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Handball, SGH St. Ingbert – Untere Saar





Die Sportfreunde Budenheim haben nach ihrem Sieg gegen die SG Saulheim den Aufstieg in die Regionalliga erreicht. Im Merziger Saar-Derby konnte die MSG HF Untere Saar die SGH St. Ingbert deutlich mit 37:25 schlagen und wurde Vizemeister. Der Drittplatzierte auf dem Podest sind die St. Ingberter, die sich weit unter ihren Möglichkeiten verkauften.

Mit dem Ziel der Revanche waren die Gäste in Merzig angetreten, locker wollten sie das Derby angehen. Doch schon in den ersten Minuten herrschte nervöse Hektik auf beiden Seiten, erst in der sechsten Minute fiel das erste Tor, ein Siebenmeter, verwandelt durch Peter Jancik. Dabei hatten die Gäste schon drei gute Chancen vergeben. Die SGH lag bald vorne(1:3, 9.), aber Minuten später erzielte das Team von Berthold Kreuser die Führung, die nicht mehr abgegeben wurde. Kreuser: „Wir haben unser Konzept voll durchgespielt.“ Noch stand die 6:0-Abwehr der Masica-Crew gut, die Handballfreunde konnten sich zunächst nicht absetzen. Aber mein Team, so der SGH-Coach, hat seine Chancen nicht genutzt.“ Allmählich zeigten die St. Ingberter Nerven, Ballverluste, mangelnde Konzentration in der Ballabgabe häuften sich, auch eine körpernahe Abwehr der Merziger ließ die Gäste nicht zu ihrem Spiel finden. Dominik Mader: “Wir kamen mit der gut gestaffelten Abwehr der Gastgeber nicht zurecht. Die haben sich sehr gut auf jeden einzelnen von uns vorbereitet.“ Die Merziger nutzten rigoros die technischen Fehler ihrer Gäste und konnten bis zur Pause ihre Führung ausbauen (16:11). „Es war wie im Hinspiel, zu viele Fehler im Angriff, dadurch viele Tempo-Gegenstoß-Tore,“ urteilt Keeper Roger Strobel. „Das Team war zu hektisch, hat zu unüberlegt gehandelt, die einfachsten Sachen haben nicht geklappt. „

Die zahlreichen SGH-Fans forderten mehr Druck von ihrem Team. Auch der SGH-Coach kritisierte die Einstellung seiner Spieler, was die Disziplin angeht. In der Kabine wiederholte er sein Konzept, doch es wurde nicht umgesetzt. Regisseur Peter Jancik beklagte sich: „ Die Mannschaft hat meine angesagten Spielzüge einfach nicht ausgeführt.“ Ab der 40. Minute mussten die Gäste einige Zweiminutenstrafen hinnehmen, standen zeitweise mit nur vier Feldspielern auf dem Platz, fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, so Peter Masica, „Ich hatte den Eindruck, als hätten vier gegen acht gespielt.“ So gerieten sie mit 12 Toren in Rückstand (28:16, 47.), „die Moral war dahin, wir waren am Boden zerstört“, so Mader. Und Teammanager Karsten Müller beklagte: „Die Schiedsrichter haben unseren Jungs die Freude am Spielen genommen.“

Kapitän Michael Deckert äußert selbstkritisch: „Wir hatten uns gut vorbereitet, war fanden aber gegen die Abwehr der Merziger kein Konzept, hatten keine Ideen, wir sind selbst schuld.“ Das sieht auch Mader so, denn „bei normalem Spiel wäre die Leistung der Schiris ein Thema, so aber haben wir den Rückstand selbst verschuldet.“ Abgabefehler, unpräzise Schüsse aufs gegnerische Tor, Pässe in die Luft kennzeichneten die letzten 15 Minuten, die den Merzigern leichte Tore ermöglichten; „der Sieg für die Gastgeber“, bestätigte Masica, „war verdient. Ich bin von meinem Spielern enttäuscht, bei einem solchen Spiel muss man mit einer anderen Einstellung auf den Platz gehen. Ich hatte mir das Derby anders vorgestellt als die Mannschaft, zuerst haben sie vier frei Chancen verschossen, nach sechs Minuten erst das erste Tor. Mit der Abwehr in den ersten 15 Minuten war ich noch zufrieden, aber wir haben vorne unsere Chancen nicht genutzt. Zu der zweiten Halbzeit war ich noch optimistisch, aber die Spieler haben nicht das gemacht, was angesagt war. Ich habe gedacht, wir könnten die Untere Saar etwas mehr ärgern, aber mit einer solchen Einstellung kann man kein Spiel gewinnen.“

Peter Masica hätte sich gewünscht, dass eine Saar-Mannschaft aufsteigt. Der Coach vergisst aber nicht, was die gesamte Saison betrifft, seine Jungs hoch zu loben, denn „gegenüber dem siebten Platz in der vergangenen Saison haben wir jetzt vielmehr erreicht, erreicht, was keiner erwartet hat. Die Jungs können super Handball spielen, wenn sie die richtige Einstellujg mitbringen, die taktische Disziplin konsequent einhalten.“

Bleibt zu hoffen, dass sie dies im letzten und gleichzeitig dem Abschiedsspiel für Keeper Roger Strobel zeigen, denn haben er und auch die SGH-Fans dies nicht verdient? Peter Mascia und das gesamte SGH-Umfeld, die stets dazu beitragen, dass alles funktioniert, hoffen auf einen versöhnlichen Abschluss, dass attraktiver Handball gezeigt wird, damit das Verdienst der Saison nicht untergeht!

Tore für die SGH: Peter Jancik, Dominik Mader (je 5), Michael Deckert (4), Roman Kraus, Daniel Hooß, Dirk Blaumeiser, Jakub Balaz (je 2), Thorsten Blaumeiser, Jan Weise, Sebastian Marx (je 1).

Das letzte Spiel der Runde findet am Sonntag, den 29. April bereits um 17 Uhr in der Ingobertushalle St. Ingbert gegen die SG Saulheim statt. Teammanager Karsten Müller hat eine Überraschung versprochen.

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