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Eine echte Chance für den Neustart im Beruf

Das Mentoring-Projekt des Saarpfalz-Kreises entwickelt sich zusehends zu einer echten Erfolgsstory. Im September beginnt bereits der fünfte Durchgang – und die teilnehmenden Frauen sind begeistert von dieser Möglichkeit, sich fit für das Berufsleben zu machen.

Birgit Rudolf, Annette Molter-Klein und Sandra Wiegand erläutern die grundlegende Ausrichtung des Projekts, das unter der Federführung des Frauenbüro des Kreises als „Koordinierungsstelle Frau & Beruf“ läuft: „Um den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern, bieten wir regelmäßig in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Neunkirchen und der Arge Saarpfalz Coaching-Maßnahmen an für arbeitslose Frauen. Unter dem Motto „Lernen am Vorbild erfolgreicher Frauen“ beginnt im Herbst der nächste Mentoring-Prozess. Als Mentees bewerben sich nicht nur Wiedereinsteigerinnen, sondern auch Frauen, die eine Existenzgründung anstreben oder eine berufliche Höherstellung im eigenen oder einem anderen Unternehmen anstreben. Zudem sind Teilnehmerinnen mit im Projekt, die nach einer beim Frauenbüro absolvierten Coaching-Maßnahme eine weitere Beratung und Begleitung auf ihrem Berufsweg benötigen.“

Wie aber läuft ein solcher Mentoring-Prozess eigentlich ab? Die Mentorin ist Ratgeberin, Vorbild, Türöffnerin, Kontakterin, aber nie professioneller Coach. Ihre Arbeit ist ehrenamtlich und sie gibt der Mentee wichtige Tipps und Hinweise für das berufliche Weiterkommen. Die beiden treffen sich regelmäßig einmal im Monat. Es entwickelt sich ein gegenseitiges Vertrauen, die Kritik läuft im offenen Dialog, es entsteht ein Team, das sich den gemeinsam definierten Herausforderungen stellt.

Die Mentees werden in vier zweitägigen Seminaren geschult. Dabei sind Schlüsselqualifikationen – am Bedarf der Mentees orientiert – die zentralen Inhalte. Als Beispiel seien Kurse wie „Fit für den Erfolg“, „Selbstmarketing“, „Selbst-Bewusst-Sein“ oder „Zeitmanagement“ genannt. Bei all´ den Lerninhalten ist besonders die Vernetzung zwischen den Mentees ein wichtiger Baustein, denn hier erwachsen Gemeinsamkeiten, lassen sich Probleme gemeinsam anpacken und diskutieren.

Eine Basis des Projektes ist die Vernetzung aller Angebote des Kreises wie zum Beispiel mit dem Bündnis für Familie oder der Wirtschaftsförderung.

Die „Koordinierungsstelle Frau & Beruf“ ist in dem Prozess zuständig für die Vermittlung der Mentorin, die Koordinierung und Begleitung des Prozesses, das Veranstaltungsmanagement und die Mitarbeiterinnen stehen als Ansprechpartnerinnen bei Fragen und Probleme zur Verfügung. Ein weiterer – Projekt übergreifender – Baustein ist das Mentoring-Café. Hier werden regelmäßig Fachvorträge angeboten; das Café dient als Offener Treff zur Reflexion des Mentoring-Prozesses und zum Erfahrungsaustausch.

Dass diese Arbeit auch erfolgreich ist, belegt die Statistik des Projekts. Bislang sind in vier Durchläufen 48 Frauen durch das Mentoring-Projekt auf das Berufsleben vorbereitet worden. Vier Durchläufe sind abgeschlossen. Die Bilanz des Projektes belegt, dass hälftig Frauen sich selbständig machen oder sich auf einen neuen Arbeitsplatz bewerben.

Abschließend betont Birgit Rudolf, Leiterin des Frauenbüros und
Projekt-Leiterin: „Als großen Erfolg sehe ich es an, wenn sich in den Mentee-Gruppen eine Eigendynamik entwickelt. Die Frauen unterstützen, stärken und beraten sich neben ihrem intensiven Austausch mit ihren Mentorinnen gegenseitig. Fast im Sinne von Erfolgsteams, in denen sie über einen längeren Zeitraum hinweg die Weiterentwicklung der Gruppenmitglieder untereinander begleiten und fördern. Hier findet echte Netzwerkarbeit statt. Und die müssen Frauen noch sehr ausbauen und pflegen.“

Und nun läuft der fünfte Durchgang im September an. Weitere Informationen und Anmeldungen zum Mentoring-Projekt erteilt die „Koordinierungsstelle Frau & Beruf“ unter Telefon 0 68 41 / 1 04-3 29, eMail: frauenbuero@saarpfalz-kreis.de und im Internet unter http://www.saarpfalz-kreis.de.

Erste Informationsveranstaltungen sind am Montag, 27. August 2007, um 19.30 Uhr für Mentorinnen, und am Mittwoch, 29. August 2007, um 19.30 Uhr für Mentees, beide Male im Café Frauenzimmer, Paul-Weber-Schule, Karlstraße in Homburg.

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