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Squash: Am Ende steht Platz 6

Aufgrund der personellen Situation musste der 1. SRC Wiesental, St.Ingbert beim 1. Bremer SC eine sehr schwere Aufgabe bewältigen: Ohne die beiden Profis Ball und Barker sowie Teamkapitän Johannes Voit konnte einzig Markus Voit auf Position 2 gewinnen, weshalb beide Punkte in Bremen blieben.
Zwei Tage später konnte eine glatte 0:4-Niederlage gegen die starken Koblenzer nicht verhindert werden.

Durch die vielen Ausfälle im Match gegen Bremen kam der zweite Ersatzmann, Eric Dabrock, zu seinem ersten Bundesligaeinsatz. Sein Gegner hieß Norman Junge, der als Deutscher Vize-Meister der U19 klarer Favorit der Partie war. Dieser ließ dann auch wenig anbrennen und fuhr einen sicheren 3:0-Erfolg ein. Dabrock kämpfte dabei mehr als tapfer und zeigte eine hervorragende Leistung.
„Mein Ziel war es einfach gut zu spielen und das hat funktioniert.“, so Dabrock zufrieden. Markus Voit, Teamkapitän für diesen Spieltag, ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das war das beste Spiel, das ich in dieser Saison von Eric gesehen habe.“
Auf Position 3 kam es zur Begegnung zwischen Simon Krewel und Jan-Ole Bleil, die normalerweise auf Position 4 ihrer Teams spielen. Krewel gelang es nicht, die entscheidenden Akzente zu setzen und musste am Ende das Spiel mit 1:3 abgeben.
Nicht viel besser erging es Profi Shahid Khan auf der Spitzenposition der St. Ingberter. Gegen seinen Gegner André Haschker hatte er bislang stets den Kürzeren gezogen und es sollte auch dieses mal nicht reichen. Khan verlor die Partie glatt mit 3:0, sodass Bremen bereits uneinholbar mit 3:0 in Führung lag. Somit war das letzte Spiel von Markus Voit gegen Heiko Schwarzer, der mehr als zehn Plätze vor Voit in der Deutschen Rangliste steht, nur von statistischem Wert.
Voit zeigte sich davon aber unbeeindruckt, wollte er doch wenigstens den Ehrenpunkt sichern. Dies gelang ihm auch mit Bravour. Der erste Durchgang ging deutlich an den 24jährigen, ehe die beiden folgenden Sätze jeweils knapp an Schwarzer und wieder an Voit gingen. Im vierten Satz lag Voit schließlich nach weiteren umkämpften Ballwechseln mit 7:10 hinten, ehe er ein regelrechtes Shot-Feuerwerk zündete. Voit attackierte mit vollem Risiko und traf mit jedem Shotversuch das sogenannte Nick, aus dem der Ball nur noch herausrollte. So konnte Voit nach drei atemberaubenden Bällen mit 10:10 ausgleichen, ehe Schwarzer erstmals wieder punkten konnte zum 11:10. Doch Voit konnte drei weitere Treffer landen und siegte mit 13:11.
„Es hat einfach alles zusammengepasst, ich bin überglücklich“, freute sich Voit im Anschluss über diesen Erfolg. Damit stand am eine 1:3-Niederlage mit einer unterbesetzten Mannschaft gegen ebenso unterbesetzte Bremer.

