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Aus blutigen Schatten -für Jugendliche am 20.6. in St. Ingbert

Vampire? Die gibt es zum Glück nur in Transsilvanien und das ist weit, weit weg. Doch diese Ansicht ist trügerisch. Denn am Mittwoch, 20. Juni kommen die unheimlichen Blutsauger direkt in die St. Ingberter Stadthalle. „Aus bluti-gen Schatten“ heißt das Theaterstück, das ihre willigen Helfer, die Jugendthe-atergruppe „Die Musenbolde“ dort ab 19 Uhr auf der Bühne präsentieren werden.
Seit Bram Stokers romantischem Erfolgs-roman ist der Vampir als Graf Dracula in unserem Kulturkreis ein Begriff. Doch die Tradition im osteuropäischen Raum ist weit älter und reicht viele Jahrhun-derte zurück. Blut saugende Nachtges-talten, wiederbelebte menschliche Leichname tummeln sich dort und verbreiten Angst und Schrecken. Vampire sind in der Welt des Aber-glaubens machtvolle Wesen, nicht zuletzt aufgrund ihrer Unsterblichkeit, ihrer übernatürlichen Kräfte und Fähig-keiten, die sie durch das Trinken von Blut, der Essenz des Lebens, für sich selbst gewinnen.
Der Vampirismus ist aber auch im über-tragenen Sinne zu verstehen, denn Stärke ergibt sich darüber hinaus durch das „Absaugen“ fremder Energien. So dient er oftmals als Gleichnis für unglei-che Beziehungen – etwa Machthaber und Machtlose, Unabhängige und Abhängige, Hochgestellte und Niede-re. So auch im Theaterstück „Aus bluti-gen Schatten“, in dem die Baroness als Oberhaupt eines Vampir-Clans ein Le-ben in Saus und Braus führt. Denn seit Anbeginn der Zeit bestimmen Macht- und Blutgier die Welt dieser Geschöpfe. Das Verhältnis der egozentrischen, machtbesessenen Vampirdame zu ihrer Tochter Seraphine ist distanziert. So ist es kaum verwunderlich, dass, als sie das Ende ihrer Herrschaft erahnt, sie den folgenschweren Entschluss fasst, einen Sterblichen in ihren Reihen auf-zunehmen und zu ihrem Nachfolger bestimmt. Ihr eigenes Kind übergeht die Baroness dabei. Von Eifersucht und Habgier getrieben, schwört die Tochter blutige Rache. Kampflos möchte Sera-phine nicht auf die – wie sie glaubt – ihr allein zustehende Führungsposition ver-zichten. Daher plant sie, ihre Mutter ab-zusetzen. Jedoch verläuft alles anders als vorgesehen. Die Situation eskaliert …
„Aus blutigen Schatten“ behandelt kritisch den Umgang mit Macht und Drogen sowie die fatale Konsequenzen dieser unheilvollen Mischung.
Karten für diesen spannungsgeladenen Theaterabend für Jugendliche ab 12 Jahren gibt es beim Kulturamt St. Ing-bert, Zimmer 203, Tel.: 06894 13-521, E-Mail: rrohe@st-ingbert.de
Eintrittspreis: Jugendliche 3,- €, Erwach-sene 8,- €; Für Gruppen ab 10 Personen 2,50 € pro Person, ausgenommen Er-wachsene

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1865–2017