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Zu Fuß durch Weisgerbers St. Ingbert

Bis heute gilt Albert Weisgerber als einer der bedeutendsten Künstler, die das Saarland hervorgebracht hat. 1878 im damals noch bayerischen Sankt Ingbert geboren, wächst er zunächst in seiner Heimatstadt auf, in der auch heute noch viele Spuren aus der damaligen Zeit zu finden sind. Auf den Tag genau am 129. Geburtstag führt ein Stadtspaziergang am 21. April durch Albert Weisgerbers St. Ingbert.

Der Künstler Klaus Friedrich stellt zunächst das Werk des Malers in der ständigen Albert-Weisgerber-Sammlung im Museum Sankt Ingbert vor. Dort sind auch Bilder aus der Geburtsstadt des hoch talentierten Gastwirtssohns zu sehen, obwohl es ihn bereits 1897 nach München zog. Dort wurde er an der Akademie aufgenommen und gehörte wenig später neben Wassily Kandinsky, Paul Klee und Hans Purrmann zu den viel beneideten Schülern des “Malerfürsten” Franz von Stuck. Binnen kurzem galt Weisgerber in der bayerischen Hauptstadt – damals neben Dresden und Berlin die führende Kunstmetropole Deutschlands – als einer der einflussreichsten unter den jungen Malern. Der Erste Weltkrieg beendet seine hoffnungsvolle Karriere: Weisgerber musste 1915 sein Leben auf den Schlachtfeldern in Frankreich lassen.

Aus dem Museum heraus geht es anschließend auf einen Spaziergang durch Albert Weisgerbers Sankt Ingbert. Er führt zu markanten Stationen und stillen Winkeln und lässt parallel zum Lebenslauf des großen Künstlers noch einmal den Pioniergeist der Gründerzeit lebendig werden. Stolze Bürgerhäuser, Fabrikanlagen und Kirchen stehen dabei ebenso auf dem Programm, wie Bruderkrieg und Alltagsleben, Kaiserkult und Klassenkampf. Verblüffende Einblicke und ungewöhnliche Ausblicke inklusive – verspricht Klaus Friedrich.

Der Preis für die Teilnahme am Spaziergang, der am Samstag, 21. April um 14 Uhr im Museum St. Ingbert startet, beträgt sechs Euro inklusive Eintritt ins Museum. Kartenvorbestellung im Kulturamt (06894/13514) oder im Museum St. Ingbert (06894/13358). Anmeldung unbedingt erforderlich!

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017