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Bilder, die von Reisen erzählen


Dr. Wolfgang Ohler, Margarita Ott und Landrat Clemens Lindemann bei der Vernissage.
Arbeit „Tanzende Lavageister“ aus der aktuellen Ausstellung „Reise-Imaginationen“ in der Galerie im Forum.
Fotos: Steigner/Saarpfalz-Kreis

Eindrücke von Reisen sind die Sujets, die Margarita Ott in ihren Bildern verarbeitet. Einige ihrer neuen Bilder zeigt die in Schwarzenbach lebende Kreative nun in der Galerie im Forum in der Homburger Kreisverwaltung..

Margarita Ott geht immer von realen, mit den Augen wahrnehmbaren Bildern aus, meistens gesehen auf Reisen. Diese Bilder erweitert sie um ihre Gefühle, Erlebnisse, Gedanken. Dabei treten die real wahrgenommenen Bilder mehr und mehr in den Hintergrund und die Gefühle und Erlebnisse bestimmen die Farben wie die Formen und Strukturen des Bildes. Es sind bewusst keine realistischen Abbildungen des Gesehenen, sondern Vorstellungen (Imaginationen) zu dem was Margarita Ott gesehen und erlebt hat. Die Künstlerin will den Betrachter anregen, durch die Bilder eigene Imaginationen zu entwickeln.

Auf diesem Hintergrund erläuterte Dr. Wolfgang Ohler als Laudator der Ausstellung „Reise-Imaginationen“ in der Galerie im Forum die Arbeiten der in Schwarzenbach lebenden Margarita Ott. Sie wurde in Caracas geboren, studierte Freie Malerei in Pforzheim und Grafik-Design in Würzburg. 1974 kam sie nach Homburg, wo sie von 1990 bis 1995 die Homburger Malschule und von 1992 bis 1995 die „Kleine Galerie“ leitete.

De, Betrachter fallen bei den Bildern zunächst die starke Farbigkeit und die expressive Formgebung auf. Der expressive Umgang mit Farben, Formen und Licht entwickelte sich bei Margarita Ott unter dem Einfluss ihrer Kindheit und Jugend in Venezuela.

Einige Bilder sind sehr gegenständlich, also fast realistische Abbildungen des Geschehenen. Bei anderen Bildern tritt die realistische Abbildung sow weit in den Hintergrund, dass das Bild auf den ersten Blick rein abstrakt erscheint. Erst nach längerer Beschäftigung mit dem Bild erschleißen sich dem einen oder anderen die ursprünglichen Formen, bleiben aber meist schemenhaft und offen für eigene Interpretationen durch den Betrachter. Es ist auch ein gewünschter Effekt, dass mancher Betrachter in dem Bild Dinge entdeckt, die die Künstlerin selbst (noch) nicht gesehen hat.

So ging es auch Landrat Clemens Lindemann, die sich bei der Vernissage sehr über die gute Resonanz freute und das Bild „Tanzende Lavageister“, das neben seiner Bürotür hängt, frei interpretierte.

Gezeigt werden die Arbeiten nun noch bis 10. März 2006 immer während den Öffnungszeiten der Verwaltung montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 15 Uhr.

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