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Programm der Kinowerkstatt

„Full Metal Village“ in der Kinowerkstatt St. Ingbert
Am Freitag, den 8. Juni, um 21.45 Uhr, am Samstag, den 9. Juni, um 21 Uhr, sowie am Sonntag um 20 Uhr läuft in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, „Full Metal Village“ (Deutschland 2007) von Sung-Hyung Cho mit Uwe Trede, Lore Trede, Klaus H. Plähn, Norbert Venohr, Birte Venohr, Ann-Kathrin Schaack, Malena Schaack – Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ohne Altersbeschränkung – Länge: 90 min. – Start: 19.4.2007 (7. Woche) Es ist dies die witzige Dokumentation über ein verschlafenes Dorf, das alljährlich zum Metal-Mekka mutiert. Die Koreanerin Sung Hyung Cho gewann mit ihren skurrilen Einsichten über den Umgang der Bewohner mit dem Massenphänomen den renommierten Max-Ophüls-Preis.

Einmal im Jahr, am ersten Wochenende im August, ist es in dem kleinen schleswig-holsteinischen Dorf Wacken vorbei mit Ruhe und Beschaulichkeit, die sonst das Leben in der 2000-Seelen-Gemeinde prägt, denn dann findet für drei Tage das Wacken Open Air Festival statt. Angefangen hat das alles vor 17 Jahren in einer Kuhle mit ein paar hundert „Headbangern“. In den darauffolgenden Jahren kamen ein paar Tausend. Jetzt ist das Wacken Open Air mit 40.000 Metallern aus aller Welt so etwas wie ein Wallfahrtsort geworden.

Der kulturelle Unterschied zwischen den Bewohnern von Wacken und den aus der ganzen Welt angereisten Heavy Metal Fans kann bei oberflächlicher Betrachtung nicht größer sein. Hier Spitzenblusen, goldene Kruzifixe und dunkle Einreiher, da schwarze Lederhosen, Nietenhalsbänder, tätowierte Teufel und schulterlange Haare.

„Full Metal Village“ setzt sich mit dieser kuriosen, liebenswürdigen Begegnung zweier Kulturen auseinander. Der Film dokumentiert jedoch – über das temporäre Musikereignis hinaus – das Bild einer ländlichen Gemeinde, deren Identität und deren Zusammenhalt ohne das Heavy Metal Festival nicht mehr denkbar scheint.
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„Der Traum“ läuft weiter.
Am Freitag, den 8. Mai, um 19 Uhr, am Sonntag, den 10. Juni, um 16 Uhr und am Montag, den 11. Juni, um 20 Uhr läuft noch einmal der erfolgreichste Film Dänemarks aus dem Jahre 2006 „Der Traum“. Niels Arden Oplev hat einen eindringlichen Film gedreht, der auf eigenen realen Erinnerungen beruht.
Der Film handelt vom Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Von Erwachsenen gegenüber Kindern, Lehrern gegenüber Schülern, Weißen gegenüber Schwarzen, im weiteren Sinne vom Klassenkampf, vom Umbruch in einer Zeit, die eine ganze Generation geprägt hat.
Dänemark 1969, irgendwo auf dem Land. Frits ist dreizehn und wie die meisten Jugendlichen in diesem Alter wissensdurstig, neugierig und von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn geprägt. Die Welle des gesellschaftspolitischen Umbruchs, die 1968 begonnen hat, hat nun auch sein jugendliches Bewusstsein erreicht, und Frits verfolgt im Fernsehen aufgewühlt die Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und Berichte über die Ermordung Martin Luther Kings. In der Schule hat er Probleme mit dem Direktor, der öfter handgreiflich wird und Frits wegen seiner langen Haare im Visier hat. Die Ankunft eines neuen, fortschrittlichen Lehrers stärkt Frits den Rücken und gibt ihm das Gefühl, nicht allein zu sein mit seinem jugendlichen Enthusiasmus. Außerdem hat der Lehrer längere Haare als er selbst. Aber auch Freddy Svale kann ihn nicht vor der Willkür des Direktors schützen. Als Lindum-Svenssen Frits fast ein Ohr abreißt, beginnt die Situation langsam zu eskalieren. Seine Eltern stellen sich hinter ihn und wehren sich gemeinsam mit ihm, und auch Freddy Svale unterstützt ihn lange Zeit. Doch dann macht der junge Lehrer einen Rückzieher und verrät Frits. Der jedoch kämpft unerschrocken weiter gegen die Ungerechtigkeit und Feigheit der Erwachsenen, bis er sich durchgesetzt hat. Regisseur Niels Arden Oplev schafft es meisterhaft, den Geist und die Atmosphäre der Zeit von 1968 und danach herauf zu beschwören, wozu unter anderem auch die Musik aus jener Zeit beiträgt.

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