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Einweihung Photovoltaikanlange Schmelzerwald 30.03.07



Die Sonne schickt uns keine Rechnung. Auch in Sachen Nutzen von Solarenergie gibt es eine Bundesliga, in der bisher Bayern und Baden-Würtemberg Spitzenreiter sind. Dass die Technik aber auch auf saarpfälzischen Schuldächern zunimmt, zeigt die jüngste Investition des Saarpfalz-Kreises am Schulstandort St. Ingbert mit rund 1,7 Mio. Euro in Photovoltaikanlagen und Dachsanierungen und Dacherneuerungen von 616.000 Euro. Geplant wurde die Photovoltaikanlage von der Fa. Neuendorf Elektrotechnik aus St. Ingbert. Ausführende Firmen waren die Fa. Arnold Bedachungen aus Schmelz und die Trippstadter Firma Momperé Elektrotechnik. Bei der Einweihung zeigte sich der Himmel bedeckt. Dass trotzdem Energie erzeugt wird, belegten die Zähler am Techn.-Gewerblichen Berufsbildungszentrum und im Erweiterungsbau zwischen BBZ und Realschule. Die beiden Schulleiter Gisbert Groh und Stefan Haus freuen sich, der Jugend am Schulstandort zeigen zu können wie Energie alternativ gewonnen werden kann. Insbesondere in den Lehrplänen an der Fachoberschule und der Gewerbeschule ist das Einsparen und Gewinnen von Energie fester Bestandteil. Thomas Koch, zuständig für den Fachbereich Physik am BBZ, erklärte, dass die Schule bereits vor acht Jahren das Thema mit dem Solar-Team und dem Projekt „Sonne in der Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut besetzte. Aktuell laufen zwei Projekte, bei denen die Nutzung von Solarenergie zum Unterricht gehört. In der 11. Klasse der Gewerbeschule werden Solarlüfter gebaut. Schülerinnen und Schüler der FOS und dem benachbarten Leibniz-Gymnasium befassen sich mit dem Klimawandel, dessen Folgen und den regenerativen Energien. Beim Tag der offenen Tür im Berufsbildungszentrum gibt es Experimente, Informationsmaterial und Filme zu regenerativen Energien. Die beiden Hausherren konnten unter den interessierten Gästen als Vertreter der Stadt St. Ingbert und den Stadtwerken den Beigeordneten Adam Schmitt, als Vertreter des Schulträger den Kreisbeigeordneten Roland Engel und das St. Ingberter Kreistagsmitglied Gerda Schwemm begrüßen. Dr. Alexander Dörr von der ARGE Solar, Karl-Heinz Neuendorf zuständig für die Planung, Gerhard Arnold als einer der ausführenden Firmen und Markus Gesang vom Kreisbauamt gehörten u. a. zu den Gästen. Kreisbeigeordneter Engel unterstrich, dass die Bildung für den Kreis einen hohen Stellenwert habe und die Investition nach der notwendigen Dachsanierung rentierlich sei, denn neben einer für 20 Jahre gesicherten Einspeisevergütung konnten noch Fördergelder durch das saarländische Umweltministerium und der EU für Ziel II-Gebiete eingerechnet werden. „Damit ist allen geholfen: der Umwelt, den am Schulstandort Lehrenden und Lernenden und dem Kreis“, freute sich Engel und wünschte dem Schulstandort viel Sonne. Adam Schmitt zeigte auf, dass der Kreis nun der größte Solarbesitzer in St. Ingbert ist. „Das vorbildliche Energiemanagement des Kreises und sein Engagement in die Schulen und in den Gesundheitspark in unserer Stadt schätze ich sehr. Der Schulstandort St. Ingbert hat auch eine Stärkung durch den Stundentakt im ÖPNV ins Mandelbachtal erfahren.“, so Schmitt. Die optimale Zusammenarbeit zwischen den Antragstellern, den Zuschussgebern bei Land und EU, den Planern, dem Kreisbauamt, den Stadtwerken und den ausführenden Firmen lobte Dr. Dörr von der ARGE Solar. Er stellte heraus, dass ein hoher Qualitätsstandard und Wirkungsgrad erreicht wurde mit Firmen und Produkten aus Deutschland. „Der Landkreis hat schon früh auch an anderen Schulstandorten mit pädagischen Konzepten wie Energiemanagement damit begonnen, Ökologie und Ökonomie zusammenzubringen. Ich hoffe, dass so Schüler für das Berufsbild Energie und Umwelt begeistert werden“, erklärte Dörr. Karl-Heinz Neuendorf, der deutsche, polykristalline Module empfohlen hatte, stellte sein Ziel von 267.840 kWh Jahresleistung und einer Einspeisevergütung von 138.741 Euro/Jahr vor.

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