Nachrichten

Donnerstag, 17. August 2017 · bedeckt  bedeckt bei 19 ℃ · Jugendcamp des SV Rohrbach 2017Erneuerung des PartnerschaftsvertragesHeizenergieverbrauch reduzieren, bevor der nächste Winter kommt

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Ausstellung: “Zwischen Schrecken und Trost“

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist „Apokalypse“ zum Synonym für Weltuntergangsszenarien und Naturkatastrophen geworden. Tatsächlich enthält das letzte Buch der Bibel, die Johannes-Apokalypse, zahlreiche Schreckensbilder. Und doch sind diese Bilder des Grauens nur eine Dimension in der Offenbarung des Johannes. Der Seher setzt den Bildern des Schreckens Bilder des Heils entgegen: dem Chaos die göttliche Ordnung, dem Untergang der Welt die neue Schöpfung und das neue Jerusalem, die Stadt Gottes. So wird die Apokalypse zum Trostbuch der Christen.
Die Weitergabe der Texte brachte im Mittelalter kunstvoll illustrierte Handschriften hervor. Was Johannes an Bildern des Heils und Unheils schaute, haben Jahrhunderte später Künstler in diesen Schriften kongenial in Miniaturen umgesetzt. Sie ließen eine eigenständige, reich illustrierte Buchgattung entstehen.

Die Ausstellung zeigt aus der „Sammlung Professor Dr. Johannes Rathofer“, die seit 1999 der Bibliothek des Priesterseminars angehört, eine repräsentative Auswahl illustrierter Apokalypsen der Zeit von 800 bis 1340 als Buchfaksimiles – originalgetreue Nachbildungen der Handschriften. Präsentiert werden Handschriften aus der karolingischen Epoche und der Reichenauer Buchmalerei: die Trierer Apokalypse und die Bamberger Apokalypse; frühmittelalterliche spanische Apokalypsen, deren abstrakte Illustrationen geradezu modern wirken; Handschriften aus dem hochmittelalterlichen anglo-normannischen Raum und Bilderbuchapokalypsen.

Die Eröffnung der Ausstellung „Zwischen Schrecken und Trost“ findet am Sonntag, 27. Mai um 11.15 Uhr (nach dem Pfingsthochamt) in der St. Hildegardskirche in St. Ingbert (St. Hildegard-Straße) statt.

Die Ausstellung ist täglich von 16 bis 18 Uhr sowie vor und nach den Gottesdiensten geöffnet; der Eintritt ist frei; über Spenden würden sich die Veranstalter freuen.
Das gleichnamige Begleitbuch ist in der Ausstellung sowie im Buchhandel erhältlich.

Offene Führungen mit Schwester Maria Caritas finden am Sonntag, dem 03.06., dem 17.06. und dem 24.06. jeweils um 16 Uhr und am Sonntag, dem 01.07. um 15 Uhr statt.

Führungen für Gruppen und Schulklassen sind nach telefonischer Anmeldung bei der KEB möglich.
Infos und Anmeldung: Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz, Karl-August-Woll-Str. 33, 66386 St. Ingbert, Telefon: 06894/ 9 63 05 16, Fax: 06894/ 9 63 05 22, E-Mail: KEBSaarpfalz@AOL.COM, Internet: www.bistum-speyer.de/keb

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017