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Kreisumlage geringer als Investitionen in Gemeinde

Groß war die Verwunderung von Landrat Clemens Lindemann über die Äußerungen des Kämmerers der Gemeinde Kirkel, der bei der Vorstellung des Haushalts der Gemeinde erklärte, dass jeder dritte Euro der Gemeinde in die Kreisumlage gehe und damit weg sei.

Diese Äußerung disqualifiziere einen Gemeinde-Kämmerer, so Landrat Lindemann, denn gerade in den Kassen der Gemeinden müsse man wissen, dass mehr Geld vom Kreis in die Gemeinde fließe als Umlage erhoben werde.

Konkret konnte Lindemann den abgeschlossenen Haushalt von 2006 vorlegen. In diesem Jahr erstattete die Gemeinde Kirkel an den Kreis rund 3,5 Millionen Euro. Der Kreis gab an die Gemeinde in Form von Zuschüssen und Mitfinanzierungen zahlreiche Projekte und gesetzlicher Aufgaben rund 4,2 Millionen Euro. Zu diesen Aufwendungen zählen unter anderem Investitionen in Schulen und Kindertageseinrichtungen oder Hilfen zur Erziehung. Zudem zahlte der Kreis noch 226 000 Euro aus dem Vermögenshaushalt als Baukostenzuschüsse an Kindergärten und Schulen. „Wir haben damit fast einen Million Euro mehr gezahlt, als uns die Gemeinde Kirkel über die Kreisumlage gab. Und 2007 werden die Zahlen kaum anders aussehen. Nur, dass wir zusätzlich noch den Erwerb des ehemaligen Postgebäudes finanzieren (275 000 Euro) und dieses Gebäude in den kommenden Jahren für 250 000 Euro umbauen werden.“ Lindemann abschließend: „Wenn dann ein Kämmerer sagt, dass die Kreisumlage einfach weg sei, übersieht er die beträchtlichen Rückflüsse und erweckt einen nicht ganz korrekten Eindruck.“

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