so lange zu, bis sie alles und jeden verraten. Auf Wunsch des Kulturministers, der hinter der Schauspielerin Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) her ist, soll er sie und ihren Lebensgefährten, den Dramatiker Georg Dreymann (Sebastian Koch), überwachen. Für Wiesler ein Job wie tausend andere zuvor: Wohnung verwanzen, Nachbarn einschüchtern, observieren rund um die Uhr, dunkle Punkte finden. Doch diesmal läuft etwas aus dem Ruder. Zunehmend fasziniert ihn die freigeistige Clique rund um das Künstlerpaar. Die Gespräche über Kunst, Liebe, Freiheit und Wahrhaftigkeit geben ihm Einblicke in „Das Leben der Anderen“, die auch sein Leben verändern. Aus dem Beobachter wird ein Zweifler, am Ende ein Verräter am eigenen System. Im Spielfilmdebüt des jungen Regisseurs und Autors Florian Henckel von Donnersmarck gibt es nicht einen falschen Ton. Mit der Präzision eines Seziermessers entlarvt er die Mechanismen eines Überwachungsapparats, demaskiert die Politiker, die ideologisch verbrämt ihre persönlichen Ziele verfolgen.

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Der Film über den Klimawandel, „Eine unbequeme Wahrheit“ (An Inconvenient Truth), mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore wurde mit zwei Oscars gewürdigt: Als bester Dokumentarfilm und für den besten Filmsong.
In der Kinowerkstatt lief der Film bereits letzte Woche und wird jetzt auf vielfachen Wunsch wiederholt, und zwar am Mittwoch, den 28. Februar, um 17 und 20 Uhr.
Die Menschheit sitzt auf einer Zeitbombe. Wenn die große Mehrheit der internationalen Wissenschaftler recht hat, bleiben uns nur noch zehn Jahre, um eine große Katastrophe abzuwenden, die das Klima unseres Planeten zerstören wird. Die Folge werden extreme Wetterveränderungen sein, Fluten, Dürren, Epidemien und tödliche Hitzewellen von ungekanntem Ausmaß – eine Katastrophe, die wir selbst verschulden.

Das klingt wie nach einem Rezept für schwermütigen Trübsinn und pessimistische Kassandra-Rufe? Warten Sie’s ab! Auf den Filmfestivals von Sundance und Cannes sorgte Eine unbequeme Wahrheit für Furore. Regisseur Davis Guggenheim wirft darin einen leidenschaftlichen Blick auf einen Menschen, der mit großem Engagement über Mythen und Missverständnisse beim Thema globale Erwärmung aufklärt und Vorschläge zur Abhilfe macht. Dieser Mensch heißt Al Gore, war Vizepräsident der USA und hat sich nach dem Verlust der Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 ganz dem Umweltschutz verschrieben. In diesem faszinierenden Portrait von Gore und seiner „traveling global warming show“ erweist sich Gore als witzig, engagiert und analytisch präzise. Er präsentiert verblüffende Fakten und Zusammenhänge über den, wie er es nennt, „globalen Notfall“. Sein Publikum sind ganz normale Menschen – gerade sie haben einen Anspruch auf Informationen, bevor es zu spät ist.

Im Jahr 2005 erlebte Amerika die schlimmsten Stürme seiner Geschichte. Es scheint, als sei ein Wendepunkt erreicht – und Gore schildert das Szenario dieser düsteren Situation. Zwischen dem Vortrag von Gore streut der Film immer wieder biografische Aspekte ein: wie der idealistische College-Student sich schon früh für Ökologie interessierte; wie eine Familientragödie sein Leben als junger Senator grundlegend veränderte; wie der Mann, der fast US-Präsident wurde, zur leidenschaftlichsten Aufgabe seines Lebens zurückkehrte – überzeugt, dass noch genügend Zeit bleibt, die Dinge zu verändern.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017