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Sonntag, 20. August 2017 · wolkig  wolkig bei 13 ℃ · Dorffest mit KirmesÜ30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017

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24-Stunden für die gute Sache laufen

Über die einzigartige Atmosphäre beim 24-Stunden-Lauf in St. Ingbert spricht man heute noch. Im September vergangenen Jahres trafen sich rund 250 Läuferinnen und Läufer im Mühlwaldsstadion, um für eine arme Pfarrei in Bogotá, Kolumbien, Spenden zu „erlaufen“. Jetzt wiederholt der Veranstalter, die Pfarrgemeinde St. Pirmin und St. Michael, dieses erfolgreichen Event. Am 15. und 16. September 2007 werden Runden für den guten Zweck gelaufen – wieder im Mühlwaldstadion, wieder von 15 Uhr bis 15 Uhr, bei Tages- wie bei Flutlicht. Anders ist in diesem Jahr das Projekt, für das sich Sponsoren, Organisatoren, Helfer und schließlich die Läufer engagieren. Die Schirmherrschaft haben Weihbischof und Diözesanadministrator des Bistums Speyer, Otto Georgens, und der St. Ingberter Oberbürgermeister Georg Jung übernommen.

Unter dem Slogan „Fit for Fair“ unterstützen alle Beteiligten eine private Initiative. Der St. Ingberter Heinrich Wellner hilft schon seit vielen Jahren armen Menschen in Sri Lanka. Verschiedenartig sind die Projekte, für die der Pensionär Geld sammelt: Da ist zum Beispiel ein Heim für geistig und körperlich behinderte Kinder. Auch alte Menschen ohne Zuhause und nicht verheiratete Schwangere können dort unterkommen. Zudem wird eine kleine Leprastation unterstützt. Einen großen Teil der Spendengelder konnte Heinrich Wellner jedoch für den Bau von Steinhäusern verwenden. Denn viele sehr arme Familien leben im Sumpfland in den einfachsten feuchten Palmhütten. Inzwischen ist auch das christliche Hilfswerk World Vision aufmerksam geworden und erkennt die Ziele als förderungswürdig an. Ein Steinhaus kostet ungefähr 2.000 Euro.

Der Veranstalter der Sportveranstaltung hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Fünf Häuser sollen mit dem Erlös gebaut werden, das heißt, 10.000 Euro zusammenkommen. Das Ergebnis vom vergangenen Jahr mit rund 8.000 Euro möchte man noch steigern.
Wie im vergangenen Jahr freut man sich wieder auf eine einzigartige Atmosphäre: „Es ging hier nicht um Höchstleistung und Top-Zeiten, sondern um den olympischen Gedanken: „Dabei sein bzw. Helfen ist alles“, berichtet Pfarrer Andreas Keller aus der Gemeinde St. Pirmin und St. Michael. Und damit meint er die Vielfalt der Sportler: Ob Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen, Walker, Marathon-Läufer, ob Kindergartenkind oder Rentner, ob schnell oder langsam – jeder beteiligte sich nach seinem Leistungsvermögen. Dabei wurden 2.700 Kilometer zurückgelegt.

So funktioniert der Lauf
Die Teilnehmer formieren sich in Gruppen. Jede Gruppe versucht, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Stadionrunden zu laufen, wobei ein Teilnehmer eine oder mehrere Runden laufen kann. Dabei können die Mitglieder der einzelnen Gruppen abwechselnd auf die Bahn gehen.
Egal ob Joggen, Walken, Rollstuhlfahren; ob Jung oder Alt – 24 Stunden lang, das bedeutet auch nachts, drehen die Sportler ihre Runden. Damit ist für eine einzigartige Atmosphäre mit motivierendem Gemeinschaftsgefühl gesorgt. Es wird eine Mindeststartgebühr erhoben. Darin sind Urkunden und Preise enthalten. Zusätzlich sollen die Teilnehmer bei Verwandten, Nachbarn und Freunden mit Spendenkarten Rundengeld sammeln. Die beste Gruppe erhält ebenso einen Preis wie das teilnehmerstärkste Team. Außerdem verleiht der Veranstalter für die Schule mit den meisten Läufern einen Sonderpreis.
Zu dem sportlichen Geschehen wird auch das umfangreiche Rahmenprogramm zahlreiche Teilnehmer und Besucher ins Mühlwaldstadion locken: Musik- und Tanzgruppen, asiatische Speisen, Infostände über Fairen Handel und Eine-Welt-Arbeit, ein feierlicher Sonntagsgottesdienst und vieles mehr.

Teilnehmerkarten und weitere Informationen unter www.solilauf.de. Fragen beantwortet auch gerne Gabriele Strobel unter Tel.: 06894/570670.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017