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Ausstellung Galerie KA, Fotografien von Andreas Dorn




Manche der Eigenarten unserer Region rühren aus der besonderen Geschichte. Steter Wechsel hat seine Spuren hinterlassen, die der Fotograf Andreas Dorn mit seiner Kamera gesucht und gefunden hat. Vom 2. bis 27. April zeigt die Galerie KA im Kulturamt St. Ingbert unter dem Titel „Grenzgänge“ sorgsam komponierte Schwarz-Weiß-Fotos.

Seit Anfang 2006 geht Andreas Dorn auf der deutsch-französischen Grenze entlang. Zwischen Saarland und dem Département Moselle ist er dabei auf der Suche nach im Unterholz versteckten Grenzsteinen und anderen Spuren, welche die Geschichte der Landschaft in Erinnerung rufen. Bemerkenswert die Kontraste, die Dorn mit seiner Mittelformat-Kamera eingefangen hat. Einerseits Vernachlässigung und Verlassenheit, die Gleichgültigkeit der Natur menschlichen Schaffens gegenüber. Andererseits die exakte Nummerierung der Grenzsteine mit Jahreszahl und die zentimetergenaue Präzision der durch sie festgelegten Grenzlinie.

Es ist Kontrast zwischen der teils herben, teils idyllischen Landschaft und der durch die Grenzsteine repräsentierten politischen Wirklichkeit. Stacheldraht, Steinwälle und Schützenmulden, an einigen Stellen erkennt man noch die immer weiter verschwindenden Spuren dunkler Kapitel der Geschichte. Dorns Aufnahmen verdeutlichen viel eher das Verbindende als das Trennende dieser langsam vergessenen Grenze.

Die in der Galerie KA gezeigten 26 Fotografien stammen aus dem ersten Abschnitt des Projekts zwischen Brenschelbach und Sarreguemines.

Galerie KA, Kulturamt St. Ingbert, Am Markt 7;
Dauer: 2. bis 27. April; Öffnungszeiten: Montag – Mittwoch: 8 bis 16.30 Uhr, Donnerstag: 8 bis 18 Uhr, Freitag: 8 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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