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27. Jazzfestival in St. Ingbert mit "Roby Lakatos Sextett & Friends" und "Munich Groove Connection"

Heute ist der 3. Festivaltag des diesjährigen Jazzfestivals und ab 20:00 Uhr findet die GYPSY JAZZ GALANACHT statt.

Roby Lakatos Sextett & Friends

Roby Lakatos ist der „König der Zigeunergeige“ mit einer unglaublichen Bandbreite der Musikstile – eine Synthese von Gypsy, Traditional, Klassik, Jazz bis Weltmusik. Roby steht in der Tradition sowohl der Gypsymusik, als auch in der Nachfolge des französischen Jazz-Violinisten Stéphane Grappelli. Die Gypsy Jazz Galanacht in St. Ingbert wird von spannenden musikalischen Überraschungen geprägt sein. Denn Roby hat nicht nur seinen Bruder Tony Lakatos eingeladen, sondern auch Angelo Debarre (als Ersatz für den erkrankten Stochelo Rosenberg), David Gazarov und die Munich Groove Connection mitgebracht.

Der 1965 in Budapest geborene Roby Lakatos ist Spross einer Musikerfamilie mit langer Tradition. Seine Familie, die Lakatos-Dynastie, die auf Janos Bihari zurückgeht, ist seit mehreren Generationen in der ungarischen Zigeunermusik verwurzelt. Wie bei den Roma und Sinti üblich, lernt man Musik im ganz frühen Alter, ohne Noten, multiinstrumental. Und die Improvisation ist ein wesentlicher Bestandteil des Musiklebens.

Zwischen 1986 und 1996 spielte Roby mit seinem Ensemble in einem Brüsseler Restaurant mit „Gypsy Jazz“ auf. Hier besuchten ihn unter anderem Sir Yehudi Menuhin und Stéphane Grappelli. Durch diese Beachtung begann seine internationale Laufbahn, die ihn in die großen Konzertsäle der Welt führte. Er hatte gemeinsame Auftritte mit Größen wie Tony Lakatos, Till Brönner und Randy Brecker, Vadim Repin und Stéphane Grappelli.

Angelo Debarre, 1962 im französischen Saint-Denis geboren entstammt einer überaus musikalischen Gipsy-Familie und spielt seit seinem achten Lebensjahr Gitarre. Der von Django Reinhardt begründete Jazz Manouche ist das Herzstück der musikalischen Tradition, die auch Debarre beeinflusste und in der er es rasch zur Meisterschaft brachte. 1984 gründete er das Angelo Jazz Quintet, mit welchem er auch auf Tour ging. Auf seinem ersten Album „Caprice“ präsentierte er sich nicht nur als Bandleader sondern auch als Komponist und regte vollkommen neue musikalische Ideen innerhalb der Gipsy-Jazz-Tradition an. Debarre spielte u.a. zusammen mit Künstlern wie Bireli Lagrene, Jon Larsen, Stochelo Rosenberg sowie Diego Imbert und nahm mehrere CDs mit dem Hot Club de Norvège auf.

Die Mitwirkung von Robys Bruder Tony Lakatos, eines bekennenden „authentischen“ Interpreten des Jazz amerikanischer Prägung, macht das Ganze noch eine Stufe spannender. „Einer der virtuosesten, feurigsten und ideenreichsten Tenorsaxophonisten Europas“ attestiert „Jazzthing“ ihm, dem Solosaxophonisten der „hr-Bigband“, der unter anderem häufig mit Randy Brecker auftritt.

David Gazarov ist ein Zwitterphänomen in der Pianistenwelt. Die „Süddeutsche Zeitung“ verglich ihn mit Friedrich Gulda und bezeichnete ihn als eine Mischung von Art Tatum und Vladimir Horowitz. In seiner Jugend gewann er in Moskau den ersten Preis im Klavierwettbewerb der damaligen UdSSR im Bereich Klassik. Zuvor hatte er in seiner Geburtsstadt Baku bei derselben Lehrerin wie Aziza Mustafa-Zadeh studiert. Die Jazzausbildung erhielt er gleichzeitig von seinem Vater. Martin Drew, der langjährige Drummer Oscar Petersons, behauptete, von allen Jazz-Pianisten, die mit Oscar Peterson verglichen wurden, sei David „the only one who gets anywhere near him“ (der einzige, der ihm nahekommt).

Das junge Ensemble Munich Groove Connection versammelt fünf Musiker aus Bulgarien, Moldawien und Georgien, die alle in München studierten und erfolgreich alte klassische Vorlagen mit Jazz, Fusion und folkloristischen Elementen der Schwarzmeerländer verbinden. Mit ihrer Straßenmusik mitten auf dem Münchner Marienplatz verkauften sie schon an die 10.000 CDs. Im letzten Jahr konnten sie den größten internationalen Crossover-Wettbewerb in St. Petersburg für sich entscheiden.

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