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Wieder Kino Open Air: Filmsommer in der Gustav-Clauss-Anlage



Überall werden neue Kinopaläste gebaut. Nicht so in St. Ingbert. Dort bringt man das Filmerlebnis lieber in die grüne Natur und stellt die Leinwand in der romantischen Gustav-Clauss-Anlage auf. Unter dem „Dach“ des SR1-Kino-Sommers 2007 heißt es jeweils ab 22 Uhr für alle Filmbegeisterten vom 14.- 16. Juni mitfiebern, mitleiden oder mitlachen. Der Eintritt zu den Vorführungen ist frei!

Das dreitägige Open-Air-Programm startet am Donnerstag, 14. Juni mit dem Film „Sommer vorm Balkon“ (Deutschland 2005, Laufzeit: 110 Minuten, FSK: ab 12 Jahre, FBW-Prädikat: besonders wertvoll).

Auf dem Balkon einer Ostberliner Mietskaserne findet die wahre Wiedervereinigung statt. Wann immer Katrin (Inka Friedrich) Zeit hat, klemmt sie sich ein paar Flaschen preisgünstigen Rotwein unter den Arm und steigt aus ihrer Parterrewohnung zu Freundin Nike (Nadja Uhl) hoch. Die wohnt unter dem Dach und verfügt über die einzige Freiluftzelle des Hauses. Da sitzen dann die verarmte, aus Süddeutschland zugezogene Akademikerin und die Ossi-Hupfdohle, die sich als Altenpflegerin zu bescheidenem Wohlstand malocht hat, stundenlang zusammen, sortieren unerfüllbare Sehnsüchte aus und basteln sich neue Hoffnungen zusammen. Die Sonne über Berlin geht derweil unter und manchmal auch schon wieder auf.

Dass die Irrungen und Wirrungen der Liebe da hinzu kommen, versteht sich beinahe von selbst. Nike lässt den Trucker-Fahrer Ronald (Andreas Schmidt) in ihre Wohnung einziehen und Katrin entbrennt für den Apotheker gegenüber. Doch sie haben bei ihrer Männerwahl kein Glück, nur Fehlgriffe. Das Single-Leben betrachtet mit einer gelungenen Mischung aus Humor, Tiefsinn und Melancholie. Eine Portion Lebensmut inklusive.

Am Freitag, 15. Juni, geht ein filmisches Schmankerl für Kinder und Junggebliebene über die zehn mal fünf Meter große Leinwand. Unter der Regie von Gernot Roll findet „Räuber Hotzenplotz“ (Deutschland 2005, Laufzeit: 94 Minuten)i n einer zeitgemäßen Neuverfilmung wieder seinen Weg auf die Leinwand. Es gelang Roll, den Stoff zweier Hotzenplotz-Bücher von Otfried Preussler kindgerecht und optisch kunterbunt-skurril umzusetzen. „Der Räuber Hotzenplotz“ führt die Zuschauer in eine liebvoll ausgestattete Fantasiewelt, in der der ewige Dieb (Armin Rohde) Omas (Christiane Hörbiger) geliebte musikalische Kaffeemühle stibitzt. Wachtmeister Dimpfelmoser (Piet Klocke) sucht Rat bei der Wahrsagerin Schlotterbeck (Katharina Thalbach). Kasperl (Martin Stührk) und Seppel (Manuel Steitz) bemühen sich dagegen selbst, den Räuber zu schnappen. Aber beide tappen in eine Falle. Hotzenplotz schreckt nicht davor zurück, Kasperl als Haussklaven an den Zauberer Zwackelmann (Rufus Beck) zu verkaufen. Das Ganze sieht gar nicht gut aus. Aber wozu gibt es die ebenso schöne wie hilfreich Fee Amaryllis (Barbara Schöneberger)?

Für Samstag, 16. Juni, sollte jeder ein Taschentuch reservieren. Nach dem Bestseller von Nicholas Sparks „erzählt“ der Regisseur Nick Cassavetes in Rückblenden die Romanze „Wie ein einziger Tag“ (The Notebook, USA 2004, Laufzeit: 124 Minuten). Der Ausgangspunkt der Filmhandlung ist in der Gegenwart angesiedelt. Ein älterer Herr (James Garner) besucht regelmäßig in einem Seniorenheim eine unter der Alzheimerkrankheit leidende Dame (Gena Rowlands). Er liest ihr aus einem verblichenen Notizbuch vor. Die Geschichten ranken sich dabei um die beiden Hauptfiguren Noah (Ryan Gosling) und Allie (Rachel McAdams). Um 1940 lernen sie sich kennen und lieben, und zwar trotz ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Herkunft. Der Zweite Weltkrieg trennt das Liebespaar voneinander. Später finden Noah und Allie erneut zusammen – stets von der Überzeugung getragen, füreinander bestimmt zu sein. Mittlerweile hat sie sich jedoch mit dem reichen Lon (James Marsden) verlobt, der den elterlichen Vorstellungen bestens entspricht. Ein bittersüßes Liebesmelodram, das die Identität der beiden in die Jahre gekommenen Herrschaften bald erahnen lässt.

Wenn Petrus mitspielt, dann dürfte einem dreifachen Filmgenuss nichts im Wege stehen!

Rundschau-Info:
Das Open-Air-Kino in der St. Ingberter Gustav-Clauss-Anlage (am ehemaligen Stadtbad) beginnt am Donnerstag, 14. Freitag, 15. und Samstag, 16. Juni jeweils um 22.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen beim Kulturamt St. Ingbert unter Telefon 06894/13-520

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