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SPD Grundschule (Bildungsraum) Igb

Grundsätzlich gilt: Die Lehrer und den Direktor zahlt das Land, für das Gebäude und andere Kosten kommt die Stadt auf. Man kann also sagen: Wird die Klasse größer; und damit die Zahl der benötigten Lehrer kleiner; spart das Land, fallen dagegen Standorte weg, spart die Stadt. Es gibt also unterschiedliche Interessen. Wie diese zusammenbringen?

Das Konzept der SPD St. Ingbert lautet daher: Kurze Beine, kurze Wege

Die SPD Fraktion St. Ingbert schlägt folgendes Strukturmodell für eine Grundschule St. Ingbert vor: Es gibt nur noch einen „Bildungsraum St. Ingbert“, in dem alle elf jetzigen Standorte erhalten bleiben. Das Ministerium sagt, wie viele Lehrer es für St. Ingbert bereit ist zu bezahlen, die Schulleitung rechnet die Klassenstärke aus und verteilt die Klassen auf die Standorte. Kommt eine erste Klasse nicht zustande, entscheiden die Eltern von zwei benachbarten Standorten gemeinsam mit der Schulleitung in welchem Schulgebäude eingeschult werden soll. Eventuell frei werdende Räume können von Vorschule, Förderkursen, Arbeitsgemeinschaften, Beratungsstellen, Vereinen und für Ganztagsangebote genutzt werden.

Beispiel: Durch die Sparauflagen des Ministers wird es nötig, die Schulanfänger aus Schulbezirk A und Schulbezirk B in einer Klasse zusammenzufassen. Die Elternversammlung aller betroffenen Kinder entscheidet dann zusammen mit der Schulleitung, dass die Kinder in Schule B eingeschult werden, weil das Gebäude
z. B. für viele am einfachsten zu erreichen ist und die meisten Fördermöglichkeiten dort angeboten werden. Sind die Bedingungen im nächsten Jahr anders, können die Eltern dieses Jahrgangs neu entscheiden.

Die Vorgehensweise beinhaltet damit Verhandlungen mit dem Ministerium über die Klassenstärke, Gespräche mit den Eltern, Strukturentscheidungen (Leitung, Verfahrensregeln für die Standortentscheidung entwickeln), Konzepte für Vorschule, Förderkurse, Arbeitsgemeinschaften, Beratungsstellen und Ganztagsangebote:

Die Vorteile: Alle Standorte bleiben weiterhin erhalten. Das Konzept ist zukunftssicher, da die Stadtteile für junge Familien interessant bleibt und auf Veränderungen reagiert werden kann. Der vom Ministerium erzwungene Sparbeitrag kann erbracht werden. Für die Stadt entstehen keine nennenswerten Mehrausgaben. Es werden Räume für die dringend notwendigen pädagogischen Angebote zur Verfügung gestellt. Die Vereine können stärker mit in das Gesamtkonzept (Räume/ Arbeitsgemeinschaften) einbezogen werden. Allen Kindern einer einheitlichen „Grundschule St. Ingbert“ stehen dem Grundsatz nach alle Angebote (Unterrichtsmittel, Vorschule, Förderkurse, Arbeitsgemeinschaften, Beratungsstellen und Ganztagsangebote) zur Verfügung. Unterrichtsausfall kann durch eine flexible Gesamtplanung vollständig vermieden werden. Die Qualität in den Grundschulen kann durch eine zentrale Verwaltung verbessert und kontrolliert werden. Das stärkt die Attraktivität der Stadt. Die besonderen Förderaktivitäten der einzelnen Grundschulen werden erhalten.

Das bedeutet auch, nur das Land spart, nicht die Stadt. Hier bleibt der finanzielle Aufwand gleich. Zu den Standorten gehört nicht zwangsläufig eine Direktorenstelle.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017