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Ausstellung Werner Bauer





Werner Bauer wurde 2006 mit dem Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst der Stadt St. Ingbert ausgezeichnet.
Neben dem Kunstpreis des Saarlandes zählt der seit 1958 alle drei Jahre vergebenen Albert-Weisgerber-Preis zu den hoch angesehenen Auszeichnungen des Landes. Ins Leben gerufen wurde der Preis zum Andenken an den aus St. Ingbert stammenden Maler Albert Weisgerber (1878 -1915), einer der bedeutenden modernen Künstler aus dem deutschen Südwesten, der vor allem in München hohes Ansehen erlangte.

Mit der Vergabe des Preises verbunden ist die Ausrichtung einer Ausstellung durch die Stadt St. Ingbert, die der Öffentlichkeit vom 6. Mai. bis 22. Juli vorgestellt wird.

Ausgeprägte Experimentierfreudigkeit, verbunden mit gestalterischer Prägnanz und Reichtum der Formenvielfalt prägen das Werk von Werner Bauer, der sich seit vier Jahrzehnten dem Phänomen des Lichts widmet.

Hohes Ansehen genießt der in Saarbrücken lebende Künstler, der mit zahlreichen Arbeiten auch im öffentlichen Raum hervorgetreten ist, nicht nur im Saarland. Werner Bauers Werke sind in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Darunter das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt, die Städtischen Kunstsammlungen Gelsenkirchen sowie das Museum Ritter bei Stuttgart. In wichtigen Ausstellungen zur Kinetischen Kunst, wie im Kunsthaus Graz und dem Museum Tinguely in Basel, war Bauer ebenso vertreten wie jüngst in der hochrangig besetzten Schau zur Lichtkunst im Zentrum für Kunst und Medientechnologie – Museum für Neue Kunst in Karlsruhe. Werner Bauer gehört damit auch international zu den Protagonisten dieser Richtung.

Nach dem Studium der Kunsterziehung und der Teilnahme an der Sommerakademie in Salzburg bei Oskar Kokoschka wandte sich Werner Bauer 1968 der Konkreten Kunst zu. Seitdem stehen Licht, Bewegung und Strukturen im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit. Untersuchte er in seinen frühen Reliefs zu Beginn der 70er Jahre das Wechselspiel von Licht und Form noch an konkreten Objekten aus Holz, so finden in späteren Werkphasen Stoffe wie Plexiglas, Silikon, Lichtsammelfolie sowie farblose Acrylfolie anstelle herkömmlicher Materialien seine Aufmerksamkeit.

Fasziniert vom ästhetischen Reiz der technischen Werkstoffe entwickelte er über die Jahrzehnte hinweg mit außergewöhnlichem Ideenreichtum und großer Beharrlichkeit immer neue Variationen der künstlerischen Form. Die Verwendung von Strukturelementen und deren serielle Anordnung sowie die Schaffung visueller Ereignisse durch den gestalterischen Einsatz von Licht und anderer optischer Phänomene siedeln das Werk von Werner Bauer im Schnittbereich von Konkret-konstruktiver Kunst und op (tical) art an.

Wandlung und Genese dieses unverwechselbaren Werkes, das innovative Kraft und hohe künstlerische Qualität in einem reichen Spektrum künstlerischer Ausdrucksweisen vereint, werden in der Ausstellung in einem repräsentativen Querschnitt durch alle Schaffensphasen des Künstlers nachvollziehbar.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017