Am letzten Spieltag der Saison traf der 1. SRC Wiesental, St.Ingbert auf das starke Team aus Koblenz, das sich schon lange für die Play-Offs qualifiziert hatte. Im Hinspiel hatte die Mannschaft vom Deutschen Eck letztlich klar 3:1 gewonnen und auch an diesem Sonntag schien alles auf einen deutlichen Sieg hinauszulaufen. Zwar war Johannes Voit wieder einsatzbereit, doch Koblenz spielte im Gegensatz zu den Bremern mit einem Profi an der Spitzenposition. Joseph Kneipp, ehemaliger Top Ten Spieler der Weltrangliste, bestimmte das Spiel gegen Voit nach Belieben und konnte den aufopferungsvoll kämpfenden St. Ingberter sicher mit 3:0 besiegen.
„Joe ist ein solch trickreicher und präziser Spieler, es ist teilweise unglaublich was er mit dem Ball anstellen kann. Ich habe mein Bestes gegeben, aber gegen diese Kaliber kann ich wenig ausrichten“, analysiert Voit sein Match gegen den Australier.
Damit war auch schon der Sieg der Koblenzer in trockenen Tüchern. Denn im Vorfeld hatten Markus Voit und Simon Krewel auf den hinteren Positionen ihren Gegnern wenig entgegenzusetzen.
Krewel traf auf Nationalspieler Tim Weber, der Krewel in weniger als einer halben Stunde abfertigte. Ähnlich wie bei Johannes Voit trennte die Spieler ein qualitativ hoher Unterschied. „Tim ist die Nummer 5 in Deutschland und könnte locker auf Position 2 in seiner Mannschaft spielen.“, so Krewel. „Nächste Saison wird er dort wohl auch spielen“.
Markus Voit bekam es mit dem derzeitigen Nationaltrainer zu tun, Oliver Pettke. Dieser schaffte es auf seinem Karrierehöhepunkt immerhin auf Weltranglistenplatz 72. In der Partie selbst konnte Voit nicht an seine Leistung in Bremen anknüpfen. Pettke war spielbestimmend von Anfang an und konnte seine gesamte Erfahrung ausspielen. Am Ende gewann auch er mit 3:0.
„Das war heute bei weitem nicht das, was ich in Bremen zeigen konnte. Das ärgert mich, denn es wäre mehr drin gewesen“, ist sich Markus Voit im Anschluss sicher.
Das Spiel an Position zwei zwischen Shahid Khan und Hansi Seestaller ging am Ende schließlich auch an das Koblenzer Team. Khan konnte den zweiten Durchgang deutlich mit 11:2 für sich entscheiden, verlor jedoch die Sätze eins, drei und vier jeweils knapp.
„Das war in spielerischer Hinsicht heute einfach schwach. Es ist schade, dass mir das ausgerechnet im letzten Spiel vor heimischer Kulisse passiert. Aber ich möchte mich dennoch bei dem Publikum für die tolle Unterstützung bedanken.“
Die Zukunft Khans beim SRC ist noch ungewiss. Zur Zeit wartet der Engländer auf seine Einreiserlaubnis in die USA.
„Solange ich noch in England bin, werde ich auch für den Club spielen“, verspricht der 27jährige und würde sich auf ein Wiedersehen freuen.

In der Tabelle änderte sich weder im hinteren, noch im vorderen Bereich etwas. Der 1. SRC Wiesental, St.Ingbert belegt am Ende wie schon im Vorjahr den 6. Platz, direkt hinter dem Bremer SC. Die hinteren Plätze belegen die bayrischen Clubs aus Taufkirchen und München-Solln, die jedoch beide in der nächsten Saison wieder in der 1. Bundesliga spielen werden, da die Liga auf 10 Teams aufgestockt werden soll. Als Aufsteiger aus der 2. Liga steht bereits ein weiteres bayrisches Team fest, der TBS Augsburg. Vorne stehen Paderborn und Koblenz an der Spitze, dicht gefolgt von Worms und Vorjahresmeister Stuttgart. Diese vier Teams werden bei den Play-Offs am 19. und 29. Mai in Bremen den Meister unter sich ausmachen.

Begegnung des 13. Spieltags:

1. Bremer SC – 1. SRC Wiesental, St. Ingbert
3:1

Spieler Satz 1 Satz 2 Satz 3 Satz 4 Satz 5 Punkte Sätze
André Haschker : Shahid Khan 11:6 11:8 11:9 33:23 3:0
Heiko Schwarzer : Markus Voit 3:11 11:9 9:11 10:12 33:42 1:3
Jan-Ole Bleil : Simon Krewel 11:5 7:11 13:11 11:3 40:29 3:1
Norman Junge : Eric Dabrock 11:1 11:5 11:4 33:10 3:0

Begegnung des 14. Spieltags:

1. SRC Wiesental, St. Ingbert – Schängel SC Koblenz
0:4

Spieler Satz 1 Satz 2 Satz 3 Satz 4 Satz 5 Punkte Sätze
Johannes Voit : Joseph Kneipp 8:11 6:11 7:11 21:33 0:3
Shahid Khan : Hansi Seestaller 6:11 11:2 9:11 8:11 34:35 1:3
Markus Voit : Oliver Pettke 4:11 4:11 9:11 16:33 0:3
Simon Krewel : Tim Weber 9:11 4:11 6:11 19:33 0:3

Die aktuelle Tabelle

Platz Mannschaft Einzelp. Sätze Matches Punkte
1 Paderborner Squash Club 1967:1441 141:57 42:14 23:5
2 Schängel Squash Club Koblenz 1880:1454 137:56 41:15 23:5
3 Black & White RV Worms 1946:1757 123:86 36:20 21:5
4 Sport-Insel Stuttgart 1909:1658 128:79 37:19 18:8
5 1.Bremer SC 1730:1896 90:117 24:32 10:18
6 1.SRC Wiesental, St. Ingbert 1712:1957 80:129 21:35 8:20
7 Squash Insel Taufkirchen 1649:1942 77:129 18:383 7:21
8 SC München-Solln 1350:2038 36:159 5:51 2:26

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