Nachrichten

Samstag, 19. August 2017 · sonnig  sonnig bei 18 ℃ · Ü30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017Jugendcamp des SV Rohrbach 2017

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Aktuelle Standpunkte der Jusos des Stadtverbandes St. Ingbert

„Um eine neue Ruine Glashütte zu vermeiden haben wir uns für die Verlagerung des Albert-Weißgerber-Museums in die alte Baumwollspinnerei ausgesprochen“, so Dominik Schmoll, der Vorsitzende des Juso Stadtverbandes. „Auch die Aufwertung eines ganzen Innenstadtteils und die Verlagerung von 100 Arbeitsplätzen nach St. Ingbert hat bei uns den Ausschlag gegeben, der Linie der Mutterpartei SPD zu folgen“, so Schmoll. Diese hatte bei der Entscheidung im Stadtrat letzte Woche für dieses Projekt gestimmt.
Beim Thema „Diskothek in ehemaligen Treff-Discounter“ sind die Jusos hingegen alles andere als begeistert über die Entscheidungsträger in Orts- und Stadtrat. „Während sich die SPD für das Juso-Projekt aussprach, stimmte vor allem die CDU dagegen“, erläutert der Juso-Vorsitzende. Ortsratvorsitzender Tussing hoffe noch immer auf einen neuen Lebensmittelpächter. Dies bezeichnen die Jusos hingegen als „Wunschträumerei“. „Wer sich das Gebäude von außen ansieht, entdeckt sofort wie runtergekommen das Gebäude ist. Das einzig neue an dem Gebäude ist ein Banner, worauf eine provisionsfreie Übergabe des Gebäudes garantiert wird“, so Dominik Schmoll. Daran könne man sehen, wie händeringend der neue Besitzer nach einem neuen Mieter suche. Auch der Verweis von Oberbürgermeister Jung, der richtige Ort für die Jugendlichen sei das Eventhaus, streiten die Jusos ab. Schmoll: „Die Jugendlichen von St. Ingbert und Umgebung werden geradewegs von unserem OB an den Stadtrand verbannt, während die Innenstadt nachts verkommt. Ein solches Handeln ist geradewegs skandalös.“ Die Jusos fühlen sich in ihrem Handeln bestätigt, da in der Antrittsrede von OB Jung vom 5. Juli 2004 die Wichtigkeit einer „lebenswerten, familien- und kinderfreundlichen Stadt“ betont wurde. Der Oberbürgermeister bezeichnete damals ein familienfreudiges St. Ingbert „als ein politisches und persönliches Ziel“. „Als familienfreundlich zieht ein gewisses Maß an Jugendangeboten wohl mit ein“, so der Juso-Vorsitzende. Die Jusos wollen nicht den Meinungsumschwung des OB kritisieren. Und doch finden sie es merkwürdig, dass OB Jung bei seiner Amtseinführung noch so große Worte verloren habe und jetzt, wo es ans Eingemachte gehe, den Mut verliere. Die Jusos wollen ihre Forderung nach einer Diskothek gegenüber der Post erneut geltend machen und fordern daher eine sofortige Änderung des Bebauungsplans, der das Einrichten einer Diskothek in dieses Gebäude möglich macht. „Die Stimmung der Bevölkerung, die fast überwiegend für unser Projekt ist, hat bei uns den Eindruck hinterlassen, dass sich die CDU-Fraktion nicht ewig gegen dieses Projekt verschließen kann.“, so Juso-Chef Schmoll.
Beim Thema Kinowerkstatt sind die Jusos gegen den Verbleib im jetzigen Standort in der Pfarrgasse. Sie fordern hingegen ein Zusammenlegen der Kinowerkstatt mit dem Regina-Kino in den Räumlichkeiten des jetzigen Regina-Kinos. „In einem Kinosaal könnten kommerziellen Kinofilme des Regina-Kinos laufen, im anderen welche der Kinowerkstatt“, so schlägt der Juso-Vorsitzende Dominik Schmoll vor. Der Vorteil dieser Verschmelzung wäre nur noch eine Kasse und die Beibehaltung der Räumlichkeiten in der zentralen Innenstadt.
Die Diskussionen um das JuZ sind den Jusos unbegreiflich. „Wir haben uns persönlich mit den Verantwortlichen des St. Ingberter Jugendzentrums getroffen“, erläutert Schmoll. „Sie schilderten uns die Probleme des Renovierungstops. Außerdem hatten wir den Eindruck, dass die JuZ-Verantwortlichen sehr kompetent und erfolgreich arbeiten und wirtschaften.“ Besonders beeindruckte das zahlreiche Programm und die Standfestigkeit des Vorstandes des JuZ die Jusos. Das selbst verwaltende Jugendzentrum in St. Ingbert ist für die Jusos unantastbar und kritisieren hierbei den Vorschlag der Familienpartei, die diese Selbstverwaltung anzweifelt.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017