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233 Einsätze der freiwilligen Feuerwehr im vergangenen Jahr

Im Feuerwehrgerätehaus trafen sich am vergangenen Samstag die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr des Löschbezirks St. Ingbert-Mitte zur Jahreshauptversammlung und blickten auf das vergangene Jahr zurück.

Am vergangenen Samstag strebten alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr des Löschbezirks St. Ingbert- Mitte Richtung Feuerwehrgerätehaus. Sie waren nicht gekommen, um einen Großeinsatz vorzubereiten, sondern um Bilanz zu ziehen. Man hatte zur Jahreshauptversammlung geladen, bei der auch Vertreter des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes und der Stadt anwesend waren. Löschbezirksführer Wolfram Zintel verlas den Jahresbericht 2011, der naturgemäß mit Namen, Daten und Zahlen gespickt war.

Insgesamt 144 Feuerwehrangehörige gehören zum genannten Löschbezirk, wovon 85 Aktive und 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind. Die restlichen 39 Mitglieder bilden die Altersabteilung der Wehr. Für 2012 wünschte Zintel den Kameraden „weniger Unfälle als im letzten Jahr und immer eine gesunde Heimkehr“. Dass dies trotz moderner Technik nicht selbstverständlich ist, bewiesen im vergangenen Jahr drei Verletzte in den eigenen Reihen. Insgesamt gab es mehr Brände, zu denen ausgerückt werden musste. Doch mit insgesamt 233 Einsätzen waren es 48 weniger als 2010. Während des Berichts wurden Bilder gezeigt, die noch einmal verdeutlichten, wie vielfältig die Arbeit ist.
Das Einsatzspektrum reicht von Bränden über die technische Hilfe, Einsätze, bei denen es um Gefahrgut und ausgelaufenes Öl geht, bis hin zur Tierrettung und Leichenbergung. Dabei gehören Fehlalarme mit 21 Prozent der Alarmierungen zu den Ärgernissen, die sich, außer ein böswilliger Fehlalarm 2011, nicht immer vermeiden lassen. Aber auch Empfänge, Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen, die Betankung einer Dampflokomotive und Belegung von Lehrgängen und Seminaren gehörten zum Geschäft. Thomas Berrang, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, zeigte sich beeindruckt von der Schnelligkeit, mit der die Wehr ausrückt: „Manchmal höre ich auf dem Roten Flur die Sirenen und kurze Zeit später sind die Fahrzeuge schon unterwegs. Das muss mir doch mal jemand erklären, wie das funktioniert. Man fühlt sich einfach beschützt.“
Mit einem neuen Einsatzfahrzeug wurde im vergangenen Jahr schon ein Wunsch wahr, doch manchmal sind es die kleinen Dinge, die seit Jahren im Argen liegen und die Einsätze „unkomfortabel“ machen. Dazu gehört mit Sicherheit die Problematik der Rolltore im Feuerwehrgerätehaus, die nach erfolgten Reparaturen trotzdem „offen bleiben, wenn sie schließen sollen und umgekehrt.“ Außerdem ist der Platzbedarf für die neuen Fahrzeuge größer, sodass manchmal am Limit rangiert wird. Hier wurde von Seiten der Stadt Abhilfe versprochen und auch Ortsvorsteher Ulli Meyer will dies im Auge behalten, „um es nicht zur Dauerproblematik werden zu lassen.“ An diesem Abend wurden auch zahlreiche Beförderungen und Ehrungen durchgeführt. Hier sei stellvertretend Oberlöschmeister Manfred Bauer zu nennen, der der St. Ingberter Wehr seit 55 Jahren die Treue hält.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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