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25 Jahre St. Ingbert – Radebeul: St. Ingberter besuchten Partnerstadt

Saarländisch für Sachsen – Unterschiede in Sprache und Mentalität waren Thema. St. Ingberter besuchten ihre Radebeuler Partner. Ein Vierteljahrhundert besteht die Städtepartnerschaft bereits, und das war Grund für einen hoch offiziellen Besuch an der Elbe. Oberbürgermeister Hans Wagner war begleitet von einigen Stadträten und Verwaltungsmitarbeitern.

Die Radebeuler ihrerseits hatten ein interessantes Programm für den Besuch der Gäste vorbereitet, dominiert vom Herbst- und Weinfest, das zeitgleich stattfand.

v.l.:Bert Wendsche, heute OB in Radebeul, St. Ingberts Alt-OB Winfried Brandenburg, der frühere Radebeuler Oberbürgermeister Volkmar Kunze und Oberbürgermeister Hans Wagner

Dort spielte sich der erste gemeinsame Abend ab, zu dem auch eine feier- und trinkfreudige Gruppe aus Obuchow, der ukrainischen Partnerstadt Radebeuls, stieß. Entsprechend launig fiel der Abend aus – und Oberbürgermeister Wagner schlug in seiner Rede die Brücke zwischen den Wechselwirkungen ukrainischen Wodkas auf saarländische Schwenker. Damit war auch schon das Stichwort gegeben für das St. Ingberter Gastgeschenk. Einen riesigen Schwenker hatten die Saarländer mitgebracht, nebst Fassbier und allerlei Schwenkutensilien. Eingeweiht werden soll der Grill bei einem Fest zu Ehren der Hochwasser-Helfer. Wagner erklärte saarländische Lebensart, und Sachsen wie Ukrainer waren gleichermaßen begeistert.

saarländische Lebensart war Thema auch beim Gastgeschenk: Oberbürgermeister Hans Wagner (re.) übergab einen Schwenker und Bier an die Radebeuler Partner. Mit dabei auch Alt-OB Brandenburg, der 1988 die Städtepartnerschaftsurkunde unterschrieb.

Offizieller ging’s zu beim Festakt zum Partnerschaftsjubiläum. Doch auch hier war der Rahmen außergewöhnlich: den Raddampfer „Krippen“ hatten die Gastgeber gemietet, und gemächlich stampfte das Schiff die Elbe hinab, an Meißen und den sächsischen Weinbergen vorbei. Schöne Kulisse für die offizielle Feier. Hans Wagner und sein Radebeuler Amtskollege Bert Wendsche blickten auf 25 Jahre Freundschaft zurück, wobei vor allem Stolz auf die Vereins- und Bürgerfahrten zu spüren war. Die Alt-Oberbürgermeister Dr. Volkmar Kunze aus Radebeul und Dr. Winfried Brandenburg aus St. Ingbert, die die Partnerschaftsurkunden 1988 unterzeichneten, steuerten authentische Eindrücke vom Annähern beider Städte im historischen Kontext der Wiedervereinigung bei. Dr. Bernd Uhlemann ergriff schließlich das Wort und schilderte, wie er die St. Ingberter Hilfe in den ersten Wochen des deutschen Zusammenwachsens empfand. Die Hilfe, die das St. Ingberter Kreiskrankenhaus damals dem Radebeuler Krankenhaus leistete, hat tiefe Eindrücke hinterlassen.

Und als die Berichterstatterin der sächsischen Zeitung schließlich die Frage stellte, wie sich Saarländer und Sachsen in ihrer Mentalität unterscheiden, waren sich alle einig, dass sie eigentlich sehr vieles gemeinsam haben …

 

PM: Peter Gaschott/ Stadt St. Ingbert

 

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