Nachrichten

Sonntag, 22. Oktober 2017 · leichter Regen  leichter Regen bei 7 ℃ · In Zeiten des abnehmenden LichtsPilzwanderung in HasselNachkirmes auf dem Marktplatz

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Fotografie klassisch: Faszinierende Schwarz-Weiß-Fotografie



Klassische Schwarz-Weiß-Fotografie bedeutet, Bilder von unerreichter Qualität selbst herzustellen. Es ist Fotografieren ohne Motorsurren und Piepsen, ohne die Abhängigkeit von einer Batterie und die Bevormundung durch Elektronik, es ist eine Fotografie, die von der Konfektionierung des Films bis hin zum fertigen Abzug durch den Willen und die Fähigkeiten des Fotografen bestimmt ist, aber auch durch seine Fehler, Experimente, Eigentümlichkeiten. Handgemachte, persönliche Fotografie also.

Bei der klassischen Schwarz-Weiß-Fotografie geht es um das sorgsame Komponieren eines Bildes bei der Aufnahme und die aufwändige Handarbeit an einem einzelnen Negativ, das es wert ist.

Wer zu Hause noch eine alte, mechanische Kamera hat, wer es noch nicht übers Herz gebracht hat, den Vergrößerer und die Schachteln mit altem Foto-Papier zu entsorgen, der wird an dieser Stelle Gleichgesinnte finden, um gemeinsam mit neuen Impulsen die ursprüngliche Art der langsamen, durchdachten, handwerklichen Fotografie zu praktizieren. Aber auch wer ohne viele Vorkenntnis die Wurzeln der Fotografie kennen lernen möchte, wer der digitalen Bilderflut bewusst entschleunigte Lichtbildnerei entgegenhalten will, wer die Faszination beim Entstehen des Bildes in der Entwicklerlösung erleben will, kommt in diesem projektartig organisierten Volkshochschulkurs auf seine Kosten.

Die Inhalte des Kurses können auf die Vorkenntnisse und Interessen der Teilnehmer abgestimmt werden. Im Einzelnen wird eine Mischung aus Theorie und Praxis angeboten:

– Einführung in die klassische Kameratechnik – das Aussuchen, Erklären, Beurteilen adäquater Fotoapparate, Filmmaterialien, Fotopapiere,

– Erläuterungen zu Technik und Geschichte der Fotografie, zu Bildkomposition, Lichtführung, Schärfentiefe etc.,
– Sehen-Lernen an Hand von Werkbetrachtungen und
-analysen großer Fotografen,
– Definieren eines persönlichen oder gemeinschaftlichen Foto-Projekts im Bereich Landschaft oder Reportage,
– gemeinsame Fotoexkursionen,
– Dunkelkammerarbeit: eigenhändiges Entwickeln der Filme, Herstellen von Kontaktabzügen, Vergrößern der Fotos,
– Bildbesprechung und -korrektur
– bis hin zu gemeinsamen Ausstellungen, zur Herstellung von Postkarten, Kalendern, Fotobüchern

Der Kurs versteht sich als eine Hinführung zur künstlerischen Fotografie. Ziel ist es, einen Blick für die Schönheiten oder Skurrilitäten der Umgebung zu entwickeln, eigene gestalterische Projekte fotografisch umzusetzen, durch die handwerkliche Arbeit den Wert des einzelnen Bildes zu erkennen, die Qualität von Fotografien beurteilen zu lernen und vor allem gute Bilder zu machen.

Andreas Dorn, Jahrgang 1965, ist Kunsterzieher. Er fotografiert seit 20 Jahren in vielen verschiedenen Medien: Mittelformat, Kleinbild, Schwarz-weiß, Farbdia, Farbnegativ – und auch digital.

Doch vor allem seine Schwarz-Weiß-Fotografien waren auf mehreren Ausstellungen zu sehen und wurden z.B. 2004 und 2006 im Fotokalender von Blieskastel veröffentlicht.

Um telefonische Voranmeldung unter der Rufnummer 06894/91460 wird gebeten. Eine Vorbesprechung findet am Mittwoch, 8. März um 19 Uhr im Kulturhaus, Annastraße 30 statt.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017